Mittwoch, 27. März 2019

Tagetes - Studentenblumen


Studentenblumen, um 1925, Öl auf Malplatte mit Leinenstruktur, 50,5 × 31,5 cm, links unten signiert, Privatbesitz Berlin.
Möglicherweise handelt es sich bei diesem Blumenstillleben um die "Studentenblumen", die in einer Ausstellungsbesprechnung von 1925 gelobt werden: "Daneben gibt es wundervolle, malerisch-farbige Lösungen. Im großen Zimmer hängt – links am Kamin – ein gar nicht umfangreiches Bild „Studentenblumen“. Die Verteilung dieser gelben Farbflecken ist von höchstem kompositorischen Reiz, die Ballung und das graziöse Zerstreuen der Blütenkelche schafft geradezu Bewegungsmomente, die das „tote“ Blumenstück unerhört beleben." Die vollständige Ausstellungsbesprechung ist hier wiedergegeben.

Sonntag, 10. März 2019

Zwei Zillen auf der Neuen Fahrt

Zwei Zillen auf der Neuen Fahrt vor der Heilig-Geist-Kirche, Öl auf Holzplatte, 40 × 67 cm, rechts unten signiert, Privatbesitz Berlin. Zu dem Gemälde existiert ein Zertifikat der Galerie Manthey, Knesebeckstr. 68/69, 10623 Berlin, vom 04.02.1997.
Es gab ein nahezu identisches Gemälde mit drei Zillen, das bisher nur durch einen Kunstdruck bekannt ist.

Segler an der Küste

Segelyacht auf dem Wannsee, 32 × 48 cm, Öl auf Malplatte, rechts unten undeutlich signiert, rückseitig handschriftliche Zuschreibung. Versteigert als "Segler an der Küste" durch Mehlis Auktionen, Plauen, 92. Auktion, 15. - 17. November 2018, Katalog-Nr.: 4490.
Die Ostseeküste käme wohl auch in Frage, aber die Dichte der Segelboot spricht eher für den Wannsee. Wie ein Blick von der Terrasse des Seglerhauses am Wannsee, im Hintergrund dann der Grunewald.

Samstag, 18. August 2018

Dahlien


Dahlien, um 1920, Öl auf Leinwand, 66 × 95 cm, links unten signiert "M. K.", Privatbesitz Berlin.
Das Gemälde stammt aus einem anonymen Nachlass und wurde im August 2018 von einem Händler in Frankfurt a. M. über eBay angeboten.
    In einer Besprechung der Ausstellung mit Blumenstücken von Max Koch im Potsdamer Kunstverein im Januar 1925 wird eine "Dahlienkomposition" erwähnt. Gut möglich, dass es sich dabei um dieses Gemälde handelt. Die ganze Besprechung ist hier zu finden. 

Schiffbauerei - Innenansicht

Schiffbauerei - Innenansicht, 1907, Öl auf verstärkter Sperrholzplatte, 70 × 100 cm, rechts unten signiert und datiert "M. K. / 07.", Privatbesitz Berlin. Versteigert vom Auktionshaus Ursula Nusser in München am 20.03.2018, Auktion 358, Lot 3052, als "Arbeiter in einer Bootswerft".
Das Gemälde wurde 1908 in der Grossen Berliner Kunstausstellung gezeigt. 

Die Weisen aus dem Morgenlande


Die Weisen aus dem Morgenlande, Motiv auf einer S/W-Postkarte aus dem Verlag Meisenbach, Riffarth & Co., Berlin-Schöneberg, herausgegeben vom Künstler-Unterstützungsverein Berlin, bez. "Bild 4 / Die Weisen aus dem Morgenlande / gem. von Max Koch", Privatbesitz Schweden. Vermutlich handelt es sich um Bild 4 einer Serie von Postkarten, die Gemälde einer Weihnachtsausstellung im Berliner Künstlerhaus zeigen. Die geteilte Rückseite der Postkarte datiert die Serie auf 1907 oder später. Der Verbleib des Gemäldes selbst ist unbekannt.

Ruhe auf der Flucht nach Ägypten


Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Öl auf Leinwand, 65 × 80 cm, rechts unten signiert "M. Koch", nicht bez., o. J. (um 1900), Privatbesitz Potsdam.
Das Bild wurde am 29. April 2018 bei eBay von Kolb Antiquitäten, Neu-Ulm, unter dem Titel "Hl. Familie" versteigert. Die Hl. Familie ist zwar dargestellt, aber der Esel, die Abendstimmung in freier Natur sowie die fürsorgliche Geste von Joseph zeigen eindeutig, dass hier die Flucht nach Ägypten gemeint ist, ein Motiv, für das es zahlreiche kunsthistorische Vorbilder gibt. Religiöse Motive sind für Max Koch ungewöhnlich. Es könnte jedoch sein, dass das Bild für einen Wohltätigkeitsbasar gefertigt und gestiftet wurde, den der Verein Berliner Künster immer um die Weihnachtszeit im Künstlerhaus veranstaltet. Als Künstler-Unterstützungsverein kamen die Erlöse bedürftigen Mitgliedern zugute.

Rhododendron im Sacrower Park


Rhododendron im Sacrower Park, Öl auf Karton, 35 × 68 cm, signiert, nicht bez., o. J. (um 1920), Privatbesitz. Das Bild wurde gezeigt in der Ausstellung "Sommer Landschaften" in der Galerie Mutter Fourage, Berlin-Wannsee, vom 24. Juni bis 19. August 2018.

Mittwoch, 25. April 2018

Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden

Die Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden im großen Saale des Landesausstellungs-parkes ist die Neubelebung einer traditionellen Weihnachtsveranstaltung, die vor 30 Jahren zum festen Bestand der Weihnachtsfreuden gehörte. Damals strömte Jung und Alt zum Uhrsaal im alten Akademiegebäude, um beim Gesang des Domchores eine Stunde frommer Weihe vor den Bildern aus der Weihnachtsgeschichte zu verleben. Was jetzt unter Orgelbegleitung und dem Gesang des Nikolai-Marien-Kirchenchores in dem modernen Saal gezeigt wird, ist nicht minder schön, nur ist das andächtig-genießende Publikum viel weniger zahlreich als früher. Das ist doppelt bedauerlich, denn einmal bringt diese Darbietung eine weihevolle Note in unser immer mehr mit äußerlichem Glanz sich umhüllendes Weihnachtsfest, zum anderen haben die Künstler doch sich der Mühe der Herstellung unterzogen, um einen Ueberschuß für die Unterstützungskasse des Künstlervereins, die gewiß zu Weihnachten besonders in Anspruch genommen ist, zu erlangen.
    Es werden sieben Bilder vorgeführt. Auf Karl Wendlings etwas konventionelle „Verkündigung“ folgt „Die Geburt Jesu“ von Otto H. Engel, eine wundervoll geschlossene Komposition, die den Vorgang im Stall zu Bethlehem in schlichter, inniger Auffassung wie durchaus selbstverständlich als einen Vorgang unserer Zeit darstellt. Die liebreizenden Kinder- und Engelgruppen eroberten sich im Sturm die Herzen der kindlichen Betrachter. Weiter folgen die überlebensgroßen „Verkündigung an die Hirten“ von Arthur Kampf und die farbenprächtigen „Weisen aus dem Morgenlande“ von Max Koch. Von den beiden Bildern der „Flucht nach Egypten“ zeichnet sich das von Ernst Körner durch wundervolle Farben und einen seltenen Liebreiz von Mutter und Kind aus, während auf der „Ruheszene“ von Franz Müller-Münster Maria mit dem Kinde und den lauschenden Engeln eine sehr anmutige Gruppe bildet. Das letzte Bild von Haus Meyer bringt einen Zug naiven Humors in dem derben Riesen Christophorus, der zum Vergnügen aller Kinder das Christkindlein auf seinem breiten Hutrand durchs Wasser trägt. Die als Begleitung gesungenen Musikstücke waren außer einem Choral von Bach, einem Chor von Mozart und einem Doppelquartett aus Mendelssohns „Elias“ Kompositionen nach alten Melodien von Professor Theodor Krause, die sich sehr stimmungsvoll dem Inhalte der Bilder anschmiegen.
Anonym, „Die Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden“, in: Berliner Tageblatt, 34. Jg.,
Nr. 632, 12. Dezember 1905, Abend-Ausgabe, S. 2

Donnerstag, 22. März 2018

Grosse Berliner Kunstausstellung 1908

"Schiffbauerei.", Abb. 49 im Katalog der Grossen Berliner Kunstausstellung 1908.
Laut Katalog (S. 26) war Max Koch mit zwei Gemälden in der Ausstellung vertreten:
Kat.-Nr.: 318, "Schiffbauerei, Hof.", und
Kat.-Nr.: 320, "Schiffbauerei, Innenansicht." Hierzu die Abbildung oben.