Donnerstag, 6. August 2015

Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche bei Sonnenuntergang hinter der Kirche


Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche bei Sonnenuntergang hinter der Kirche, nicht datiert (um 1915), Öl auf Malplatte, 50 × 35,5 cm, rechts unten signiert. Versteigert in Berlin vom Kunsthaus Schnürpel, 1. Große Kunstauktion vom 9. und 10. September 2011, Los 2057. Verbleib unbekannt.

Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche

Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche, 1918, Öl auf Malplatte, 35 × 50 cm, rechts unten signiert und datiert "Max Koch 18". Verbleib unbekannt.
Versteigert vom Auktionshaus Wiederseim Associates Inc., Chester Springs, Pennsylvania, USA, am 26.02.2010, Lot 145: "summer scene on a canal in Venice".
Versteigert von Auktionshaus Dr. Hüll, Köln, am 27.03.1993. Eine Anzeige des Auktionshauses Dr. Hüll mit einer kleiner S/W-Abbildung des Bildes als Vorschau auf die kommende Auktion befindet sich in: Weltkunst, Bd. 63, 1993, S. 746. Dort beschrieben als "Stadtansicht Berlin, Öl/Holz, 1917, sign. u. dat. u. r., 34 × 48 cm".

Turm der Heiliggeistkirche an der Alten Fahrt in Potsdam

Turm der Heiliggeistkirche an der Alten Fahrt in Potsdam, um 1915, Öl auf Holz, 50 × 35 cm, rechts unten signiert. Versteigert in Berlin beim Auktionshaus Dannenberg am 23.-24.03.2012, 125. Kunst & Antiquitätenauktion, Lot 1776.Verbleib unbekannt.

Blühender Phlox im Park von Babelsberg, 1916

Blühender Phlox im Park von Babelsberg, 1916, Öl auf Holz, 35,0 x 49,0 cm, rechts unten signiert und datiert. Privatbesitz. Abbildung mit freundlicher Unterstützung durch die Galerie Barthelmess & Wischnewski, Berlin.
Versteigert bei Leo Spik am 28.09.2006, Lot 148, Abbildung im Katalog auf S. 257.

Ostfriesischer Hof

Ostfriesischer Hof, um 1910, Öl auf Holz, 60,5 × 74,0 cm, rechts unten signiert.
Versteigert in Köln beim Kunsthaus Lempertz am 13.03.2008, Auktion 917, Lot 81. Verbleib unbekannt.
Die Bezeichnung des Bildes mit "Ostfriesischer Hof" durch das Auktionshaus ist wahrscheinlich falsch. Die Architektur und Umgebung deutet eher auf Dithmarschen oder Nordfriesland hin. Möglicherweise entstand das Bild in der Nähe von Meldorf, wo Koch 1910 den Sitzungssaal des Kreishauses gestaltete. 

Mittwoch, 5. August 2015

Fischer auf der Alten Fahrt in Potsdam


Fischer auf der Alten Fahrt in Potsdam, um 1915, 35 × 45 cm, rechts unten signiert. Versteigert in Kopenhagen bei Bruun-Rasmussen am 11.03.2005, Lot 1788, "Kanalparti med en fisker i sin båd". Verbleib unbekannt.
Dank Klaus Hellenthal, einem ausgewiesenem Kenner der Potsdamer Stadtgeschichte und besonders der Potsdamer Architekturgeschichte, konnte die "Kanalpartie" als eine Ansicht der Alten Fahrt, dem nördlichen Seitenarm der Havel in Potsdam, in unmittelbarer Nähe zur Heiliggeistkirche identifiziert werden.
Klaus Hellenthal präsentiert seine umfangreiche Sammlung von historische Ansichtskarten, Fotos und Papierdokumente aus Potsdam-Stadt, Babelsberg, Nowawes, Neuendorf und Umgebung im Internet als Gruss aus Potsdam.

Das Kellertor in Potsdam (mit Schwänen)

Das Kellertor am Stadtkanal in Potsdam (mit Schwänen), 1912 (?), Öl auf Sperrholz, 50 × 35 cm, rechts unten signiert: „Max Koch“. Privatsammlung Potsdam.

Das Kellertor in Potsdam

Das Kellertor in Potsdam, 1912 (?), Öl auf Malkarton, 51 × 36 cm,  links unten signiert und datiert: „Max Koch 12" [Jahreszahl nicht genau zu erkennen]. Versteigert bei Leo Spik in Berlin am 25.09.2014, Auktion 651, Lot 91. Auf der Rückseite ein Aufkleber der Rahmenhandlung E. Heidkamp in Potsdam. Darauf in Bleistift bezeichnet mit "Kellertor". Verbleib unbekannt.

Postkarte - Waldbach

Postkarte, Moderner Kunst-Verlag GmbH Berlin (MKB 2027), zwischen 1910 und 1917. Farbiger Rasterdruck und Buchdruck. Reproduktion eines Gemäldes aus der Zeit um 1910. Privatsammlung Berlin. Der Verbleib des Originals ist unbekannt.
Der Titel "Waldbach" ist irreführend. Es handelt sich um die Ansicht eines Gewässers zwischen Berlin und Potsdam. Im Hintergrund hat Max Koch sein Atelierboot gemalt, mit dem er diese Gewässer erkundete und von dem aus er seine Landschaftsbilder dieser Gegend malte.   

Die Schlacht bei Hemmingstedt

Die Schlacht bei Hemmingstedt, 1910, Wandgemälde auf Leinwand für den Sitzungssaal im Kreishaus Meldorf in Süderdithmarschen, 2,76 × 7,07 m. Das Bild hängt seit Frühsommer 2015 im Kreissitzungssaal des Dithmarscher Kreistages in Heide.Von dem Gemälde existiert ein Farbdruck, der wohl für Wikimedia gescannt wurde. Daher diese Farbabbildung.
Zur Geschichte des Bildes teile mir Herr Karsten Schrum, Archivar beim Dithmarscher Landesmuseum, freundlicherweise folgendes mit: "Das Bild von 1910 hing seit 1911 im Sitzungssaal der Süderdithmarscher Kreisverwaltung, in dem bis 1970 auch der Kreistag zusammenkam. 1970 wurden im Rahmen einer schleswig-holsteinischen Kreisreform Norder- und Süderdithmarschen zum Kreis Dithmarschen vereinigt und Heide die neue Kreisstadt. Das Amtsgericht zog nach dem Auszug der Kreisverwaltung ins Gebäude ein, das Koch-Bild blieb zunächst dort. Erst beim Umbau des Amtsgerichts 1978 wechselte das Bild ins Dithmarscher Landesmuseum, eine Einrichtung des Kreises Dithmarschen, über. Das seit 1872 bestehende Museum war in den 1970er Jahren räumlich erweitert worden. Dadurch fand sich ein neuer geeigneter Platz: Das Bild wurde in den "patriotischen Raum" des Museums integriert, der sich mit der Kaiserzeit und den beiden Weltkriegen befaßte (Ehemalige Aula der Meldorfer Gelehrtenschule, heute Kinosaal des Museums). Bei Umbau und Restaurierung des Museums 1989 wurde das Bild von der Wand genommen und eingerollt. Es wurde im Museum noch einmal 2000 anläßlich einer Sonderausstellung der 500-Jahrfeier der Schlacht bei Hemmingstedt gezeigt. Danach wurde es wieder eingerollt, weil es für die Unterbringung an den entsprechenden Ausstellungseinheiten der Dauerausstellung (Schlacht bei Hemmingstedt, Patriotismus/Nationalismus im 20.Jahrhundert) einfach zu groß ist. Das Bild hängt neuerdings, seit Frühsommer 2015, wieder in einem Kreistagssitzungssaal, nämlich dem des Dithmarscher Kreistages in Heide, und zwar auf Initiative des Kreistagsabgeordneten Volker Nielsen (CDU, St.Michaelisdonn). Für den Transport wurde das Bild vermessen: Es ist 7,07m breit und 2,76m hoch."
Ganz deutlich zeigt sich bei diesem extrem querformatigen Gemälde Kochs Erfahrung als Maler von Panoramen. Die lang gezogene Kurve der Bucht ist ein für Max Koch typisches formales Mittel, an dem sich die Bilderzählung entwickelt und mit dem zugleich der tiefe Bildraum erschlossen wird. Großes Kino lange vor Cinemascope!

Im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin befindet sich eine alte zweiteilige Fotografie des Gemäldes (25,3  × 28,2 cm und 25,3 × 26,8 cm) montiert auf Karton (28.5 × 57,0 cm).
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zum Wandgemälde
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung "Vorschlag zur Neugestaltung"