Posts mit dem Label Magdeburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Magdeburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 17. März 2021

Erste Skizze für das Städtebild 'Magdeburg' für den Plenarsaal des Abgeordnetenhauses in Berlin

Erste Skizze für das Städtebild Magdeburg für den Plenarsaal des Abgeordnetenhauses in Berlin, 1902, rechts unten signiert und datiert "Max Koch 1902". Der Verbleib der originalen Zeichnung ist unbekannt. Abbildung der Skizze in: Ornament, Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, 7. Jg., 1902, Beilage o.p. zum Heft November.
Unterhalb der Zeichnung hat Max Koch am Rand Beschriftungen hinzugefügt, die den Figuren darüber im Vordergrund bestimmten Tätigkeiten zuordnen, die typisch für die Wirtschaft der jeweiligen preussischen Provinzhauptstädte sein sollen. Hier: "Zuckerrübenbau (Landwirtsfl.) / Industrie (Eisen) / Handel und Stromschiffahrt".

Dienstag, 31. Mai 2016

Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Abgeordnetenhauses


Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Herrenhauses von 1903.

Das Gebäude des Preußischen Abgeordnetenhauses wurde 1899 eröffnet, aber erst 1903 wurden zwölf Gemälde als Dekoration im großen Sitzungssaal angebracht. "Im Abgeordnetenhause sind die zur Ausschmückung des Sitzungssaales bestimmten zwölf großen Städtebilder an den Wänden jetzt angebracht worden. Alle preußischen Provinzen sind durch diese Bilder vertreten. Frankfurt a. M., Köln, Münster i. W. sind von Konrad Lessing gemalt, Kiel, Danzig und Stettin von K. Schirm, Posen und Breslau von Otto Günther-Naumburg, Magdeburg, Berlin und Königsberg von Max Koch, Hannover hat R. v. Voigtländer dargestellt. Im allgemeinen erregen diese Gemälde als interessante Veduten aus den betreffenden Städten ein mehr sachliches als ein künstlerisches Interesse." Anonym, "Personal- und Ateliernachrichten, Berlin", in: Die Kunst für Alle, 18. Jg., Nr. 11 vom 1. März 1903, S. 267.
Die drei Gemälde von Max Koch waren durch ihre Größe und die Präsentation an der Schauwand über dem Präsidium deutlich herausgehoben. Zu sehen war links Magdeburg (Blick auf den Dom), rechts Königsberg (Blick auf das Schloss) und in der Mitte Berlin. Allein das Gemälde in der Mitte, ein Blick über die Schlossbrücke und die Spree zum Berliner Dom soll circa 45 Quadratmer, groß gewesen sein. Wahrscheinlich wurden die Gemälde im 2. Weltkrieg zusammen mit dem Sitzungssaal zerstört.
Auch von den Gemälden in Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses sind, wie von denen im Sitzungssaal des Herrenhauses, bisher dem Autor keine guten Dokumentationsfotos bekannt und man muss auf Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen. Die obige Abbildung stammt von einer Postkarte im Besitz des Autors, mit der die "neuzeitliche Beleuchtung mit Wotan-Halbwatt-Lampen" der Siemens Schuckertwerke veranschaulicht wird (Logo rechts unten).

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Markttag auf dem Rathausplatz in Magdeburg

Ansicht des Rathausmarktes der Stadt Magdeburg, Öl auf Leinwand, 175 × 195 cm, 1903, rechts unten signiert und datiert: "Max Koch 03". Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Inv.-Nr.: G158.
Das Bild ist in der laufenden Dauerausstellung des Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu besichtigen. Es entstand zusammen mit zwei weiteren Bildern (Kriegsverluste) im Auftrag der Stadt Magdeburg als Beitrag für die Deutsche Städte-Austellung in Dresden 1903.
Im amtlichen Katalog dieser Ausstellung werden sie unter der Nummer 798 auf Seite 87 angeführt: "Drei Gemälde: Ansichten der Stadt Magdeburg" (Halle 1, Raum 3).
   „Aus dem Gebiete der Malerei war nur weniges erwähnenswert. So hatten in einem besondern Saal alte Dresdener Städtebilder von Canaletto Aufstellung gefunden neben vier neuen von Gotthard Kuchl. Gemälde von Stadtbildern gaben ausserdem Magdeburg (von Max Koch), Nürnberg (von Wilhelm Sitter), Breslau, München. Königsberg (Temperagemälde von Eisenblätter), Fürth und andere mehr.“
Anonym, „Die deutsche Städte-Ausstellung in Dresden 1903“, in: Schweizer Bauzeitung, Bd. 42, Heft 21, 21. November 1903, in Fortsetzung bis Heft 23 vom 5. Dezember 1903, S. 268, Zitat S. 267.

Die drei Gemälde wurden im Zugangsbuch der Sammlung des Kulturhistorischen Museum Magdeburg im April 1903 aufgenommen (Nr. 282 - 284) und wie folgt beschrieben:
282 / h 170, br. 220 / "Max Koch, Berlin. Ansicht des Domes der Stadt Magdeburg, vom Rothehorn aus gesehen. Im Vordergrunde ein Dampfer mit 2 roten Schornsteinreifen; auf der Elbe nach rechts drei weitere Dampfer. Hoch aufgereckt im Abendlicht der Dom im Hintergunde. Der lichte, rötliche Himmel spiegelt sich in der Elbe. Bez. MAX KOCH. 03"
283 / h 2m, br. 2,00 / "Max Koch, Berlin. Ansicht des Rathausmarktes der Stadt Magdeburg. Links vor dem Otto Denkmal der Wochenmarkt: Marktweiber mit großen Schutzschirmen. Auf der Straße ein grüner Lastwagen und zahlreiche Passierende. Hinter dem Rathaus, halb von ihm verdeckt, erhebt sich die Johanniskirche mit spitzen Türmen. Bez. MAX KOCH 03."
284 / h 170, br. 220 / "Max Koch, Berlin. Gesammtbild der Stadt Magdeburg, vom Norden her gesehen. Im Vordergrunde ein Balkenlager. Man ist mit dem Verladen auf einen Elbkahn beschäftigt. Hinter der hellen, bewegten Elbe die dunkle graue Silhouette der Stadt. Herbststimmung. Bez. MAX KOCH 03."