Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
Samstag, 19. Februar 2022
Hotel Excelsior Berlin, Empfangshalle, Deckengemälde
Dienstag, 9. November 2021
Karton zum Mosaik "Handarbeit" für den Teppichsaal im Warenhaus Tietz am Alexanderplatz
Karton für das Mosaik "Handarbeit" im Teppichsaal des Warenhauses Tietz in Berlin am Alexanderplatz, das 1908 von der Firma Puhl & Wagner ausgeführt wurde. Der originale Karton ist erhalten und befindet sich im der Sammlung der Berlinischen Galerie. 330 × 162 cm, Deckfarbe und Goldbronze auf Karton. Die Abbildung ist aus: Wände aus farbigem Glas. Das Archiv der Vereinigten Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl & Wagner, Gottfried Heinersdorff, Berlinische Galerie e.V., Museumspädagogischer Dienst (Hrsg.), Berlin 1989, S. 194. Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung die vom 8. Dezember 1989 bis zum 21. Januar 1990 im Martin-Gropius-Bau, Berlin, stattfand. Katalog-Nr. 35, S. 210.
Samstag, 6. November 2021
Deckengemälde und zwei Mosaiken im Teppichsaal im Warenhaus Hermann Tietz am Alexanderplatz
Von dem Deckengemälde und den Mosaiken im Teppichsaal des Warenhaus Hermann Tietz sind Abbildungen bisher nicht bekannt. Hier zumindest ein Foto, das die Ausstattung des Teppichsaals zeigt. Dem nachfolgenden Zeitungsartikel zufolge wurden die Mosaiken, die die Maschinen- und Handarbeit zeigten, nach Kartons von Max Koch gefertigt:
"Das Warenhaus Hermann Tietz am Alexanderplatz hat an der Alexanderstraße eine Verlängerung und Erweiterung erfahren, die im Sinne der Notwendigkeit und der Verschönerung gleich anerkennend zu begrüßen ist. Die Königlichen Bauräte Cremer und Wolffenstein haben diese Vergrößerung vorgenommen, die sich zunächst in einer Frontlänge von 125 Meter in jener geschmackvollen, jede Ueberladung vermeidenden Form, wie sie die Hauptfront nach dem Alexanderplatz zeigt, mit drei Eingangsbögen und zahlreichen Schaufenstern in der Alexanderstraße hinzieht. Oberhalb der Riesenpfeiler des Mittelbaues grüßt den Eintretenden figuraler Schmuck, die vier Jahreszeiten darstellend. Ein durchbrochener Kupferaufsatz mit einer mächtigen Uhr bekrönt den Mittelbau. Die Ausstattung der neuentstandenen Verkaufsräume ist ohne aufdringliche Eleganz in gediegenstem Material ausgeführt und künstlerisch gestaltet. Mit Eiche verkleidete Säulen tragen den Plafond im ersten Stockwerk, der eine Neuheit aufweist: die Decken sind mit einem besonderen Glanzlack emailleartig gestrichen, die dem Tageslicht wie dem Schein zahlreicher Kristallkronen als Reflektor dienen, so daß eine strahlende Belichtung in allen Räumen erzielt ist. Das Kleiderstoff, und das Seidenstofflager ist im Parterre in einem in hell Eichen gehaltenen Lichtsaal untergebracht. Vom Parterre führen sechs Fahrstühle nach oben, wo sich in der ersten Etage die Lager für Damen- und Kinderkonfektion und Putz, in der zweiten der Erfrischungsraum mit breitem Büfett befinden. An den Erfrischungsraum stößt die große, mit weißen Kacheln ausgelegte Küche mit ihren elektrischen Maschinen, die fast jede Handarbeit ersparen und für weitgehende Reinlichkeit Garantie leisten. Im dritten Stockwerk ist die Wirtschafts-, Glas-, Porzellan- und Spielwarenabteilung, im vierten endlich sind die Expeditions- und Bureauräume. Der Glanzpunkt des Neubaues befindet sich im zweiten Stock: ein gewaltiger, vornehm ausgestatteter Teppichsaal. Er durchragt drei Stockwerke, ist in hellbraun Nußbaum gehalten und trägt gediegene Schnitzerei und Bildhauerarbeit. Von seiner Decke grüßt in Medaillonform ein Kolossalgemälde von Prof. Max Koch: Merkur empfängt Völker aller Erdteile, die ihre Waren der Berolina darbieten. Eine Galerie, in Bronze getrieben und mit Holzschnitzereien versehen, umschließt den imposanten Raum, dem noch zwei Mosaikwandgemälde, ebenfalls nach Kartons von Prof. Koch, zu besonderem Schmuck gereichen. Die oberen Wände tragen Spiegel, aus denen das Licht der Wandleuchter in Kerzenform und der zehn Kristallkronen auf die prächtigen Teppiche niederstrahlt. Von der Straßenseite dringt durch fünf, mit irisierenden Scheiben versehene Riesenfenster das Tageslicht. Von sonstigen Neueinrichtungen im Warenhause Hermann Tietz sei auf die neuartigen Terrassen zur Aufstellung der Wirtschaftsartikel und die mit Glaswänden versehenen Regale für Putz hingewiesen, die dem Tageslicht überall ungehinderten Einlaß in die Verkaufslokalitäten gewähren. In der Putzabteilung sind ferner intime Räume im Rokokostil zur Anprobe geschaffen. Im Souterrain auf der Königsgrabenseite ist die Kraftanlage bedeutend vergrößert worden. Sechs Motore mit je 200 HP. versorgen das Riesenhaus mit Licht, ebenso sind Maschinen für Wasser, Luftzufuhr und Heizung tätig. Ueberall im Tietzschen Warenhause macht sich ein wohltuender Blumenreichtum zwischen den aufgestellten Waren bemerkbar, gewiß eine der größten Annehmlichkeiten für das durch die Säle flutende, betrachtende und kaufende Publikum.
Anonym: „Aus Berlin, Mittwoch 15. April.“, in: Norddeutsche Allgemeine Zeitung, 47. Jg., Nr. 91, 16.04.1908, S.2.
Montag, 1. Juni 2020
Aufbruch zur Jagd - Abbildung im Katalog GBK 1911
Samstag, 7. März 2020
Hotel Excelsior Berlin - Weinrestaurant
Die Ansichtskarten dokumentieren auch die künstlerische Ausstattung des Hotels. Zumindest in der Wandelhalle (AK 15) und im Weinrestaurant (AK 10) standen Skulpturen von Prof. Adolf Brütt (1855-1939) und es gab zumindest drei Deckengemälde (AK 47, 48 und 50) in der "Halle" (Wandelhalle?) von Prof. Bernhard Zickendraht (1854-1937) zu sehen. Max Koch war allein mit dem Deckengemälde in der Empfangshalle (AK 54), einem Wandgemälde in der Empfangshalle (AK 53) und einem Gemälde über dem Empfangstresen (AK 42) prominent vertreten. Zudem hingen im Weinrestaurant vier opulente Stillleben von Max Koch, von denen bisher nur eines (hier AK 41) präsentiert werden konnte. Inzwischen liegen dem Autor aber die Ansichtkarten (AK 41-44) aller vier Stillleben vor.
In der Abbildung vom Weinrestaurant oben sind an der hinteren Wand über der Holzverkleidung zwei dieser Stillleben von Max Koch zu sehen. Eine weitere Ansicht mt den beiden anderen ist dem Autor nicht bekannt. Und hier nun die vier Stillleben im Zusammenhang:
"Bild 41, Gemälde im Weinrestaurant von Prof. Koch"
"Bild 42, Gemälde im Weinrestaurant von Prof. Koch"
"Bild 43, Gemälde im Weinrestaurant von Prof. Koch"
"Bild 44, Gemälde im Weinrestaurant von Prof. Koch"
Donnerstag, 5. Dezember 2019
Pergamon, Ansicht des Burgbergs, Aquarell
Pergamon, Ansicht des Burgbergs, um 1885, Aquarell, 31,0 × 48,5 cm, auf der Rückseite beschriftet: "Pergamon. Ansicht der Burg und Stadt vom römischen Theaterbogen aus",
Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer P724.
Vermutlich wurde nach diesem Aquarell dieser Holzstich gefertigt.
Zu diesem Aquarell passt auch Folgendes:
"Die Maler, Herren Koch und Reps [sic, richtig: Alexander Kips], welche zur Aufnahme von Studien für das große Pergamon-Panorama bei Gelegenheit der Jubiläum-Kunstausstellung 1886 nach Kleinasien gereist sind, melden in einem Privatbriefe ihre glückliche Ankunft. Auf ihrer Fahrt haben sie Korfu und Athen mit kurzem Aufenthalte berührt und haben sich nun in dem gastfreundlichen Deutschen Hause des Baumeisters Bohn [Richard Bohn] installirt. Letzterer ist gleichfalls für die Panorama-Arbeiten in entgegenkommenster Weise thätig. Er ist beschäftigt, eine Reconstruction des antiken Tempels, Theaters, Hallen u. and. aufzutragen, welche den genannten Malern ihre Aufgabe zu erleichtern bestimmt ist."
Anonyme Mitteilung in: Berliner Börsen-Zeitung, 23. Juli 1885, Morgen-Ausgabe, Nr. 337, S. 8.
Dienstag, 19. November 2019
Pergamon, GBK 1905, Tafel 52
Das Gemälde zeigt den Blick von einem der höchsten Punkte der Akropolis auf dem Burgberg auf das Theater herab und weiter ins Tal hinein. Links der Mitte ist der Pergamon-Altar oder Zeus-Altar zu sehen. Es steigt eine Rauchfahne von einem Brandopfer nahezu senkrecht nach oben.
Der Verbleib des originalen Gemäldes ist unbekannt.
Samstag, 18. August 2018
Schiffbauerei - Innenansicht
Das Gemälde wurde 1908 in der Grossen Berliner Kunstausstellung gezeigt.
Mittwoch, 25. April 2018
Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden
Es werden sieben Bilder vorgeführt. Auf Karl Wendlings etwas konventionelle „Verkündigung“ folgt „Die Geburt Jesu“ von Otto H. Engel, eine wundervoll geschlossene Komposition, die den Vorgang im Stall zu Bethlehem in schlichter, inniger Auffassung wie durchaus selbstverständlich als einen Vorgang unserer Zeit darstellt. Die liebreizenden Kinder- und Engelgruppen eroberten sich im Sturm die Herzen der kindlichen Betrachter. Weiter folgen die überlebensgroßen „Verkündigung an die Hirten“ von Arthur Kampf und die farbenprächtigen „Weisen aus dem Morgenlande“ von Max Koch. Von den beiden Bildern der „Flucht nach Egypten“ zeichnet sich das von Ernst Körner durch wundervolle Farben und einen seltenen Liebreiz von Mutter und Kind aus, während auf der „Ruheszene“ von Franz Müller-Münster Maria mit dem Kinde und den lauschenden Engeln eine sehr anmutige Gruppe bildet. Das letzte Bild von Haus Meyer bringt einen Zug naiven Humors in dem derben Riesen Christophorus, der zum Vergnügen aller Kinder das Christkindlein auf seinem breiten Hutrand durchs Wasser trägt. Die als Begleitung gesungenen Musikstücke waren außer einem Choral von Bach, einem Chor von Mozart und einem Doppelquartett aus Mendelssohns „Elias“ Kompositionen nach alten Melodien von Professor Theodor Krause, die sich sehr stimmungsvoll dem Inhalte der Bilder anschmiegen.
Anonym, „Die Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden“, in: Berliner Tageblatt, 34. Jg.,
Nr. 632, 12. Dezember 1905, Abend-Ausgabe, S. 2
Donnerstag, 22. März 2018
Grosse Berliner Kunstausstellung 1908
Laut Katalog (S. 26) war Max Koch mit zwei Gemälden in der Ausstellung vertreten:
Kat.-Nr.: 318, "Schiffbauerei, Hof.", und
Kat.-Nr.: 320, "Schiffbauerei, Innenansicht." Hierzu die Abbildung oben.
Mittwoch, 7. Februar 2018
Abbruch: Panorama-Gebäude Pergamon im Landesausstellungspark zu Berlin, 1886-1896
"Das Panorama-Gebäude im Landesausstellungspark wird im nächsten Monat vollständig abgebrochen werden. Mit dem zum Abbruch gestellten Gebäude sollen auch die Bilder Pergamon, Brand von Rom und Konstantinopel verkauft werden. Jedes der von Prof. Max Koch angefertigten Bilder hat eine Fläche von ca. 900 qm."
Kurznachricht in: Berliner Börsen-Zeitung, Nr. 411, 2. September 1896, Morgenausgabe, S. 6.
Deckengemälde im Apollo-Saal im Hotel Deutscher Hof
Oben ein Detail aus einem Foto, das sich in der Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität Berlin befindet (Inventarnummer: F 5214). Es zeigt die Decke des Architekten Heinrich Seeling mit dem zentralen Deckengemälde von Max Koch. Dargestellt ist in der Mitte in einer sonnigen Gloriole der dem Saal den Namen gebende Apoll mit einer Kithara. Am Rand halten Musen Kränze für ihn hoch und oben auf einer Felsklippe steht Pegasus für ihn bereit. Hier zwei hochvergrößerte Details:
Wandgemälde im Apollo-Saal im Hotel Deutscher Hof
Wandgemälde im Apollo-Saal im Hotel Deutscher Hof, Berlin, Luckauer Straße 15, 1895.Oben ein bearbeitetes Detail aus dem nachfolgenden Foto von Heinrich Seeling (rechts unten signiert "H. Seeling erf."). Ein originaler Fotoabzug befindet sich in der Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität Berlin, Inventarnummer: F 5216.
Das Gemälde zeigt im linken Bogenfeld die Begegnung eines Mannes und einer Frau in einem Garten vor, wie die Zypresse im Hintergrund andeutet, südlicher Landschaft. Die Frau wird durch einen Diener von hinten beschirmt. Vermutlich ist weiteres Gefolge im rechten Bogenfeld dargestellt. Im mittleren Bogenfeld erkennt man eine säulengestützte und rosenumrankte Pergola, auf der oben ein Pfau thront. Die Pergola ragt in die seitlichen Bogenfelder hinein, wodurch sich alle drei Bilder zu einem einheitlichen Geschehen verbinden, das sich illusionistisch hinter der realen Ballustrade auf einer an den Saal anschließenden Terrasse abspielt.
Geschäftshaus in Berlin, Charlottenstr. Ecke Mohrenstr., Bierhalle der Dortmunder Union Brauerei
Anonym, "Locales", in: Berliner Börsen-Zeitung, Nr. 466, 6. Oktober 1887, Morgenausgabe, S. 5-6.
Dienstag, 6. Februar 2018
Geschäftshaus in Berlin, Leipziger Straße 109, Drehersche Bierhalle
"Die bereits rühmlich bekannten Architekten Kayser und v. Großheim haben in der Leipzigerstraße 109 einen Prachtbau aufgeführt, der, soeben vom Gerüst frei gelegt, sein markantes „Gesicht“ in eigenartiger Weise von seiner Umgebung abhebt. Niemand kann vorübergehen, ohne daß ihm die lichte Einfachheit der Façade auffiele, ohne daß das Auge gern auf dem ruhigen Aeußern dieses Baues weilte. Im ersten Augenblick frappirt die in dem Gebäude vorherrschende Verbindung von Stein und Eisen, bald aber ist man an das Originelle gewöhnt und gewinnt dem eigenartigen Bau immer mehr Interesse ab. Was sonst bei modernen Bauten im Centrum der Stadt stört, nämlich, daß die oberen zu Wohnräumen benutzten Stockwerke auf die dünnen Eisenwände der Läden-Einrahmung in ihrer Massigkeit zu drücken scheinen, das ist hier wenig störend durchgeführt, obgleich auch hier der untere Raum Geschäftslocal und der obere Wohnung ist. Wir nahmen Gelegenheit, den Bau, der uns interessirte, weil darin sämmtliche Fortschritte der Bautechnik, sämmtliche Erfahrungen der Neuzeit Verwerthung fanden, wiederholt zu besuchen, und werden nach der am Dienstag stattfindenden Eröffnung des in demselben etablirten Ausschankes Dreherschen Bieres die Details des Baues mitzutheilen in der Lage sein. Für heute sei nur so viel gesagt, daß das Haus im Juli begonnen und Mitte Januar fertig gestellt wurde. Eine Schnelligkeit, die um so bemerkenswerther erscheint, als die Grundmauern auf Caissons ausgeführt werden mußten und von vornherein auf den Hauptzweck, dem der Bau dienen sollte, nämlich auf die Errichtung einer Bierhalle größten Stiles mit ihren vielgestalteten Anforderungen an Maschinerien, Auszügen, Ventilationsanlagen, Heizräumen rc. Rücksicht genommen werden mußte. Die Bierhalle selbst wird im kostbarsten Stile eingerichtet. Schwere dunkle Balkendecken, dunkle Paneele und Möbel werden den Raum zieren. Den höchsten Schmuck werden jedoch Wand- und Deckengemälde bilden. Prof. Karl Lessing und Max Koch malen dieselben al fresco. Eine großartige Ansicht von Wien innerhalb einer von zwei lebensgroßen allegorischen Gestalten getragenen Kartusche wird die Bewunderung aller Kenner hervorrufen. Das Bild befindet sich gerade gegenüber dem Eingang zum Local und wird nicht verfehlen, den Eintretenden in Stimmung zu versetzen. Von dem anderen reichen künstlerischen Schmuck sprechen wir, wie gesagt, nach der Eröffnung. Als bemerkenswerth sei noch hervorgehoben, daß der Gast aus der etwas erhöhten ganzen Tiefe des Locals den Blick auf die Leipzigerstraße frei haben wird. Daß die Bierhalle mit elektrischem Licht versehen ist, kann als selbstverständlich gelten. Kosten wurden keine gescheut, um den Raum zu einem angenehmen zu machen, in welchem das helle Drehersche Bier verzapft werden soll. Stellt sich doch der Preis des Baues incl. Grund und Boden auf 1½ Millionen Mark. Man muß füglich erstaunen, welche Summen aufgewendet werden, um dem Kneipbedürfniß der Großstädter entgegenzukommen."
Anonym, "Locales", in: Berliner Börsen-Zeitung, Nr. 26, 16. Januar 1887, Morgenausgabe, S. 7
"Wie wir in der Sonntagsausgabe angedeutet, hat die neue Drehersche Bierhalle in der Leipzigerstraße 109 am Dienstag Abend vor einer außerordentlichen Gesellschaft zum ersten Male ihre Pforten geöffnet. Wir haben auch schon erwähnt, daß die Architekten Kayser und v. Großheim mit diesem Bau ein kleines Meisterstück geliefert haben, und geben nunmehr folgende ausführliche Daten über die neue Bierhalle: Der Bau des ganzen Hauses wurde begonnen Anfang Juli 1886 und hat mithin etwa ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Die specielle Bauleitung lag in den Händen des Architekten Tiek. Trotzdem bei der, auf den Ausbau der Restauration entfallenden, äußerst kurzen Zeit die größte Beschleunigung aller Arbeiten geboten war, wurden doch zu den vielen kunstgewerblichen und künstlerischen Arbeiten nur neue Modelle und Entwürfe benutzt. Außerdem wurde auf die Anlage der Heizung, Ventilation, Abwässerung, auf die zeitgemäße Einrichtung des Küchencomplexes, sowie der Vorrathsräume für Bier, Fleisch etc., auf die Ausbildung der Verkehrsmittel die möglichste Sorgfalt verwandt, da die Architekten beabsichtigten, ein in jeder Beziehung den Ansprüchen des modernen Großstadtpublicums genügendes Werk zu schaffen. Von besonderem Interesse ist zunächst die Restauration, welche zu einer Ausschankstelle des Anton Dreherschen Brauhauses, Kl. Schwechat bei Wien, vorher bestimmt war. Es lag in dem Bestreben der Erbauer, durch einfache Eleganz und möglichst malerische Anordnung der Räume die für solche Locale erforderliche vornehme Behaglichkeit zu erlangen. Durch das Vestibül, welches zugleich für den Verkehr mit dem übrigen Hause und zu den im Keller gelegenen Küchen- und Vorraths-Räumen dient, gelangt man in die Restauration, in deren Inneres wir schon durch das rechts im Vestibül angebrachte unten reich vergitterte Fenster einen Einblick gewinnt. Der Eingang befindet sich an einer Stelle des Innenraumes, von wo sich dem Eintretenden ein Durchblick durch die drei in verschiedener Höhenlage und Deckenausbildung combinirten Abtheilungen des Locals in ihrer Gesammttiefe darbietet. Als Fußbodenbelag ist im ganzen Locale rother Terrazzo von Odorico zur Anwendung gekommen, über welchem sich durchgehends an allen Wänden ein 2,50 m hohes eichenes Paneel aus der Werkstatt Max Schulz u. Co. in dunkler Färbung erhebt. Der darüber befindliche Theil der Wände ist, der Vermeidung von Staub wegen, von einer Stoffbekleidung völlig frei geblieben und im Naturton des Mörtelputzes gelassen, welcher auch den Malereien direct als Untergrund dient. Im vordersten Raum befindet sich rechts eine Ansicht von Wien, gemalt von Otto Lessing, die übrigen Malereien sind von Max Koch. Die um 2 Stufen erhöhte geräumige Fensternische ist durch eine Balustrade vom übrigen Raum abgetrennt. Die breiten Leibungen sind mit den Figuren der Austria und Borussia auf Majolikafliesen geschmückt, während die große Fensteröffnung ohne Glasmalerei geblieben und mit einer (im Sommer in den Keller zu versenkenden Spiegelscheibe versehen ist, welche auch den tiefer im Locale Sitzenden einen Blick auf das Straßenleben ermöglichen soll. Die Decke dieses ersten Raumes ist als dunkle Cassetten-Holzdecke, mit goldenen Rosetten und Knöpfen geschmückt, versehen. Auf die Höhe des hinteren Locales, welche durch eine Balustrade mit Marmorsockel und Deckplatte und Messingdocken gegen den tiefer liegenden Theil abgeschlossen ist, gelangt man über eine Treppe von 5 Marmorstufen mit reichem schmiedeeisernen Geländer. Man befindet sich zunächst in dem durch zwei Kreuzgewölbe überdeckten Mittelraum, welcher sein Licht durch ein großes seitliches Rundbogenfenster, nach einem Entwurf von Max Koch von L. Jessel - Berlin in Glasmalerei ausgeführt, empfängt. An der rechtsseitigen Wand sind die allegorischen Büsten von Frohsinn und Ernst, Werke des Bildhauers Kaffsack, angebracht, umgeben von einer an Ort und Stelle in dem frischen Stuck modellirten Umrahmung. Die Gewölbe sind mit in gleicher Weise von Otto Lessing modellirten Stuckornamenten überzogen. Am Buffet, welches sich links im zweiten Joch des Raumes befindet, ist besonders nennenswerth das in reichster schmiedeeiserner Arbeit von Ed. Puls ausgeführte Obergitter der Oeffnung und die in Kupfer getriebene Paneelfüllung aus der Werkstatt Seitz-München. Das Büffet ist mit dem darunter liegenden Anrichte Raum durch Treppe und Aufzüge verbunden, doch ist zur Vermeidung des Aufsteigens der Küchendämpfe ein Abschluß der Küche durch Glaswände mit kleinen Schubfenstern zum Durchreichen vorgesehen. Der hintere geräumige Theil des Locals ist in ähnlicher Weise wie der vorderste ausgebildet. Die Holzdecke wird jedoch in einem der 4 durch Unterzüge entstandenen Theile derselben durch ein farbiges Oberlicht ersetzt. Die Füllungen der übrigen Decke sind im Naturton des Kiehnholzes gelassen und mit schablonirten farbigen Ornamenten künstlerisch belebt. Von den die im hellen Putzton gelassenen Wände bedeckenden Malereien des Malers M. Koch sind, auf den Besitzer der Restauration bezüglich, die Bilder seiner 4 Brauhäuser, zu Michelob bei Saaz in Böhmen, zu Kl. Schwechat bei Wien, zu Boschetto bei Triest und zu Steinbruch bei Budapest zu erwähnen. Allegorien, Wappen, Embleme und dergleichen bilden den Gegenstand der umgebenden und übrigen Malerei. Die drei den einen Unterzug tragenden Stützen sind mit Capitälen, Bändern und Basen von getriebenem Kupfer aus der Werkstatt Fr. Paters-Berlin geschmückt. Die von O.Titel & Wolde ausgeführte Heizung und Ventilation der Restauration wird von dem vorderen Theil des Kellergeschosses aus durch eine Niederdruckdampfheizung und eine vollkommen unabhängig davon angeordnete Ventilations-Anlage mit Ventilator und eigenem Calorifer bewirkt. Die frische Luft wird oberhalb des Daches gewonnen, in den Keller hinabgesogen, gereinigt und nach Erwärmung auf Zimmertemperatur in die Restauration getrieben, wo sie sich oberhalb der Decke vertheilt und durch ein durchbrochenes Unterglied der Decke hinaustritt. Der Abzug der verbrauchten Luft erfolgt durch geheizte Lockschlote, welche eine beständige Lufterneuerung im Locale zulassen. Die Einrichtung der ganzen Küchenanlage ist, den Erfindungen der Neuzeit Rechnung tragend, von O. Titels Kunsttöpferei Actien-Gesellschaft besorgt. Das Bier wird aus dem Hofe durch einen eisernen Krahn in den Bierkeller mit oberer Eiskühlung (nach Ing. Dörrfurt) gesenkt, von dort nach Bedarf auf kleinen Wagen in den Aufzug gefahren und in den oberen Buffetraum gehoben. Die Aufzüge werden alle durch hydraulische Kraft getrieben. Zum Verkehr zwischen den oberen Stockwerken, welche, der günstigen Lage des Hauses entsprechend, ausschließlich der Personalwohnungen im IV. Stock und Dachgeschoß, zu Geschäftsmagazinen eingerichtet sind, dient ein Amerikanischer Aufzug, System Otis, welcher durch Herrn von Adelson hier eingeführt worden ist. Sämmtliches für die Aufzüge erforderliches Wasser wird auf dem Grundstück selbst durch eine 30 m tiefe Pumpe, welche durch einen Gasmotor getrieben wird, gewonnen. Herr Ingenieur Herzberg und die Berlin-Anhaltische Maschinenbau-Actien-Gesellschaft haben die ganze hierzu nöthige maschinelle Anlage eingerichtet, desgleichen die zum Heben der Abwässer in die etwa 2 m höher liegende Kanalisation der Leipzigerstr. Pumpvorrichtung, welche nöthig war, weil die hydraulischen Aufzüge bis unter die um dieses Maß tieferliegende Kellersohle hinabreichen. — Die Einweihungsfeier gestaltete sich zu einer gemüthlichen Kneiperei. Baurath Kyllmanns schwungvolle Rede auf die Verbrüderung Oesterreichs mit Deutschland fand enthusiastische Aufnahme. Das Bier, etwas dunkler als früher eingebraut, mundete vortrefflich. Nennen wir noch die Firma Hasché, welche alle Glaswaaren und Krüge lieferte, und die bekannte Bäckerei von Gartz, die berufen ist, ihr als schmackhaft bekanntes Brod zu liefern, so haben wir Alle erwähnt, die sich um das „Ensemble" verdient gemacht haben. Indessen sei des Vertreters des Hauses Dreher in Berlin, des Herrn Zweig, nicht vergessen, der den Berliner Unternehmungen Drehers mit Geschick und Energie vorsteht, was auch Baurath Kyllmann in seinem Speech unter allgemeiner Zustimmung betonte. Wir zweifeln nicht, daß das Drehersche Bier in Berlin bleibend zu denjenigen Genußmitteln gehören wird, welche man gewohnt ist, zu den zeitweilig unentbehrlichen zu zählen."
Anonym, „Locales“, in: Berliner Börsen-Zeitung, Nr. 32, 20. Januar 1887, Morgen-Ausgabe, S. 7-8.
Donnerstag, 1. Februar 2018
Musikzimmer im Wohnhaus Jägerstrasse 53, Berlin
Abbildung aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 1, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 35.
Bildunterschrift: "Berlin / Musikzimmer Wohnhaus Jaegerstrasse 53 / (Ernst Mendelssohn-Bartholdy) / H. Schmieden, von Weltzien & Speer Arch. erf. - Christian Lehr Bildh. Berlin und Max Koch Maler ausgef."
Wohnhaus Ernst Mendelssohn-Bartholdy Jägerstraße 53
Das Gebäude ist als vornehmes Wohnhaus mit reich ausgestatteten Festräumen in den Jahren 1882–85 durch die Architekten Schmieden, von Weltzien und Speer errichtet worden. Seine Kunstformen nähern sich, bei eigenartiger Durchbildung, denen der heutigen französischen Renaissance. Die Fassade ist in Nesselberger Sandstein hergestellt. Im Innern sind bei den Täfelungen, Thüren und Möbeln mehrfach kostbare Hölzer verwandt worden. Zu bemerken ist, dass die Abendbeleuchtung der Halle durch Lichtkörper bewirkt wird, welche sich oberhalb der inneren Glasdecke befinden. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch eine Warmwasseranlage. Bei der künstlerischen Ausstattung waren bethätigt: Bildhauer O. Lessing und die Maler J. Schaller und Max Koch. Als an der Ausführung Beteiligte sind zu nennen: Maurermeister Ramelow, Zimmermeister Scharnweber, Tischlermeister Olm, E. Koch, Max Schulz, Schlossermeister P. Marcus und A. Z. Benecke, Bildhauer Zeyer und Drechsler und Chr. Lehr. Die gesammten Baukosten, einschließlich der Möbel, betrugen 681000 M., also bei rd. 764 qm bebauter Grundfläche, 891 M. für das Quadratmeter.“
In: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 2. Jg., Nr. 8, 1. August 1889, S. 33f. und Tafel 75.
Mittwoch, 6. Dezember 2017
Meisterbrief der Handwerkskammer zu Berlin

Meisterbrief der Handwerkskammer zu Berlin, 1902, mehrfarbige Mischdrucktechnik, im Druck signiert, Blatt 46,5 × 58,3 cm, Motiv 38,5 × 49,3 cm. Außerhalb der Darstellung links unten die Angabe der Druckerei "Bollfrass & Apel, Berlin C." Innerhalb der Darstellung links unten wahrscheinlich die Signatur des Lithografen "R. D...[unleserlich]". Druck des Hintergrundes in Creme und der Zeichnung in Schwarz, die Wappentiere sind zusätzlich mit Rot gefüllt und die Ordenskette und Krone beim Reichsadler durch weiße Füllung gehöht. Das Motto oben (Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis !), der Hintergrund des Reichsadlers, die Überschrift "Meister=Brief" und weitere Buchstaben sind in glänzendem Gold gefüllt, wobei der Hintergrund des Reichsadlers und die Überschrift zusätzlich einen gekörnten Prägedruck erfahren haben.
Der Meisterbrief in dieser Form wurde, dem bisher ältesten bekannten Exemplar zufolge, ab August 1902 ausgestellt. Verwendet wurde er über dreißig Jahre lang, zumindest bis März 1934, wobei nach dem Ende des Kaiserreichs die Zeichnung überarbeitet und vor allem der zentrale Reichsadler durch eine Darstellung des Gebäudes der Handwerkskammer ersetzt wurde.
Die Abbildung oben zeigt ein Original aus dem Besitz des Autors. Dieser Meisterbrief wurde für "Fräulein Erna Stedtnitz" 1912 ausgestellt. Er ist damit auch ein frühes Zeugnis für den sich verändernden "Ort der Frau" in der beruflichen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts, denn der Vordruck sah weibliche Handwerksmeisterinnen gar nicht vor. Es wurde der vorgedruckte "Herr" zwar gestrichen, aber dann blieb doch noch im weiteren Text "seine Befähigung" und "demselben" stehen. Der vollständige Text lautet: "Nachdem
Motivisch geht der Meisterbrief auf das Mosaik zur Weltausstellung 1900 in Paris zurück. Auch hier wachsen links und rechts zwei Eichen empor und bilden ein dichtes Blätterdach. Die beiden Bäume sind mit den Wappen von Berlin und Brandenburg konnotiert. Die Darstellungen eines Schmieds und eines begutachtenden Auftraggebers rahmen den zentralen Text. Unten sind drei kleinere Darstellungen von Architekturen zu sehen: In der Mitte das Reichstagsgebäude mit dem Brandenburger Tor, links eine Darstellung von Potsdam mit einem Segelschiff auf der Havel, der Heilig-Geist-Kirche und der Kuppel der Nikolaikirche im Hintergrund, und recht eine bisher noch nicht identifizierte Klosterkirche. (Ich bitte um Mitteilung, wenn jemand das Gebäude eindeutig identifizieren kann.)
Detail aus dem Meisterbrief: Reichsadler mit dem geprägten und dem glänzenden Goldgrund.
Detail aus dem Meisterbrief: Reichstagsgebäude mit Brandenburger Tor.
Detail aus dem Meisterbrief: Havel bei Potsdam mit Heilig-Geist-Kirche
Detail aus dem Meisterbrief: unbekannte Klosterkirche
Meisterbrief von 1934 mit der Darstellung des Gebäudes der Handwerkskammer in Berlin.
Dienstag, 5. Dezember 2017
Dank des Vereins Berliner Künstler
Sammlung Deutsches Historisches Museum, Inv.-Nr.: Do 86/196. Weitere Angaben siehe dort.
Zu diesem Erinnerungsblatt erschien ein kurzer Artikel in der Kunstchronik:
"Der Verein Berliner Künstler hat allen denen, die das aus Anlaß der Jubiläumsausstellung im vergangenen Sommer veranstaltete griechische Fest durch Rat und That unterstützten, in diesen Tagen, als Ausdruck seines Dankes, ein von dem Festkomitee unterzeichnetes diplomatisches Erinnerungsblatt zugehen lassen, dessen meisterliche Zeichnung von dem Maler Max Koch herrührt. Sie umrahmt den mit roten Initialen gedruckten, den Dank des Vereins aussprechenden Text, der die rechte mittlere Hälfte des ansehnlichen Blattes einnimmt. Über Palmen und Waffentrophäen ragt oben die lichtumstrahlte Büste der Minerva auf, wie sie die Bekrönung des Vereinswappens bildet. Beflügelte Putten umschweben sie und klimmen auf schlanken Pflanzenstauden zu ihr empor, als Preis des Sieges Kranz, Palme und Lorbeerzweig darbietend. Unten aber stößt ein gerüsteter griechischer Krieger in die mit beiden Händen erhobene Tuba, und zu seinen Füßen schwingt sich in den Rauchwolken zweier gekreuzter Opferfackeln über dem Künstlerwappen und dem Wappen der Stadt Berlin der preußische Adler empor. In ihren Beziehungen sofort verständlich, in frisch bewegter, kraftvoller Komposition mit der Feder leicht und sicher ausgeführt, ist die Zeichnung ein in seiner Art so vorzüglich gelungenes Blatt, daß es auch über die Kreise der Empfänger hinaus als künstlerische Leistung interessiren und lebhaften Beifall finden wird."
Fd. unter „Vermischte Nachrichten“ in: Kunstchronik, 22.Jg., Nr. 14, 13. Januar 1887, Spalte 236.
Der Text auf dem Erinnerungsblatt lautet: "Der Verein Berliner Künstler spricht den Herrn E. und P. March in Charlottenburg seinen aufrichtigen Dank für die opferwillige Betheiligung und Unterstützung des von demselben veranstalteten griechischen Festes im Ausstellungspark aus. Möge dieses Blatt eine Erinnerung an die gemeinsam verlebten Stunden der Arbeit und Freude sein. Das Festcomité: [Unterschriften von: Joseph Kaffsack, Max Koch, Carl Röchling, R. Neumann, Gottlob Theuerkauf]"
Freitag, 1. Dezember 2017
Berlin, Hildebrandstr. 20, Gartenhalle
"Beide Häuser wurden in Jahre 1888 nach den Entwürfen der Architekten Kayser und von Groszheim erbaut. Das erstere [Nr. 20 rechts] als Wohnsitz einer größeren Familie für Herrn Banquier M. Strauß. Es ist im Innern architektonisch sorgfältig und reich ausgestattet, seine Gartenhalle ist mit farbigen und figürlichen Darstellungen von der Hand des Professors Max Koch geschmückt. (...)"
Text zur Tafel 47 in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 6. Jg., 1893, Nr. 5, S. 24.
Der Bankier und Handelsrichter Moritz Strauß war Direktor der Börsen-Comissionsbank. Er war verheiratet mit Hermine, geb. Massenbach, und starb am 15. September 1905. Seine Witwe ist bis 1920 im Berliner Adressbuch unter dieser Adresse aufgeführt. Ab 1921 ist dort ein "R. Sostberg" aufgeführt, wobei es sich um den Kunstsammler Robert Sostberg handelt, dessen Nachlass, insbesondere die Einrichtung der Villa, am 27. September 1932 versteigert wurde.

























