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Montag, 20. November 2017

Gobelin mit einer Darstellung vom Gendarmenmarkt für das Berliner Rathaus

"Die städtische Kunstdeputation hielt heute eine Beratung unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Wermuth ab. Nach Erledigung einiger Punkte der Tagesordnung wurde die Erörterung der ebenfalls zur Besprechung angesetzten Angelegenheit zwischen der Kunstdeputation und der Berliner Sezession auf Wunsch des Oberbürgermeisters, der sich über diesen Gegenstand noch näher informieren wollte, bis zur nächsten Sitzung vertagt. In der Sitzung wurde beschlossen, den bekannten Künstler Max Koch mit der Anfertigung eines Goblins für das Rathaus zu beauftragen. Der Gobelin soll den Gendarmenmarkt mit dem Deutschen und dem Französischen Dom darstellen."
„Letzte Nachrichten“, in: Berliner Tageblatt, 41. Jg., Nr. 483, 21. September 1912, Abend-Ausgabe, o. p. [S. 4]

Donnerstag, 23. März 2017

Festsäle für das Bankhaus Gebrüder Schickler in Berlin

Dekorationsmalerei in den Festsälen des Bankhauses Gebrüder Schickler in Berlin, 1912.
Maler: Max Koch und Kay H. Nebel. Architekt: Bruno Möhring.
Das Bankhaus Gebrüder Schickler feierte am 6. Juni 1912 das 200-jährige Bestehen mit einer Empfang, zu dem auch der Kaiser erschien. Für diesen Anlass wurden die Festsäle im Garten des Bankhauses in der Gertraudenstraße 16/17 errichtet und dekoriert. Die farbige Abildung des zentralen Wandpaneels ist eine Extrabeilage in: Berliner Architekturwelt, 15. Jahrgang, 1913, Heft 7. Die Beilage ist beschriftet mit: "Provisorisch errichtete Festsäle zur Jubiläumsfeier des Bankhauses Gebr. Schickler, Gertraudenstrasse 16/17" und datiert mit "Okt. 1912".

Eine Fotostrecke zu den Festsälen in: Berliner Architekturwelt, 15. Jg., 1913, Heft 6, S. 237-242, Abb. 325 bis 330, daraus hier Abb. 326. In der Mitte das zentrale Wandpaneel aus der farbigen Abbildung oben. Die Wände waren umlaufend farbig mit Ornamenten und Blumengirlanden gestaltet.

Montag, 26. September 2016

Ausmalung des Zuschauerraums im Stadttheater Halle

"Der Professor am Kunstgewerbemuseum zu Berlin, Max Koch, ist mit der Ausschmückung des Zuschauerraumes des Stadttheaters in Halle beauftragt worden. Prof. Koch wird den Raum mit einer Reihe von Kolossalfresken ausmalen."
Kurznachricht in der Rubrik "Thüringen und Nachbarstaaten" in: Jenaische Zeitung, 23. Jg., Nr. 172, Zweites Blatt vom 25. Juli 1912, S. 3.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Biografie Max Koch nach Friedrich Jansa (1912)

Koch, Max Fr. (Maler, Professor am Kunstgewerbemuseum, Berlin-Schöneberg, Hauptstr. 85), geb. 24. XI. 1859 in Berlin als Sohn des Malers und Illustrators Karl K., lernte zuerst Stubenmaler und studierte dann am Kunstgewerbemuseum Berlin (Ewald, Schaller, Meurer). Als Staatsstipendiat unternahm er 1876 eine Studienreise nach Italien. Nach Rückkehr war er bei der Ausmalung des Opernhauses Frankfurt a. M. tätig, um dann seine Studien 1881/82 in Paris (Galland) nochmals aufzunehmen. 1882 wurde er als Lehrer an der Kunstschule Berlin und später am Kunstgewerbemuseum als Nachfolger von Meurer angestellt und ist in diesem Amte noch heute tätig. 1888 wurde er zum Professor ernannt. Seit 1889 ist er verheiratet. Er ist Inhaber des Roten Adlerordens IV. Klasse und erhielt die kleine Goldene Medaille auf der Berliner Kunstausstellung, die große Goldene Medaille in Paris 1900 und in St. Louis. Er ist als Maler märkischer Landschaften, speziell der Berliner Umgebung bekannt. Von seiner Hand stammen die großen Panoramen Pergamon, Brand Roms und Nero, Konstantinopel und Sündflutpanorama im Landesausstellungspark Berlin, zahlreiche Decken- und Wandgemälde in Theatern, Fest- und Sitzungssälen, in Warenhäusern usw. zu Berlin, Halle, Leipzig, Lübeck, Bromberg usw. Die Prachtwerke „Urväterhort“ (Oldenburg-Berlin) und „Walhall“ (Neufeld & Henius-Berlin) sind ebenfalls von ihm herausgegeben.
In: Friedrich Jansa, Deutsche Bildende Künstler in Wort und Bild, Leipzig, Verlag von Friedrich Jansa, 1912, S. 334 und 336.