Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
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Sonntag, 15. Juni 2025
Urväterhort. Das Künstlerbuch als Digitalisat online bei der Technischen Universität Braunschweig
Als ein Beispiel für die künstlerische Gestaltung der Seiten durch Max Koch die Illustration zu Hagen, der den Schatz der Nibelungen in den Rhein versenkt. Max Koch kombiniert ein Hochformat mit einem Querformat, um die unterchiedlichen Spähren und ihre Verbindung zu veranschaulichen. Hoch oben die Burg von der Hagen kommt, um die goldenen Schmuckstücke in den Rhein zu gießen. Unter der Wasseroberfläche tummeln sich die Rheintöchter über einem Fries von Fischen. HIER der Link zum Digitalisat.
Montag, 8. Mai 2017
Vom Büchertisch - Urväterhort
Titelseite von Urväterhort mit einer Vignette von Max Koch. Hierzu die folgende Rezension:
Vom Büchertisch.
Urväterhort, die Heldensagen der Germanen. Berlin, Martin Oldenbourg. Unter dem Titel „Walhall, die Götterwelt der Germanen“ von Professor E. Döpler d. J. [Emil Doepler] und Dr. W. Ranisch [Wilhelm Ranisch] wurde von der Verlagsbuchhandlung Martin Oldenbourg, Berlin ein nationales Prachtwerk ins Leben gerufen, das die Kenntnis germanischen Götterlebens, das uns bisher im Vergleich zu den griechischen und römischen Göttersagen fremd geblieben war, dem deutschen Volke in Bild und Wort vermitteln sollte. Der große, anhaltende Erfolg, den „Walhall“ gefunden hat, beweist am besten, daß ein lebhaftes Bedürfnis bei uns vorhanden ist, die Göttersagen unserer Altvordern, und damit einen Hauptteil ihres Denkens und Fühlens, in würdiger, künstlerischer Darstellung kennen zu lernen. „Walhall, die Götterwelt der Germanen“ erschöpfte aber die reiche Gedankenwelt unserer Vorfahren nicht. Neben den Göttern haben die alten Deutschen und ihre germanischen Stammverwandten seit Urzeiten auch irdische Helden besungen; in Liedern ähnlicher Art, wie sie Wodan und Donar feierten, erzählte man von den Taten und Leiden sterblicher Männer und Frauen. Gleichwertig neben der germanischen Götterwelt steht die deutsche Heldendichtung: Sie soll den Inhalt eines neuen Werkes bilden das soeben im Format und Ausstattung wie „Walhall“ im Verlag von Martin Oldenbourg, Berlin erschienen ist. Urväterhort, die Heldensagen der Germanen heißt sein Titel: Unseren Urvätern haben diese Sagen ihr Kriegerleben verklärt, den Nachkommen sind sie das Vermächtnis, woraus ihnen die Stimme der Vorzeit vernehmlich erklingt. Das Werk umspannt den ganzen Umkreis des germanischen Gebietes, den Süden wie den Norden, neben den altvertrauten Sagen von Siegfried, von Gudrun, von Hildebrand, stellt es die weniger bekannten, darunter die der Dänen, und bietet damit eine nahezu vollständige Sammlung unserer Heldenpoesie, soweit sie in der heroischen, heidnischen Vorzeit wurzelt. „Urväterhort“ will nicht den oft gemachten Versuch wiederholen, das Nibelungenlied, u. a. in seiner ganzen Breite in einer halb dichterischen Prosa aufzulösen; er will vielmehr den alten Sageninhalt dieser und all der anderen Dichtungen in reinen Linien, in gedrungener Sprache nacherzählen und so die künstlerische Größe dieses Sagen, ihren männlichen, dramatischen Gang, zur Geltung bringen. Aber dieser Aufgabe würde der Schriftsteller allein nicht gewachsen sein, wie in „Walhall“ hat sich ihm der Künstler gesellt, um die alten Recken für uns zu neuem Leben erstehen zu lassen; durch die Kunst des Malers vor allem will auch „Urväterhort“ zu dem Beschauer reden. Professor Max Koch, dessen letzte, vielbewunderte Schöpfungen das neue Preußische Herren- und Abgeordnetenhaus schmücken, hat in 50 Originalgemälden die alten Heldenmären zu farbigen Leben auferweckt. Die Koch´schen farbenprächtigen Schöpfungen sind echt künstliche Darstellungen, stimmungsvoll und sprühend von dramatischem Leben. Das wechselnde Kostüm der Bilder schmiegt sich getreu den überliefernden Denkmälern an und ist Gegenstand besonderen Studiums des Künstlers gewesen. Beim Durchwanden dieser Bilderreihe wird der Deutsche einen frischen Hauch aus der Heldenjungend seines Volkes verspüren und jeder deutsche Vater wird daher „Urväterhort“ gern benutzen, um der heranreifenden Jugend ein begeisterndes und erhebendes Abbild von den kriegerischen Idealen des Germanenvolkes zu geben. Dem künstlerischen Werte der Koch´schen Gemälde entspricht die hervorragende chromotypographische Reproduktion, die in dieser Vollendung bisher unerreicht ist. Den Text des Werkes verfaßte in mustergültiger Weise Prozessor Dr. A. Heußler [Andreas Heusler], der durch seine Forschungen auf dem Gebiete der germanischen Volkskunde rühmlich bekannt ist und der auch „Walhall“ durch ein gehaltvolles Vorwort einleitete. Die Ausstattung des „Urväterhorts“ schließt sich in jeder Beziehung der seines Schwesterwerkes „Walhall“ würdig an. Die gesamte Illustration des Werkes, Buchschmuck, Titel, Einband, Vorsatzpapier, alles ist das Werk Professor Max Kochs: die Schrift, eine „Germanisch“, ist dieselbe wie bei „Walhall“. Der Preis des Werkes beträgt Mk. 20,— und hat nur in Voraussicht einer außerordentlichen Verbreitung so niedrig gestellt werden können. So wird denn in „Urväterhort“ dem deutschen Volke ein nationales Prachtwerk dargeboten, das, ein würdiges Gegenstück zu „Walhall“, wie dieses, Verständnis und Liebe für deutsche Eigenart und deutsches Volksbewußtsein erwecken und verbreiten soll. Die reiche und künstlerische Ausstattung machen das Buch auch in seiner äußeren Gestalt zu einem allseitig willkommenen und dabei eigenartigen Geschenk.
Anonym, „Vom Büchertisch“, in: Bozner Zeitung (Südtiroler Tagblatt), 64. Jg., Nr. 283, 12. Dezember 1904, o.P.
Vom Büchertisch.
Urväterhort, die Heldensagen der Germanen. Berlin, Martin Oldenbourg. Unter dem Titel „Walhall, die Götterwelt der Germanen“ von Professor E. Döpler d. J. [Emil Doepler] und Dr. W. Ranisch [Wilhelm Ranisch] wurde von der Verlagsbuchhandlung Martin Oldenbourg, Berlin ein nationales Prachtwerk ins Leben gerufen, das die Kenntnis germanischen Götterlebens, das uns bisher im Vergleich zu den griechischen und römischen Göttersagen fremd geblieben war, dem deutschen Volke in Bild und Wort vermitteln sollte. Der große, anhaltende Erfolg, den „Walhall“ gefunden hat, beweist am besten, daß ein lebhaftes Bedürfnis bei uns vorhanden ist, die Göttersagen unserer Altvordern, und damit einen Hauptteil ihres Denkens und Fühlens, in würdiger, künstlerischer Darstellung kennen zu lernen. „Walhall, die Götterwelt der Germanen“ erschöpfte aber die reiche Gedankenwelt unserer Vorfahren nicht. Neben den Göttern haben die alten Deutschen und ihre germanischen Stammverwandten seit Urzeiten auch irdische Helden besungen; in Liedern ähnlicher Art, wie sie Wodan und Donar feierten, erzählte man von den Taten und Leiden sterblicher Männer und Frauen. Gleichwertig neben der germanischen Götterwelt steht die deutsche Heldendichtung: Sie soll den Inhalt eines neuen Werkes bilden das soeben im Format und Ausstattung wie „Walhall“ im Verlag von Martin Oldenbourg, Berlin erschienen ist. Urväterhort, die Heldensagen der Germanen heißt sein Titel: Unseren Urvätern haben diese Sagen ihr Kriegerleben verklärt, den Nachkommen sind sie das Vermächtnis, woraus ihnen die Stimme der Vorzeit vernehmlich erklingt. Das Werk umspannt den ganzen Umkreis des germanischen Gebietes, den Süden wie den Norden, neben den altvertrauten Sagen von Siegfried, von Gudrun, von Hildebrand, stellt es die weniger bekannten, darunter die der Dänen, und bietet damit eine nahezu vollständige Sammlung unserer Heldenpoesie, soweit sie in der heroischen, heidnischen Vorzeit wurzelt. „Urväterhort“ will nicht den oft gemachten Versuch wiederholen, das Nibelungenlied, u. a. in seiner ganzen Breite in einer halb dichterischen Prosa aufzulösen; er will vielmehr den alten Sageninhalt dieser und all der anderen Dichtungen in reinen Linien, in gedrungener Sprache nacherzählen und so die künstlerische Größe dieses Sagen, ihren männlichen, dramatischen Gang, zur Geltung bringen. Aber dieser Aufgabe würde der Schriftsteller allein nicht gewachsen sein, wie in „Walhall“ hat sich ihm der Künstler gesellt, um die alten Recken für uns zu neuem Leben erstehen zu lassen; durch die Kunst des Malers vor allem will auch „Urväterhort“ zu dem Beschauer reden. Professor Max Koch, dessen letzte, vielbewunderte Schöpfungen das neue Preußische Herren- und Abgeordnetenhaus schmücken, hat in 50 Originalgemälden die alten Heldenmären zu farbigen Leben auferweckt. Die Koch´schen farbenprächtigen Schöpfungen sind echt künstliche Darstellungen, stimmungsvoll und sprühend von dramatischem Leben. Das wechselnde Kostüm der Bilder schmiegt sich getreu den überliefernden Denkmälern an und ist Gegenstand besonderen Studiums des Künstlers gewesen. Beim Durchwanden dieser Bilderreihe wird der Deutsche einen frischen Hauch aus der Heldenjungend seines Volkes verspüren und jeder deutsche Vater wird daher „Urväterhort“ gern benutzen, um der heranreifenden Jugend ein begeisterndes und erhebendes Abbild von den kriegerischen Idealen des Germanenvolkes zu geben. Dem künstlerischen Werte der Koch´schen Gemälde entspricht die hervorragende chromotypographische Reproduktion, die in dieser Vollendung bisher unerreicht ist. Den Text des Werkes verfaßte in mustergültiger Weise Prozessor Dr. A. Heußler [Andreas Heusler], der durch seine Forschungen auf dem Gebiete der germanischen Volkskunde rühmlich bekannt ist und der auch „Walhall“ durch ein gehaltvolles Vorwort einleitete. Die Ausstattung des „Urväterhorts“ schließt sich in jeder Beziehung der seines Schwesterwerkes „Walhall“ würdig an. Die gesamte Illustration des Werkes, Buchschmuck, Titel, Einband, Vorsatzpapier, alles ist das Werk Professor Max Kochs: die Schrift, eine „Germanisch“, ist dieselbe wie bei „Walhall“. Der Preis des Werkes beträgt Mk. 20,— und hat nur in Voraussicht einer außerordentlichen Verbreitung so niedrig gestellt werden können. So wird denn in „Urväterhort“ dem deutschen Volke ein nationales Prachtwerk dargeboten, das, ein würdiges Gegenstück zu „Walhall“, wie dieses, Verständnis und Liebe für deutsche Eigenart und deutsches Volksbewußtsein erwecken und verbreiten soll. Die reiche und künstlerische Ausstattung machen das Buch auch in seiner äußeren Gestalt zu einem allseitig willkommenen und dabei eigenartigen Geschenk.
Anonym, „Vom Büchertisch“, in: Bozner Zeitung (Südtiroler Tagblatt), 64. Jg., Nr. 283, 12. Dezember 1904, o.P.
Dienstag, 2. Mai 2017
Schulwandbild Donar-Thor
Schulwandbild Donar-Thor, Bild 4 aus der Serie "Bilder zur germanischen Götter- und Heldensage",
Verlag F. E. Wachsmuth, Leipzig. Ein Original des Schulwandbildes
befindet sich im Saarländischen Schulmuseum, Inventarnummer: 2008SSM67.4
Der Verbleib des originalen Gemäldes ist unbekannt.
Das Bild geht zurück auf eine Zeichnung für die Illustrationen zu Walhalla von 1906, die dort im Rasterdruck zwischen S. 98 und 99 als Vollbild eingeschossen ist. Auf S. 98 dazu der Text: "Thor reitet nicht hoch zu Roß, wie sein erhabener Vater Odin, er geht zu Fuß oder fährt in einem Wagen wie sein Freund, der Bauer. Nicht einmal Pferde spannt er an die Deichsel, sondern zwei Böcke (Widder), die Zähneknirscher und Zähneknisterer heißen."
Der Verbleib des originalen Gemäldes ist unbekannt.
Das Bild geht zurück auf eine Zeichnung für die Illustrationen zu Walhalla von 1906, die dort im Rasterdruck zwischen S. 98 und 99 als Vollbild eingeschossen ist. Auf S. 98 dazu der Text: "Thor reitet nicht hoch zu Roß, wie sein erhabener Vater Odin, er geht zu Fuß oder fährt in einem Wagen wie sein Freund, der Bauer. Nicht einmal Pferde spannt er an die Deichsel, sondern zwei Böcke (Widder), die Zähneknirscher und Zähneknisterer heißen."
Schulwandbild Wodan-Odin
Schulwandbild Wodan-Odin, Bild 5 aus der Serie "Bilder zur germanischen Götter- und Heldensage", Verlag F. E. Wachsmuth, Leipzig. Ein Original des Schulwandbildes befindet sich im Saarländischen Schulmuseum, Inventarnummer: 2008SSM67.5
Der Verbleib des originalen Gemäldes ist unbekannt.
Das Bild geht zurück auf eine Zeichnung für die Illustrationen zu Walhalla von 1906, die dort im Rasterdruck zwischen S. 228 und 229 als Vollbild eingeschossen ist. Dargestellt ist dem Text zufolge der Ritt Odins in die Unterwelt zur Wahrsagerin Wala. Er reitet auf seinem Hengst Sleipnir und wird dabei von Höllenhunden angegriffen.
Der Verbleib des originalen Gemäldes ist unbekannt.
Das Bild geht zurück auf eine Zeichnung für die Illustrationen zu Walhalla von 1906, die dort im Rasterdruck zwischen S. 228 und 229 als Vollbild eingeschossen ist. Dargestellt ist dem Text zufolge der Ritt Odins in die Unterwelt zur Wahrsagerin Wala. Er reitet auf seinem Hengst Sleipnir und wird dabei von Höllenhunden angegriffen.
Samstag, 23. Juli 2016
Titelzeichnung "Neue Malereien, Erste Folge", 1890, herausgegeben von Ernst Wasmuth
Titelzeichnung Neue Malereien, 1890, Zinkdruck von "Photozink Wasmuth", Motiv 43,3 × 28,5 cm, Blatt 46,7 × 30,0 cm, links unten im Druck signiert "Max Koch 90."
Die Neuen Malereien, Erste Folge, Sammlung praktischer Vorbilder für die Werkstatt und Schule, ausgeführt von hervorragenden Meistern unserer Tage, herausgegeben von Ernst Wasmuth, erschienen ab 1898. Es handelte sich um 80 lose Tafeln, die in 10 Lieferungen von je acht Tafeln ausgeliefert werden sollten, ergänzt um ein Vorwort von Ernst Wasmuth (April 1898), ein Inhaltsverzeichnis und das Titelblatt.
Sieben der 80 Tafeln zeigen Arbeiten von Max Koch.
Tafel 9: St. Michael als Beschützer der deutschen Arbeit. Erster Entwurf eines dekorativen Bildes für die deutsche Kunstgewerbe-Abtheilung der Weltausstellung in Paris 1900.
Tafel 35: "St. Georg", gemalte Füllung im Bogenfeld über der Bühne im Festsaale des Künstlerhauses Bellevuestrasse 3 zu Berlin.
Tafel 50: "Baldur der Lichtbringer", Wandgemälde an der Ostseite des Festsaales im Künstlerhause Bellevuestrasse 3 zu Berlin.
Tafel 52-55: Malereien im Rathskeller zu Kiel
Die anderen Tafeln zeigen Arbeiten von Arnold Lyongrün, Gustav und Albert Maennchen, Hanns Anker, Max Julius Bodenstein, Franz Hanel, Gustav Neuhaus, Fritz Ad. Becker, Alfred Schwarz, Hans Koberstein, Paul Gantemann und Marno Kellner, Theodor und Max Kutschmann, Richard Schultz, Eugen Neuhaus und Max Seliger, L. Sobotta, Schmidt & Söhne, Chr. Kreutzfeld und Max Seliger, Karl Lotz, Ottokar Schmieder, Ch. Gaiss, F. W. Mayer und J.C. Spinn & Comp.
Die 2. Folge (Albert Maennchen) und 3. die Folge der "Neuen Malereien" haben andere Titelblätter und Max Koch ist darin nicht vertreten.
Zu der Ersten Folge der "Neuen Malereien" von 1898 hat es offensichtlich eine Vorläuferausgabe mit dem gleichen Titel, aber in dem Format 70 × 50 cm gegeben, die ab 1892 erschienen ist. Auf diese Ausgabe bezieht sich Wasmuth in seinem Vorwort von April 1898. Möglicherweise wurde die Titelzeichnung von Max Koch von 1890 für diese ältere Ausgabe gefertigt und wieder verwendet. Die Abbildung oben wurde von dem zu einem Buch gebundenen Exemplar in der Kunstbibliothek Berlin gemacht. Die Zeichnungen von Max Koch auf den Tafeln darin dürften alle von 1899 sein, fünf davon sind entsprechend datiert.
Die Neuen Malereien, Erste Folge, Sammlung praktischer Vorbilder für die Werkstatt und Schule, ausgeführt von hervorragenden Meistern unserer Tage, herausgegeben von Ernst Wasmuth, erschienen ab 1898. Es handelte sich um 80 lose Tafeln, die in 10 Lieferungen von je acht Tafeln ausgeliefert werden sollten, ergänzt um ein Vorwort von Ernst Wasmuth (April 1898), ein Inhaltsverzeichnis und das Titelblatt.
Sieben der 80 Tafeln zeigen Arbeiten von Max Koch.
Tafel 9: St. Michael als Beschützer der deutschen Arbeit. Erster Entwurf eines dekorativen Bildes für die deutsche Kunstgewerbe-Abtheilung der Weltausstellung in Paris 1900.
Tafel 35: "St. Georg", gemalte Füllung im Bogenfeld über der Bühne im Festsaale des Künstlerhauses Bellevuestrasse 3 zu Berlin.
Tafel 50: "Baldur der Lichtbringer", Wandgemälde an der Ostseite des Festsaales im Künstlerhause Bellevuestrasse 3 zu Berlin.
Tafel 52-55: Malereien im Rathskeller zu Kiel
Die anderen Tafeln zeigen Arbeiten von Arnold Lyongrün, Gustav und Albert Maennchen, Hanns Anker, Max Julius Bodenstein, Franz Hanel, Gustav Neuhaus, Fritz Ad. Becker, Alfred Schwarz, Hans Koberstein, Paul Gantemann und Marno Kellner, Theodor und Max Kutschmann, Richard Schultz, Eugen Neuhaus und Max Seliger, L. Sobotta, Schmidt & Söhne, Chr. Kreutzfeld und Max Seliger, Karl Lotz, Ottokar Schmieder, Ch. Gaiss, F. W. Mayer und J.C. Spinn & Comp.
Die 2. Folge (Albert Maennchen) und 3. die Folge der "Neuen Malereien" haben andere Titelblätter und Max Koch ist darin nicht vertreten.
Zu der Ersten Folge der "Neuen Malereien" von 1898 hat es offensichtlich eine Vorläuferausgabe mit dem gleichen Titel, aber in dem Format 70 × 50 cm gegeben, die ab 1892 erschienen ist. Auf diese Ausgabe bezieht sich Wasmuth in seinem Vorwort von April 1898. Möglicherweise wurde die Titelzeichnung von Max Koch von 1890 für diese ältere Ausgabe gefertigt und wieder verwendet. Die Abbildung oben wurde von dem zu einem Buch gebundenen Exemplar in der Kunstbibliothek Berlin gemacht. Die Zeichnungen von Max Koch auf den Tafeln darin dürften alle von 1899 sein, fünf davon sind entsprechend datiert.
Mittwoch, 13. Juli 2016
Aus Studien-Mappen deutscher Meister
"Was gibt es Schön´res auf der Welt / Als wie ein Maler sein." Einbandzeichnung für die von Julius Lohmeyer im Verlag von C. T. Wiskott in Breslau herausgegebene Reihe Aus Studien-Mappen deutscher Meister. Abgebildet ist der Einband der ersten, 1888 erschienenen Ausgabe mit Lichtdrucken nach Arbeiten von Adolf Menzel (Exemplar der UdK Berlin). In den Folgejahren erschienen weitere Ausgaben zu Franz Defregger, Ferdinand Geselsch, Ludwig Knaus, Ludwig Passini und Werner Schuch. Die Einbandzeichnung blieb die gleiche, nur die Fotografie im Medaillon und der Name des Künstlers rechts unten wurde geändert. Format 44,0 × 34,5 cm.
Links unten ist die Zeichnung signiert und datiert: "Max Koch 88". Der Verbleib der originalen Zeichnung ist unbekannt.
Mittwoch, 23. März 2016
Urväterhort. Die Heldensagen der Germanen. Bucheinband
Urväterhort. Die Heldensagen der Germanen. Max Koch und Andreas Heusler, Verlag Martin Oldenbourg Berlin, o. J. (1904), 64 Seiten, Folioformat 36 × 27 cm. Mit 59, zum Teil ganzseitigen, farbigen Illustrationen und weiteren schwarz-weiß-Zeichnungen von Max Koch. Druck bei W. Büxenstein, Berlin (von Max Koch gezeichnete Vignette auf S. 2), Einband und Bindung durch die Berliner Buchbinderei Wübben & Co. GmbH (Prägung im hinteren Einbanddeckel).
Nicht nur der Einband, das ganze Buch, bis auf den von Andreas Heusler verfassten Text, wurde von Max Koch konzipiert und gestaltet. Ungewöhnlich sind vor allem die irregulären Formate der Illustrationen, die mit dem jeweiligen Textinhalt auf der Seite korrelieren. Selbst die Schrift auf dem Einband scheint ein Entwurf von Max Koch zu sein, denn es ist die gleiche wie bei dem Schriftzug "Deutschland" über seinem Mosaik, das in der Weltausstellung in Paris 1900 gezeigt wurde. Insgesamt also ein bemerkenswertes Künstlerbuch des Jugendstils.
Freitag, 31. Juli 2015
Gustav Schalk und Max Koch - Walhalla
Walhalla. Germanische Götter- und Heldensage für Schule und Haus. Von Gustav Schalk. Mit zahlreichen Textillustrationen und 24 Vollbildern von Professer Max Koch. Berlin SW. Verlag von Neufeld & Henius, ohne Jahr (1906). Einband der ersten Ausgabe mit der Gestaltung von Max Koch.
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