Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
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Samstag, 11. November 2017
Friedrich Wilhelm I. besichtigt Rekruten der Riesengarde
Friedrich Wilhelm I. besichtigt Rekruten der Riesengarde. Der Verbleib des Originals und weitere Daten sind unbekannt.
Hier die Wiedergabe eines Vierfarbendrucks in: Potsdamer Jahresschau, Havelland-Kalender 1929, Verlag der Potsdamer Tageszeitung. Das Kunstblatt ist ohne Paginierung zwischen S. 16 und S. 17 eingebunden (Exemplar der Berliner Stadtbibliothek, Berlin-Studien). Auf S. 4 der redaktionelle Hinweis: "Die beiden Vierfarbdrucke dieses Jahrgangs sind in der Buchdruckerei von A. W. Hayn´s Erben in Potsdam nach Originalen von Professor Max Koch und Hans Klohß hergestellt worden. Die Originale beider Bilder sind Ölgemälde."
Montag, 19. Juni 2017
Rathaus Lübeck Bürgerschaftssaal Gemälde Ostwand: Erhebung Lübecks zur freien Reichsstadt
Die ersten sechs Nischen in der linken Hälfte des Saales (Fotomontage anklicken zum Vergrößern)
Die zweiten sechs Nischen in der rechten Hälfte des Saales (Fotomontage anklicken zum Vergrößern)
Das Wandgemälde an der Ostwand wurde zusammen mit dem an der Westwand 1894 fertiggestellt. Beide Gemälde befinden sich sehr weit oben unterhalb des Decke und können nur schräg von unten oder aus den Bogenöffnungen im Obergeschoss an den Schmalseiten des Saales schräg von der Seite aus gesehen werden. Eine fotografische Dokumentation der historischen Gemälde hat es deshalb wohl nie gegeben. Zumindest ist mir keine bekannt. Diese hier könnte daher die erste überhaupt sein. Grundlage dieser Montage waren Einzelfotografien vom Restaurator Matthias Bresien, die er nach der Restaurierung der Wandgemälde 2015 von einem Gerüst aus gemacht hat.
Die zweiten sechs Nischen in der rechten Hälfte des Saales (Fotomontage anklicken zum Vergrößern)
Das Wandgemälde an der Ostwand wurde zusammen mit dem an der Westwand 1894 fertiggestellt. Beide Gemälde befinden sich sehr weit oben unterhalb des Decke und können nur schräg von unten oder aus den Bogenöffnungen im Obergeschoss an den Schmalseiten des Saales schräg von der Seite aus gesehen werden. Eine fotografische Dokumentation der historischen Gemälde hat es deshalb wohl nie gegeben. Zumindest ist mir keine bekannt. Diese hier könnte daher die erste überhaupt sein. Grundlage dieser Montage waren Einzelfotografien vom Restaurator Matthias Bresien, die er nach der Restaurierung der Wandgemälde 2015 von einem Gerüst aus gemacht hat.
Sonntag, 19. März 2017
Friedrich der Große bei dem Austrocknen von Sümpfen
Ganzseitiger Holzstich in: Daheim. Ein deutsches Familienblatt mit Illustrationen, 31. Jg., Nr. 31,
4. Mai 1895, S. 489. Bildunterschrift: "Friedrich der Große bei dem Austrocknen von Sümpfen. Nach dem Gemälde von C. Koch für das Teltower Ständehaus zu Berlin." Hierzu auf S. 499 der kurze anonyme Artikel "Zu unseren Bildern.": "Ein Stück innerer Kolonisation führt uns C. Koch in seinem Gemälde vor: „Friedrich der Große bei dem Austrocknen von Sümpfen.“ Der große König hatte bereits in den Pausen zwischen seinen Feldzügen den Meliorationsarbeiten im Oder- und Warthebruch, die übrigens schon sein Vater begonnen, seine Aufmerksamkeit zugewendet; nach dem siebenjährigen Kriege verdoppelte sich diese Thätigkeit. Aber nicht nur an der Oder und Warthe, auch in der Mark wurden große Strecken urbar gemacht – die Havelgegend, die Niederungen des Rhin etc. boten ja dazu reiche Gelegenheit. Das Kochsche Gemälde befindet sich in dem Ständehaus des Kreises Teltow, das, mit vielleicht sogar zu großem Luxus, in der Viktoriastraße in Berlin errichtet worden ist."
4. Mai 1895, S. 489. Bildunterschrift: "Friedrich der Große bei dem Austrocknen von Sümpfen. Nach dem Gemälde von C. Koch für das Teltower Ständehaus zu Berlin." Hierzu auf S. 499 der kurze anonyme Artikel "Zu unseren Bildern.": "Ein Stück innerer Kolonisation führt uns C. Koch in seinem Gemälde vor: „Friedrich der Große bei dem Austrocknen von Sümpfen.“ Der große König hatte bereits in den Pausen zwischen seinen Feldzügen den Meliorationsarbeiten im Oder- und Warthebruch, die übrigens schon sein Vater begonnen, seine Aufmerksamkeit zugewendet; nach dem siebenjährigen Kriege verdoppelte sich diese Thätigkeit. Aber nicht nur an der Oder und Warthe, auch in der Mark wurden große Strecken urbar gemacht – die Havelgegend, die Niederungen des Rhin etc. boten ja dazu reiche Gelegenheit. Das Kochsche Gemälde befindet sich in dem Ständehaus des Kreises Teltow, das, mit vielleicht sogar zu großem Luxus, in der Viktoriastraße in Berlin errichtet worden ist."
Mittwoch, 1. Februar 2017
Friedrich der Große besichtigt die Meliorationsarbeiten an der Nuthe bei Potsdam
Friedrich der Große besichtigt die Meliorationsarbeiten an der Nuthe bei Potsdam, Wandgemälde im Sitzungssaal im Teltower Kreishaus in Berlin. Der Verbleib des Originals ist unbekannt.
Abbildung aus: Franz Kugler, Bruno Schrader, Friedrich der Große und seine Zeit in Bild und Wort, Reprint-Verlag, 2004, S. 171. Nach der Originalausgabe von circa 1900. Die Abbildung hier wohl nach einem Holzstich. Die Bildunterschrift lautet: "Urbarmachung sumpfigen Landes. Nach dem Gemälde von C. Koch für das Teltower Ständehaus zu Berlin.“ Auch an anderen Stelle wird Carl Koch, der Vater von Max Koch, als Maler des Bildes genannt. Das scheint mir aber eine Fehlinformation zu sein.
Abbildung aus: Franz Kugler, Bruno Schrader, Friedrich der Große und seine Zeit in Bild und Wort, Reprint-Verlag, 2004, S. 171. Nach der Originalausgabe von circa 1900. Die Abbildung hier wohl nach einem Holzstich. Die Bildunterschrift lautet: "Urbarmachung sumpfigen Landes. Nach dem Gemälde von C. Koch für das Teltower Ständehaus zu Berlin.“ Auch an anderen Stelle wird Carl Koch, der Vater von Max Koch, als Maler des Bildes genannt. Das scheint mir aber eine Fehlinformation zu sein.
Samstag, 15. August 2015
Postkarte - Wandgemälde im Treppenhaus im Rathaus zu Lübeck
Postkarte, Hugo Meyer Kunstverlag Lübeck (177), um 1900, Buchdruck und Abbildung in Lichtdruck. Bezeichnet oben: "Treppengemälde im Rathaus zu Lübeck von Prof. Max Koch - Berlin." und unten: "Die Einsetzung des ersten Lübeckischen Rates durch Herzog Heinrich den Löwen 1163." Privatsammlung Berlin
Die noch erhaltenen drei Wandgemälde im Treppenhaus des Rathauses zu Lübeck lassen sich zusammen nicht so fotografieren, wie es die Postkarte zeigt. Deshalb wurden hier drei einzelne Fotos zu einer Gesamtansicht montiert.
Die noch erhaltenen drei Wandgemälde im Treppenhaus des Rathauses zu Lübeck lassen sich zusammen nicht so fotografieren, wie es die Postkarte zeigt. Deshalb wurden hier drei einzelne Fotos zu einer Gesamtansicht montiert.
Samstag, 8. August 2015
Die Schlacht bei Hemmingstedt Entwurfszeichnung
Entwurfzeichnung zum Wandgemälde "Die Schlacht bei Hemmingstedt", 1909, Bleistift- und Federzeichnug, Wasser- und Deckfarben auf gelbgrünem Papier, 32,7 × 87,6 cm, signiert "Max Koch 09". Die Zeichnung gehört seit 1919 zum Bestand der Handzeichnungen-Sammlung der Berliner National-Galerie, sie wird aber seit 1945 vermisst. Verbleib unbekannt.
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zur Schlacht bei Hemmingstedt in Berliner Architekturwelt, 12. Jg., 1910, Heft 7, Abb. 320, S. 271. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der abgebildeten Zeichnung um das vermisste Blatt aus der National-Galerie.
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zur Schlacht bei Hemmingstedt in Berliner Architekturwelt, 12. Jg., 1910, Heft 7, Abb. 320, S. 271. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der abgebildeten Zeichnung um das vermisste Blatt aus der National-Galerie.
Mittwoch, 5. August 2015
Die Schlacht bei Hemmingstedt
Die Schlacht bei Hemmingstedt, 1910, Wandgemälde auf Leinwand für den Sitzungssaal im Kreishaus Meldorf in Süderdithmarschen, 2,76 × 7,07 m. Das Bild hängt seit Frühsommer 2015 im Kreissitzungssaal des Dithmarscher Kreistages in Heide.Von dem Gemälde existiert ein Farbdruck, der wohl für Wikimedia gescannt wurde. Daher diese Farbabbildung.
Zur Geschichte des Bildes teile mir Herr Karsten Schrum, Archivar beim Dithmarscher Landesmuseum, freundlicherweise folgendes mit: "Das Bild von 1910 hing seit 1911 im Sitzungssaal der Süderdithmarscher Kreisverwaltung, in dem bis 1970 auch der Kreistag zusammenkam. 1970 wurden im Rahmen einer schleswig-holsteinischen Kreisreform Norder- und Süderdithmarschen zum Kreis Dithmarschen vereinigt und Heide die neue Kreisstadt. Das Amtsgericht zog nach dem Auszug der Kreisverwaltung ins Gebäude ein, das Koch-Bild blieb zunächst dort. Erst beim Umbau des Amtsgerichts 1978 wechselte das Bild ins Dithmarscher Landesmuseum, eine Einrichtung des Kreises Dithmarschen, über. Das seit 1872 bestehende Museum war in den 1970er Jahren räumlich erweitert worden. Dadurch fand sich ein neuer geeigneter Platz: Das Bild wurde in den "patriotischen Raum" des Museums integriert, der sich mit der Kaiserzeit und den beiden Weltkriegen befaßte (Ehemalige Aula der Meldorfer Gelehrtenschule, heute Kinosaal des Museums). Bei Umbau und Restaurierung des Museums 1989 wurde das Bild von der Wand genommen und eingerollt. Es wurde im Museum noch einmal 2000 anläßlich einer Sonderausstellung der 500-Jahrfeier der Schlacht bei Hemmingstedt gezeigt. Danach wurde es wieder eingerollt, weil es für die Unterbringung an den entsprechenden Ausstellungseinheiten der Dauerausstellung (Schlacht bei Hemmingstedt, Patriotismus/Nationalismus im 20.Jahrhundert) einfach zu groß ist. Das Bild hängt neuerdings, seit Frühsommer 2015, wieder in einem Kreistagssitzungssaal, nämlich dem des Dithmarscher Kreistages in Heide, und zwar auf Initiative des Kreistagsabgeordneten Volker Nielsen (CDU, St.Michaelisdonn). Für den Transport wurde das Bild vermessen: Es ist 7,07m breit und 2,76m hoch."
Ganz deutlich zeigt sich bei diesem extrem querformatigen Gemälde Kochs Erfahrung als Maler von Panoramen. Die lang gezogene Kurve der Bucht ist ein für Max Koch typisches formales Mittel, an dem sich die Bilderzählung entwickelt und mit dem zugleich der tiefe Bildraum erschlossen wird. Großes Kino lange vor Cinemascope!
Im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin befindet sich eine alte zweiteilige Fotografie des Gemäldes (25,3 × 28,2 cm und 25,3 × 26,8 cm) montiert auf Karton (28.5 × 57,0 cm).
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zum Wandgemälde
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung "Vorschlag zur Neugestaltung"
Zur Geschichte des Bildes teile mir Herr Karsten Schrum, Archivar beim Dithmarscher Landesmuseum, freundlicherweise folgendes mit: "Das Bild von 1910 hing seit 1911 im Sitzungssaal der Süderdithmarscher Kreisverwaltung, in dem bis 1970 auch der Kreistag zusammenkam. 1970 wurden im Rahmen einer schleswig-holsteinischen Kreisreform Norder- und Süderdithmarschen zum Kreis Dithmarschen vereinigt und Heide die neue Kreisstadt. Das Amtsgericht zog nach dem Auszug der Kreisverwaltung ins Gebäude ein, das Koch-Bild blieb zunächst dort. Erst beim Umbau des Amtsgerichts 1978 wechselte das Bild ins Dithmarscher Landesmuseum, eine Einrichtung des Kreises Dithmarschen, über. Das seit 1872 bestehende Museum war in den 1970er Jahren räumlich erweitert worden. Dadurch fand sich ein neuer geeigneter Platz: Das Bild wurde in den "patriotischen Raum" des Museums integriert, der sich mit der Kaiserzeit und den beiden Weltkriegen befaßte (Ehemalige Aula der Meldorfer Gelehrtenschule, heute Kinosaal des Museums). Bei Umbau und Restaurierung des Museums 1989 wurde das Bild von der Wand genommen und eingerollt. Es wurde im Museum noch einmal 2000 anläßlich einer Sonderausstellung der 500-Jahrfeier der Schlacht bei Hemmingstedt gezeigt. Danach wurde es wieder eingerollt, weil es für die Unterbringung an den entsprechenden Ausstellungseinheiten der Dauerausstellung (Schlacht bei Hemmingstedt, Patriotismus/Nationalismus im 20.Jahrhundert) einfach zu groß ist. Das Bild hängt neuerdings, seit Frühsommer 2015, wieder in einem Kreistagssitzungssaal, nämlich dem des Dithmarscher Kreistages in Heide, und zwar auf Initiative des Kreistagsabgeordneten Volker Nielsen (CDU, St.Michaelisdonn). Für den Transport wurde das Bild vermessen: Es ist 7,07m breit und 2,76m hoch."
Ganz deutlich zeigt sich bei diesem extrem querformatigen Gemälde Kochs Erfahrung als Maler von Panoramen. Die lang gezogene Kurve der Bucht ist ein für Max Koch typisches formales Mittel, an dem sich die Bilderzählung entwickelt und mit dem zugleich der tiefe Bildraum erschlossen wird. Großes Kino lange vor Cinemascope!
Im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin befindet sich eine alte zweiteilige Fotografie des Gemäldes (25,3 × 28,2 cm und 25,3 × 26,8 cm) montiert auf Karton (28.5 × 57,0 cm).
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zum Wandgemälde
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