Tanzsaal im Hotel Disch in Köln. Abbildungen aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 2, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 105 und 106. In den Bildunterschriften die Angaben: "Kayser & von Groszheim Arch. Otto Lessing Bildhauer Max Koch und E. Lange Maler ausgef."
Nach einem Eigentümerwechsel wurde das Hotel ab 1890 durch Kayser & von Groszheim umgebaut. Die Dekorationen von Max Koch dürften daher aus diesem Jahr stammen.
Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
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Samstag, 3. Februar 2018
Donnerstag, 1. Februar 2018
Wohnhaus Ernst Mendelssohn-Bartholdy Jägerstraße 53
„– Tafel 75. – Wohnhaus Mendelssohn in Berlin, Jägerstr. 53.
Das Gebäude ist als vornehmes Wohnhaus mit reich ausgestatteten Festräumen in den Jahren 1882–85 durch die Architekten Schmieden, von Weltzien und Speer errichtet worden. Seine Kunstformen nähern sich, bei eigenartiger Durchbildung, denen der heutigen französischen Renaissance. Die Fassade ist in Nesselberger Sandstein hergestellt. Im Innern sind bei den Täfelungen, Thüren und Möbeln mehrfach kostbare Hölzer verwandt worden. Zu bemerken ist, dass die Abendbeleuchtung der Halle durch Lichtkörper bewirkt wird, welche sich oberhalb der inneren Glasdecke befinden. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch eine Warmwasseranlage. Bei der künstlerischen Ausstattung waren bethätigt: Bildhauer O. Lessing und die Maler J. Schaller und Max Koch. Als an der Ausführung Beteiligte sind zu nennen: Maurermeister Ramelow, Zimmermeister Scharnweber, Tischlermeister Olm, E. Koch, Max Schulz, Schlossermeister P. Marcus und A. Z. Benecke, Bildhauer Zeyer und Drechsler und Chr. Lehr. Die gesammten Baukosten, einschließlich der Möbel, betrugen 681000 M., also bei rd. 764 qm bebauter Grundfläche, 891 M. für das Quadratmeter.“
In: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 2. Jg., Nr. 8, 1. August 1889, S. 33f. und Tafel 75.
Das Gebäude ist als vornehmes Wohnhaus mit reich ausgestatteten Festräumen in den Jahren 1882–85 durch die Architekten Schmieden, von Weltzien und Speer errichtet worden. Seine Kunstformen nähern sich, bei eigenartiger Durchbildung, denen der heutigen französischen Renaissance. Die Fassade ist in Nesselberger Sandstein hergestellt. Im Innern sind bei den Täfelungen, Thüren und Möbeln mehrfach kostbare Hölzer verwandt worden. Zu bemerken ist, dass die Abendbeleuchtung der Halle durch Lichtkörper bewirkt wird, welche sich oberhalb der inneren Glasdecke befinden. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch eine Warmwasseranlage. Bei der künstlerischen Ausstattung waren bethätigt: Bildhauer O. Lessing und die Maler J. Schaller und Max Koch. Als an der Ausführung Beteiligte sind zu nennen: Maurermeister Ramelow, Zimmermeister Scharnweber, Tischlermeister Olm, E. Koch, Max Schulz, Schlossermeister P. Marcus und A. Z. Benecke, Bildhauer Zeyer und Drechsler und Chr. Lehr. Die gesammten Baukosten, einschließlich der Möbel, betrugen 681000 M., also bei rd. 764 qm bebauter Grundfläche, 891 M. für das Quadratmeter.“
In: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 2. Jg., Nr. 8, 1. August 1889, S. 33f. und Tafel 75.
Samstag, 18. Februar 2017
Zum Dortmunder - Leipziger Str. 109
Ansichtskarte "Zum Dortmunder" (Inhaber Th. Kochintke) Leipzigerstr. 109.
„Durch seine Raumwirkung, malerischen Reiz, Kostbarkeit und Virtuosität in der Behandlung der Werkstoffe nimmt auch heute noch das jetzige Local der Dortmunder Union, früher Dreher´sches Bierhaus, in dem von Kayser und v. Groszheim 1886 bis 1887 erbauten Hause Leipziger Strasse 109 einen hohen Rang ein. Der freundliche Eindruck des Inneren mit seinem prächtigen, in den Deckencassetten durch Bronzerosetten gehobenen Holzwerk, mit dem reichen vergoldeten Gitterwerk der seitlichen Eingangsthür wird wirksam belebt durch Malereien von Max Koch.“
Architekten-Verein zu Berlin, u. a. (Hg.), Berlin und seine Bauten, Berlin 1896, Bd. 3 „Privatbauten“, S. 6.
„Dortmunder Unionbräu, mit Malereien u. Modellierungen von O. Lessing, M. Koch u.a.“
K. Baedecker, Berlin und Umgebungen, Handbuch für Reisende, 7. Aufl., Leipzig 1891, S, 20
„Durch seine Raumwirkung, malerischen Reiz, Kostbarkeit und Virtuosität in der Behandlung der Werkstoffe nimmt auch heute noch das jetzige Local der Dortmunder Union, früher Dreher´sches Bierhaus, in dem von Kayser und v. Groszheim 1886 bis 1887 erbauten Hause Leipziger Strasse 109 einen hohen Rang ein. Der freundliche Eindruck des Inneren mit seinem prächtigen, in den Deckencassetten durch Bronzerosetten gehobenen Holzwerk, mit dem reichen vergoldeten Gitterwerk der seitlichen Eingangsthür wird wirksam belebt durch Malereien von Max Koch.“
Architekten-Verein zu Berlin, u. a. (Hg.), Berlin und seine Bauten, Berlin 1896, Bd. 3 „Privatbauten“, S. 6.
„Dortmunder Unionbräu, mit Malereien u. Modellierungen von O. Lessing, M. Koch u.a.“
K. Baedecker, Berlin und Umgebungen, Handbuch für Reisende, 7. Aufl., Leipzig 1891, S, 20
Sonntag, 17. Juli 2016
Ariadne und Dionysos an der Ostfassade am Stadttheater (heute Opernhaus) in Halle an der Saale
Ariadne und Dionysos, 1886, zwei Wandbilder an der Ostfassade des ehemaligen Stadttheaters in Halle an der Saale, dem heutigen Opernhaus.
"Das architektonische Gerüst der Façade ist aus hellfarbigem Elbsandstein, die Verblendung der glatten Flächen aus gelbgrauen Siegersdorfer Ziegeln hergestellt. Malerischer und bildnerischer Schmuck ist sparsam, aber in geschickter Vertheilung verwandt. Ersterer beschränkt sich auf die beiden Langseiten und ist an der westlichen Front in venetianischer Glasmosaik von Dr. Salviati, an der östlichen Front in Keim´scher Mineral-Malerei zur Ausführung gelangt. Dort sind in den zwei oberen Flachnischen des Treppenhauses die Gestalten der heiteren und tragischen Muse, in den unteren Nischen, sowie in den Zwickeln der mittleren Bogenfenster und über den Parquet-Ausgängen allegorische und ornamentale Darstellungen – sämmtlich nach Entwürfen von Otto Lessing in Berlin – angebracht; die ähnlich gehaltenen aber einfacheren Malereien der Ostseite rühren von Max Koch in Berlin her."
F., "Das neue Stadttheater in Halle a. S.", in: Deutsche Bauzeitung, 20. Jg., Heft 93 vom 20. Novem- ber 1886, S. 553ff., Fortsetzung in Heft 96 ab S. 573, Schluss in Heft 97 ab S. 577, Zitat auf S. 573.
Die drei Fotos wurden freundlicherweise von © Martin Beitz zur Verfügung gestellt und befinden sich auf seiner Internetseite "Halle im Bild" in einer Bildfolge zum Stichwort "Landestheater Halle" hier.
Das Stadttheater wurde am 31. März 1945 durch einen Bombentreffer weitgehend zertört. Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren wurden erhaltene Fassaden flächendeckend einfach verputzt, so auch die Ostfassade. 2010 wurde schließlich die Ostfassade rekonstruiert und dabei entdeckte man unter dem Putz die noch größtenteils erhaltenen Wandgemälde von Max Koch. Die Restaurierung erfolgte durch Dipl.-Restaurator Peter Schöne.
Dienstag, 24. Mai 2016
Triumpf der Flora
Triumpf der Flora, 1888, Deckengemälde im Berliner Schloss. Später übermalt.
Hinweis aus: Albert Geyer, Sepp-Gustav Gröschel, Stiftung Preußische Seehandlung, Geschichte des Schlosses zu Berlin: Vom Königsschloss zum Schloss des Kaisers (1698-1918), Nicolai 1993, S. 125: „Die 1888 von Otto Lessing geschaffene Stuckdecke mit überreich vergoldeten Ornamenten wurde samt dem Deckengemälde Triumph der Flora von Max Koch entfernt und eine glatte Decke angetragen, die sich in der neuen Bemalung an die Rodesche im Wohnzimmer anlehnen sollte.“
Hinweis aus: Albert Geyer, Sepp-Gustav Gröschel, Stiftung Preußische Seehandlung, Geschichte des Schlosses zu Berlin: Vom Königsschloss zum Schloss des Kaisers (1698-1918), Nicolai 1993, S. 125: „Die 1888 von Otto Lessing geschaffene Stuckdecke mit überreich vergoldeten Ornamenten wurde samt dem Deckengemälde Triumph der Flora von Max Koch entfernt und eine glatte Decke angetragen, die sich in der neuen Bemalung an die Rodesche im Wohnzimmer anlehnen sollte.“
Mittwoch, 19. August 2015
Dekoration - Pschorr-Bräu Berlin 1889, Pressespiegel
Den letzten und liebenswürdigsten Schmuck gaben dem eigentlichen
Wirthshause die beiden Maler Flashar zu München und Professor Max Koch
zu Berlin. Flashar malte eine frische Szene, die „Bockmusik“
darstellend, eine Münchener Kellnerin im Vordergrund, Professor Koch
dagegen über zwei Bogenfelder hinweg rechts die Ansicht des
Bavariakellers, im Vordergrund Oberbayern, den Schuhplattler tanzend,
links die Theresienwiese im Glanze des Oktoberfestes, im Vordergrunde
ein Sechsgespann der Pschorrbrauerei.“
Anonym, „Zu den Tafeln [Haus Pschorr in Berlin]“, in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk,
3. Jg., Nr. 9, 1. September 1890, S. 33-34, Zitat S. 34.
Berlin. Der kürzlich hier eröffnete Pschorrsche Bierpalast übertrifft an Großartigkeit und Pracht der inneren Ausstattung alle bisher in der Reichshauptstadt bestehenden ähnlichen Etablissements. Gelegen an der südwestlichen Ecke der Behren- und Friedrichstraße erhebt sich der monumentale Bau vier Stockwerke hoch, enthält in seinem Erdgeschosse die großen Restaurationsräume, in seinem ersten und zweiten Stockwerke Castans Panoptikum. Die Entwürfe zu dem Prachtbau rühren von den Architekten Kayser und v. Großheim, die Herstellung der ornamentalen Fassadenteile besorgte Bildhauer O. Lessing in Berlin, die figürliche Ausschmückung die Bildhauer J. Ungerer und Fr. Schneider in München. Die schönen Glasmalereien für die neun Fenster des Restaurationslokales sind vom Hofglasmaler C. de Bouché in München, die Wandgemälde in den Sälen von Professor Max Koch und dessen Schülern entworfen und ausgeführt worden.
Anonym, „Vermischte Nachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 24, 15. September 1889,
S. 375-377, Zitat (tt.) S. 376.
Anonym, „Zu den Tafeln [Haus Pschorr in Berlin]“, in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk,
3. Jg., Nr. 9, 1. September 1890, S. 33-34, Zitat S. 34.
Berlin. Der kürzlich hier eröffnete Pschorrsche Bierpalast übertrifft an Großartigkeit und Pracht der inneren Ausstattung alle bisher in der Reichshauptstadt bestehenden ähnlichen Etablissements. Gelegen an der südwestlichen Ecke der Behren- und Friedrichstraße erhebt sich der monumentale Bau vier Stockwerke hoch, enthält in seinem Erdgeschosse die großen Restaurationsräume, in seinem ersten und zweiten Stockwerke Castans Panoptikum. Die Entwürfe zu dem Prachtbau rühren von den Architekten Kayser und v. Großheim, die Herstellung der ornamentalen Fassadenteile besorgte Bildhauer O. Lessing in Berlin, die figürliche Ausschmückung die Bildhauer J. Ungerer und Fr. Schneider in München. Die schönen Glasmalereien für die neun Fenster des Restaurationslokales sind vom Hofglasmaler C. de Bouché in München, die Wandgemälde in den Sälen von Professor Max Koch und dessen Schülern entworfen und ausgeführt worden.
Anonym, „Vermischte Nachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 24, 15. September 1889,
S. 375-377, Zitat (tt.) S. 376.
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