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Freitag, 18. Februar 2022

Ausstellung von 50 Studienblättern im Städtischen Museum für Kunst und Kunstgewerbe, Halle (Saale)

   "Im Städtischen Museum für Kunst und Kunstgewerbe werden von Donnerstag den 23.[09.1886] an etwa 50 Studienblätter des Malers Max Koch in Berlin von dessen Reise nach Pergamon ausgestellt sein. Alle Besucher der Jubiläums-Kunstausstellung in Berlin, welche das prachtvolle Pergamon-Panorama dort besucht haben,welches von den Herren Koch und Kips gemalt ist, werden mit doppeltem Interesse hier die Reisestudien des Herrn Koch in Wasser- und Oelfarben aus Corfu, Athen, Konstantinopel, Smyrna und Pergamon einsehen. Dieselben gewinnen für uns Hallenser nun noch eine besondere Bedeutung, da Herr Max Koch der Schöpfer unseres wundervollen Bühnen-Vorhangs wie der Figuren an dem Plafond des Zuschauerraumes ist. Die Studien können leider nur etwas 10 Tage ausgestellt bleiben. Wir werden auf dieselben zurückkommen."
 
anonym, "Aus der Stadt und Umgebung." In: Halle'sches Tageblatt,
Beilage zu Nr. 223 vom 24.September 1886, o.p. 
 
 
   "Alle die Tausende von Besuchern des Pergamon-Panorama's in der Berliner Jubiläums-Ausstellung sind entzückt gewesen von der Ausführung jener Idee, der Rekonstruktion des alten Herrschersitzes der Attaliden zu Pergamon, aus dem uns ein günstiges Geschick, vereint mit deutschem Forscherfleiß, den so werthvollen Schatz von Skulpturen nach Berlin brachte. Wohl mußten diese der Nacht der Erde entrissenen Zeugen einer hohen künstlerischen Pracht die Augen der gebildeten Welt magnetisch nach jenen halbvergessenen Gestaden Klein-Asiens hinlenken, wie es in den letzten Jahren vorher das verschüttete Olympia und wie es das mythische Troja gethan. Und ein besonders glücklicher Gedanke war es seitens der Berliner Künstlerschaft, in ihrer Jubiläums-Ausstellung die Erinnerung an diese Errungenschaften, welche vorzugsweise dem deutschen Fleiß zu verdanken waren, in groß ausgeführten Werken vor die Augen der Mitlebenden zu stellen, in dem Tempel von Olympia und der Stadt Pergamon zur Zeit ihrer glänzendsten Erscheinung. Um die letztere nun in möglichst historischer Treue darstellen zu können, begaben sich zwei Berliner Maler Max Koch und Kips im vorigen Jahre nach Klein-Asien und sammelten an Ort und Stelle die nothwendigen Terrainstudien, nach welchen sie dann in Berlin gemeinschaftlich das Panorama ausführten.
   Nachdem nun Herr Koch unserer Stadt näher getreten war durch die Aufträge für unser Stadttheater, der Vorhang und die Figuren am Plafond, hatte er sich auch bereit erklärt, unserem Museum seine Studien von jener interessanten Reise zu einer kurzen Ausstellung zu überlassen; leider nur kurz, weil auch andere Städte wie Weimar, Breslau, um die Ausstellung derselben gebeten hatten.
   Jene Reise ging über Triest, Corfu, Athen, Smyrna nach Pergamon, zurück über Konstantinopel, und sehen wir aus allen diesen Etappen zahlreiche Darstellungen in Oel- und Wasserfarben wie auch Bleistudien.
   Bei der Abfahrt mit dem Dampfer aus Triest zeigt sich auf den Studien das rege Leben des Hafens, die schneidigen Formen der großen Dampfer und die Scenerie des Verdecks, auf dem der Künstler sich eingeschifft; bald folgen Skizzen des bewegten Meeres mit den schönen Linien einer Insel am Horizont. Die Insel Corfu muß zu einem längeren Aufenthalt gedient haben, denn von hier bringt die Sammlung eine reiche Ausbeute. Vor Allem ist es die Hafenscenerie mit dem doppelgipflichen Kastell, das steil vom Ufer aufsteigt, nicht minder das reich bewegte Terrain der Insel und der Hintergrund des gebirgigen Festlandes wie der benachbarten Inseln. Unsere Leser werden sich erinnern, wie schon der geniale C. Rottmann die Schönheiten von Corfu mit Vorliebe gemalt hat. M. Koch hat auch der südlichen Vegetation daselbst große Aufmerksamkeit zugewendet. Außerordentlich charakteristisch weiß er die dunklen melancholischen Cypressen darzustellen, die alten knorrigen Oliven mit dem feinen Laub, die gigantischen Cacteen und Aloë's.
   Auch Athen ist mit einer Anzahl der interessantesten Bilder vertreten. Zunächst orientirt uns ein Aquarelle über die hochragende Acropolis mit dem Parthenon, dann folgen Aufnahmen von dem Theater des Bacchus, dem Erechtheion, dem Areopag und einzelnen Theilen des Parthenon selbst. In die landschaftlichen Blätter finden sich auch hier und da Studien der Menschen- und Thierwelt, der einzelnen Landschaften eingestreut, welche von der scharfen Auffassung des Künstlers Zeugniß geben. In allen zeigt sich eine leichte Hand und eine Schärfe der Darstellungen. Man vergleiche nur diese Bilder von Athen mit den durch Buntdruck vervielfältigten des bekannten Aquarellisten Carl Werner in Leipzig; die Blätter unseres Künstlers zeigen bei aller Schönheit des Colorits und bei aller Schärfe der Zeichnung nichts Unwahres; ihnen gegenüber sind jene glatt und geleckt, wie der technische Ausdruck es bezeichnet, dadurch kleinlich und unwahr.
   Von Smyrna ist nur eine Studie vorhanden. Dieselbe giebt ein Bild der reichen und belebten Hafenscenerie. Den Vordergrund füllen die Fronten stattlicher, europäisch gebauter Häuser, den Hintergrund eine Kette schön geformter Berge.
   Der Schwerpunkt der Sammlung liegt naturgemäß in den Studien von Pergamon selbst, und zwar fesselt uns am meisten der Gebirgszug mit den Ruinen der Burg der Attaliden. Der Künstler hat diese Situation von von den verschiedensten Standpunkten aus gemalt und wir können mit Hülfe einer beigefügten Skizze von anderer Hand eine genaue Lage der antiken Bauwerke erkennen, so den Tempel des Trajan, den Palast der Bibliothek, das riesige Amphitheater, die große und kleine Terrasse, und endlich den Altar des Zeus. Am Fuße des malerischen Bergrückens liegt die bunte moderne Türkenstadt mit ihren zahlreichen Moscheen und deren schlanken Minarets. Zahlreiche Aufnahmen von einzelnen dieser wunderlichen Gebäudeformen und Straßen so wie der die Stadt umgebenden malerischen Flußthäler des Selinos und Ketios mit ihrer südlichen Vegetation und den charakteristischen Figuren der Menschen- und Thierwelt vervollständigen den Einblick in die interessante Landschaft.
   Den Schluß der Sammlung machen zwei Aquarellbilder von Konstantinopel; das eine stellt das alte Stambul mit der großen Moschee Sofia auf der Höhe dar, das andere giebt einen umfassenden reichen Blick auf die ganze Ausdehnung des goldenen Horns, aus dessen Fluthen zu beiden Seiten die Häusermeere von Stambul, Pera und Galata aufsteigen.
   Es ist eine bunte, bilderreiche und interessante Welt, welche uns in diesen Studienblättern des Herrn Koch entgegen tritt. Was ihnen einen ganz besonderen Werth verleiht, ist die überzeugende Frische und Naturwahrheit, mit welcher die Scenerien aufgefaßt und wiedergegeben sind. Die Hand des hochbegabten Künstlers führt den Stift wie den Pinsel mit einer Leichtigkeit und zugleich mit einer Sicherheit, die Erstaunen macht. Man beachte nur die Physiognomien der dargestellten Menschen und Thiere. Daneben verachtet er keineswegs ein glänzendes Colorit; im Gegentheil, man kann diese Studien in ihrer Wirkung vollberechtigt neben die eines Ed. Hildebrandt und Ch. Wilberg stellen, und dann wird man immer noch einen Fortschritt der heutigen Kunstanschauung an ihnen konstatiren können, die ihre Aufgabe darin sucht, die Schönheit der Natur in ihrer wirklichen Erscheinung darzustellen, ohne zu unwahren Verschönerungen ihre Zuflucht zu nehmen. Und hierin liegt der Hauptreiz der modernen Landschaftsmalerei, der sich die Studien des Herrn Koch vollkommen anschließen.
   Wir empfehlen nochmals den Besuch der Ausstellung, welche nur noch kurze Zeit stattfinden wird, in unserem Städtischen Museum."
 
anonym, "Ausstellung der Originalstudien von Max Koch zum Panorama von Pergamon u. A.
im städt. Museum." In: Halle’sches Tageblatt, Erste Beilage zu Nr. 231 vom 3. Oktober 1886, o.p.

Mittwoch, 10. März 2021

Oberon und Titania - Vorhang von 1886 im neuen Stadttheater in Halle (Saale)

Oberon und Titania, 1886, Hauptvorhang im Stadttheater in Halle (Saale).
Hier die einzige bisher bekannte Abbildung aus: Gustav Staude (Oberbürgermeister), Das Stadt-Theater zu Halle a. S., Ein Beitrag zum Eröffnungstage, Verlag von Tausch & Grosse, Halle a. S. 1886, Lichtdruck als Tafel im Anhang.
   Auf Seite 17 eine kurze Beschreibung: "Den harmonischen Abschluss des Auditoriums gegen die Bühne hin bildet der Hauptvorhang, den der Maler Max Koch in hervorragend künstlerischer Weise ausgeführt hat. Der Vorhang zeigt in seinem Mittelfelde ein Seegestade in Abendstimmung; Oberon und Titania schweben auf einem von Schwänen gezogenen Wagen durch die Dämmerung, vor ihnen in weiter Ferne sich verlierend der Reigen der Elfen."
   Weitere Besprechungen HIER.

Montag, 26. September 2016

Ausmalung des Zuschauerraums im Stadttheater Halle

"Der Professor am Kunstgewerbemuseum zu Berlin, Max Koch, ist mit der Ausschmückung des Zuschauerraumes des Stadttheaters in Halle beauftragt worden. Prof. Koch wird den Raum mit einer Reihe von Kolossalfresken ausmalen."
Kurznachricht in der Rubrik "Thüringen und Nachbarstaaten" in: Jenaische Zeitung, 23. Jg., Nr. 172, Zweites Blatt vom 25. Juli 1912, S. 3.

Sonntag, 17. Juli 2016

Ariadne und Dionysos an der Ostfassade am Stadttheater (heute Opernhaus) in Halle an der Saale


Ariadne und Dionysos, 1886, zwei Wandbilder an der Ostfassade des ehemaligen Stadttheaters in Halle an der Saale, dem heutigen Opernhaus.

   "Das architektonische Gerüst der Façade ist aus hellfarbigem Elbsandstein, die Verblendung der glatten Flächen aus gelbgrauen Siegersdorfer Ziegeln hergestellt. Malerischer und bildnerischer Schmuck ist sparsam, aber in geschickter Vertheilung verwandt. Ersterer beschränkt sich auf die beiden Langseiten und ist an der westlichen Front in venetianischer Glasmosaik von Dr. Salviati, an der östlichen Front in Keim´scher Mineral-Malerei zur Ausführung gelangt. Dort sind in den zwei oberen Flachnischen des Treppenhauses die Gestalten der heiteren und tragischen Muse, in den unteren Nischen, sowie in den Zwickeln der mittleren Bogenfenster und über den Parquet-Ausgängen allegorische und ornamentale Darstellungen – sämmtlich nach Entwürfen von Otto Lessing in Berlin – angebracht; die ähnlich gehaltenen aber einfacheren Malereien der Ostseite rühren von Max Koch in Berlin her."
F., "Das neue Stadttheater in Halle a. S.", in: Deutsche Bauzeitung, 20. Jg., Heft 93 vom 20. Novem- ber 1886, S. 553ff., Fortsetzung in Heft 96 ab S. 573, Schluss in Heft 97 ab S. 577, Zitat auf S. 573.


Die drei Fotos wurden freundlicherweise von © Martin Beitz zur Verfügung gestellt und befinden sich auf seiner Internetseite "Halle im Bild" in einer Bildfolge zum Stichwort "Landestheater Halle"  hier.

Das Stadttheater wurde am 31. März 1945 durch einen Bombentreffer weitgehend zertört. Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren wurden erhaltene Fassaden flächendeckend einfach verputzt, so auch die Ostfassade. 2010 wurde schließlich die Ostfassade rekonstruiert und dabei entdeckte man unter dem Putz die noch größtenteils erhaltenen Wandgemälde von Max Koch. Die Restaurierung erfolgte durch Dipl.-Restaurator Peter Schöne.

Deckengemälde im Zuschauerraum des neuen Stadttheaters zu Halle an der Saale

 „Die Wände bereiten in gelungener Weise auf die Decke vor, welche durch Max Koch in Berlin mit allegorischen Bildern geschmückt ist.“
F.,  „Das neue Stadttheater in Halle a. S.“ , in: Deutsche Bauzeitung, 20. Jg., Heft 93, vom 20. November 1886, S. 553ff., Fortsetzung in Heft 96 ab S. 573, Schluss in Heft 97 ab S. 577, Zitat auf S. 574.

 „Die Decke des Zuschauerraums, in lichten Tönen und reicher Vergoldung gehalten, zeigt, der konstruktiven Teilung folgend, ein großes Velarium, welches durch acht Zeltstangen in vier größere und vier kleine Felder geteilt ist. Weibliche Gestalten in den vier kleinen Feldern versinnbildlichen Lustspiel, Schauspiel, Trauerspiel und Oper, gemalt von Max Koch in Berlin.“
A.P., "Korrespondenz, Halle a/S., 10. Oktober 1886", in: Kunstchronik, 22. Jg., Heft 2 vom 21. Oktober 1886, S. 21-24. Zitat S. 23.

Vorhang im neuen Stadttheater zu Halle an der Saale

   „Für das von dem Berliner Architekten H. Seeling erbaute neue Stadt-Theater in Halle a. S. hat der Maler Max einen Vorhang gemalt, der gegenwärtig im Lichthofe des Kunstgewerbe-Museums in Berlin ausgestellt ist. Die Darstellung zeigt Oberon und Titania auf ihrem von vier fliegenden Schwänen gezogenen lustigen Wagen über einem mit Schilf und Wasserrosen eingesäumten Weiher; unter dem schattigen Laubdach eines hochaufragenden Baumes schmiegt sich ein Liebespaar aneinander; um dasselbe herum gruppiren sich geflügelte Elfen und Genien, während hoch in den Lüften Elfen sich zum Reigen schlingen. Die phantastisch gestaltete und gut gegliederte Composition wird von einem aus Blattformen, Früchten und Aehren zusammengesetzten Ornamentrahmen eingefaßt; an den beiden Seiten sind Bühnenembleme, wie Gesichtsmasken und musikalische Instrumente vereinigt und am unteren Ende schließt der Vorhang mit einer breiten Ornament-Composition ab, in welcher zwischen Arabesken und Lorbeerzweigen Genien, phantastische Thierfiguren und Nixen auftauchen. Der als Lichtmotiv von dem Künstler gewählte Dämmerschein und die leichten Nebel in den Lüften bedingten die Zurückdrängung kräftiger Localfarben; die farbige Erscheinung des Gemäldes übt aber, wie das „Berl. Tgbl." mittheilt, eine höchst harmonische Wirkung aus und schließt viel poetische Stimmung ein.“
Anonym, "Theater und Musik", in: Hamburger Nachrichten, Nr. 219, 15. September 1886, Morgen-Ausgabe, 2. Beilage, o.p.

   „Zu der heiteren Pracht, in der Wände und Decke erstrahlen, bildet die ruhige Haltung des von Max Koch gobelinartig gemalten Vorhangs, in dessen tiefer Tönung ein mildes Grün vorwaltet, einen stimmungsvollen Gegensatz; das meisterlich gelungene Werk zeigt in dem von breiten, schön erfundenen Friesen umrahmten Mittelbilde ein Seegestade in Abendbeleuchtung und an demselben Oberon und Titania in einem von Schwänen gezogenen Wagen, umgaukelt von dem Elfenreigen, der sich über den See hin in der Dämmerung verliert.“
F., "Das neue Stadttheater in Halle a. S.", in: Deutsche Bauzeitung, 20. Jg., Heft 93, vom 20. November 1886, S. 553ff., Fortsetzung in Heft 96 ab S. 573, Schluss in Heft 97 ab S. 577, Zitat auf S. 574

„Im Kunstgewerbemuseum zu Berlin ist gegenwärtig der von dem Lehrer der Unterrichtsanstalt des Museums, Maler Max Koch, für das neue Stadttheater in Halle a. S. gemalte Vorhang auf einige Tage zur Ausstellung gelangt. In breiter, auf lichtblauem Fond grau in grau ausgeführter ornamentaler Umrahmung zeigt der Vorhang als farbiges, in lichter Tonstimmung gehaltenes Mittelbild die Darstellung eines Elfenreigens, der sich vom umbuschten Ufer eines stillen Wassers in die Luft emporschwingt.“
O.M., "Im Kunstgewerbemuseum zu Berlin", in: Kunstchronik, 21. Jg., Heft 44 vom 23. September 1886, S. 738.

„Einen würdigen Abschluß des Auditoriums gegen die Bühne hin bildet der Hauptvorhang. Er zeigt in seinem Mittelfelde ein Seegestade in Abendstimmung: Oberon und Titania schweben auf einem von Schwänen gezogenen Wagen durch die Dämmerung, einem Reigen der Elfen nach, welcher sich oben im Dunst verliert. Der zarte Ton dieses poesievollen Bildes, in reicher Umrahmung von Blau und Gold ebenfalls von Max Koch in Berlin gemalt, ist bei elektrischem Licht von überaus glücklicher Wirkung.“
A.P., "Korrespondenz, Halle a/S., 10. Oktober 1886", in: Kunstchronik, 22. Jg., Heft 2 vom 21. Oktober 1886, S. 21-24. Zitat S. 24.

Kronleuchter im neuen Stadttheater zu Halle an der Saale


Zeichnung vom Kronleuchter im neuen Stadttheater zu Halle an der Saale, Maße, Technik und Verbleib unbekannt. Abgebildet in: Deutsche Bauzeitung, 21. Jg., Heft 17 vom 26. Februar 1887, Beilage nach S. 97 mit der Bildunterschrift "Krone für elektrisches Licht im Zuschauerraum des neuen Stadttheaters zu Halle a.S. / Entworfen von H. Seeling in Berlin, ausgeführt von L. A. Riedinger in Augsburg unter künstlerischer Leitung von O. Dedreux / Nach einer Zeichnung von Max Koch in Berlin / Druck der Hofdruckerei von Max Pasch". Auf S. 97 wird mitgeteilt, dass Max Koch diese Zeichnung "eigens für unser Blatt" gezeichnet habe.
Die originale Zeichnung wurde 1888 in der Ausstellung der Königlichen Akademie der bildenen Künste in Berlin von Heinrich Seeling präsentiert, zusammen mit dessen Fotografien von Dekorationen im Zuschauerraum des Stadttheaters in Halle an der Saale. (Hinweis in Deutsche Bauzeitung, 22. Jg., Heft 79 vom 3. Oktober 1888, S. 478.)
Im Architekturmuseum der TU Berlin wird ein Konvolut von Entwurfszeichnungen und Fotografien von Heinrich Seeling aufbewahrt. Darunter auch die folgende Fotografie des Kronleuchters:
Foto: Architekturmuseum der TU Berlin, Inventarnummer: F 5183