Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
Samstag, 22. August 2015
Entwurfszeichnung - Rahmenwerk Rocaille 2
Rahmenwerk Rocaille 2, Entwurfszeichnung, abgebildet in Pschorr-Bräu Berlin 1889.
Entwurfszeichnung - Rahmenwerk Rocaille 1
Rahmenwerk Rocaille 1, Entwurfszeichnung, abgebildet in Pschorr-Bräu Berlin 1889.
Donnerstag, 20. August 2015
Entwurfszeichnung - Sylvester-Feier
Sylvester-Feier, Entwurfszeichnung zu einem Wandgemälde in der
Pschorr-Bräu Berlin, 1889, Technik, Maße und Verbleib unbekannt.
Abgebildet in der Festschrift Pschorr-Bräu Berlin auf S. 15.
Foto auf einer alten Grusskarte aus dem Pschorr-Bräu.
Links an der Wand das ausgeführte Bild der "Sylvester-Feier". Dargestellt sind eine Reihe damals bekannter Persönlichkeiten.
Gegenüber der Entwurfszeichnung ist es rechts beschnitten. Das Bild ist vermutlich auf Leinwand gemalt und in die Wandver- kleidung eingepasst.
Verbleib unbekannt.
Foto auf einer alten Grusskarte aus dem Pschorr-Bräu.
Links an der Wand das ausgeführte Bild der "Sylvester-Feier". Dargestellt sind eine Reihe damals bekannter Persönlichkeiten.
Gegenüber der Entwurfszeichnung ist es rechts beschnitten. Das Bild ist vermutlich auf Leinwand gemalt und in die Wandver- kleidung eingepasst.
Verbleib unbekannt.
Entwurfszeichnung - Theresienwiese
Theresienwiese, Entwurfszeichnung zu einem Wandgemälde in der Pschorr-Bräu Berlin, 1889, Technik, Maße und Verbleib unbekannt. Abgebildet in der Festschrift Pschorr-Bräu Berlin auf S. 25.
Entwurfszeichnung - Bavaria Keller
Bavaria Keller, Entwurfszeichnung zu einem Wandgemälde in der Pschorr-Bräu Berlin, 1889, Technik, Maße und Verbleib unbekannt. Abgebildet in der Festschrift Pschorr-Bräu Berlin auf S. 23.
Mittwoch, 19. August 2015
Dekoration - Pschorr-Bräu Berlin 1889, Pressespiegel
Den letzten und liebenswürdigsten Schmuck gaben dem eigentlichen
Wirthshause die beiden Maler Flashar zu München und Professor Max Koch
zu Berlin. Flashar malte eine frische Szene, die „Bockmusik“
darstellend, eine Münchener Kellnerin im Vordergrund, Professor Koch
dagegen über zwei Bogenfelder hinweg rechts die Ansicht des
Bavariakellers, im Vordergrund Oberbayern, den Schuhplattler tanzend,
links die Theresienwiese im Glanze des Oktoberfestes, im Vordergrunde
ein Sechsgespann der Pschorrbrauerei.“
Anonym, „Zu den Tafeln [Haus Pschorr in Berlin]“, in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk,
3. Jg., Nr. 9, 1. September 1890, S. 33-34, Zitat S. 34.
Berlin. Der kürzlich hier eröffnete Pschorrsche Bierpalast übertrifft an Großartigkeit und Pracht der inneren Ausstattung alle bisher in der Reichshauptstadt bestehenden ähnlichen Etablissements. Gelegen an der südwestlichen Ecke der Behren- und Friedrichstraße erhebt sich der monumentale Bau vier Stockwerke hoch, enthält in seinem Erdgeschosse die großen Restaurationsräume, in seinem ersten und zweiten Stockwerke Castans Panoptikum. Die Entwürfe zu dem Prachtbau rühren von den Architekten Kayser und v. Großheim, die Herstellung der ornamentalen Fassadenteile besorgte Bildhauer O. Lessing in Berlin, die figürliche Ausschmückung die Bildhauer J. Ungerer und Fr. Schneider in München. Die schönen Glasmalereien für die neun Fenster des Restaurationslokales sind vom Hofglasmaler C. de Bouché in München, die Wandgemälde in den Sälen von Professor Max Koch und dessen Schülern entworfen und ausgeführt worden.
Anonym, „Vermischte Nachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 24, 15. September 1889,
S. 375-377, Zitat (tt.) S. 376.
Anonym, „Zu den Tafeln [Haus Pschorr in Berlin]“, in: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk,
3. Jg., Nr. 9, 1. September 1890, S. 33-34, Zitat S. 34.
Berlin. Der kürzlich hier eröffnete Pschorrsche Bierpalast übertrifft an Großartigkeit und Pracht der inneren Ausstattung alle bisher in der Reichshauptstadt bestehenden ähnlichen Etablissements. Gelegen an der südwestlichen Ecke der Behren- und Friedrichstraße erhebt sich der monumentale Bau vier Stockwerke hoch, enthält in seinem Erdgeschosse die großen Restaurationsräume, in seinem ersten und zweiten Stockwerke Castans Panoptikum. Die Entwürfe zu dem Prachtbau rühren von den Architekten Kayser und v. Großheim, die Herstellung der ornamentalen Fassadenteile besorgte Bildhauer O. Lessing in Berlin, die figürliche Ausschmückung die Bildhauer J. Ungerer und Fr. Schneider in München. Die schönen Glasmalereien für die neun Fenster des Restaurationslokales sind vom Hofglasmaler C. de Bouché in München, die Wandgemälde in den Sälen von Professor Max Koch und dessen Schülern entworfen und ausgeführt worden.
Anonym, „Vermischte Nachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 24, 15. September 1889,
S. 375-377, Zitat (tt.) S. 376.
Dekoration - Pschorr-Bräu Berlin 1889
Abb. "Haus Pschorr in Berlin" aus: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 3. Jg, 1890, Tafel 81.
Der Neubau an der Ecke Friedrichstraße und Behrenstraße durch die Architekten Kayser und von Groszheim wurde 1889 fertig gestellt. Aber bereits 1888 konnte im 1. und 2. OG. Castans Panopticum einziehen konnte. Das komplette Erdgeschoss, bis auf den Eckladen für Tabakwaren, wurde als Wirtschaft der Pschorr Brauerei München genutzt. Für die diversen Restaurationsräume hat Max Koch mehrere Wanddekorationen geschaffen, die heute alle nicht mehr erhalten sind. Neben einigen Postkarten mit Innenansichten liefert eine kleine Festschrift zur Eröffnung der Brauerei G. Pschorr in München von 1889 die besten noch verfügbaren Informationen über die Dekorationen von Max Koch:
Details des Umschlags und der Titelseite.
Der Neubau an der Ecke Friedrichstraße und Behrenstraße durch die Architekten Kayser und von Groszheim wurde 1889 fertig gestellt. Aber bereits 1888 konnte im 1. und 2. OG. Castans Panopticum einziehen konnte. Das komplette Erdgeschoss, bis auf den Eckladen für Tabakwaren, wurde als Wirtschaft der Pschorr Brauerei München genutzt. Für die diversen Restaurationsräume hat Max Koch mehrere Wanddekorationen geschaffen, die heute alle nicht mehr erhalten sind. Neben einigen Postkarten mit Innenansichten liefert eine kleine Festschrift zur Eröffnung der Brauerei G. Pschorr in München von 1889 die besten noch verfügbaren Informationen über die Dekorationen von Max Koch:
Details des Umschlags und der Titelseite.
Dienstag, 18. August 2015
Plakat Sündflut-Panorama im Passage-Panoptikum 1889
Plakat, um 1889: "Passage-Panopticum, Kaiser-Gallerie. Berlin. Unter den Linden 22. Sündflut-Panorama. Lebensgrosse Gruppen u. Figuren. Reichhaltige Sammlungen aus deutschen Colonien. Historische Dioramen aus der Vergangenheit und Gegenwart von Berlin. Pompejanisches Restaurant. Japanische Conditorei." Bildquelle: Bibliothèque nationale de France
Berlin. Ein mächtiges Halb-Panorama „Die Sintflut“ wird gegenwärtig hierselbst von den Malern Saltzmann und Max Koch ausgeführt. Der plastische Vordergrund wird von den Bildhauern Bergmeister und Nisch hergestellt. Das neue Werk soll seine Heimstätte in den ehemaligen Räumen des Panoptikum in der Passage Unter den Linden finden. Für dieselben Ausstellungsräume wird eine Reihe von Dioramen gemalt werden, welche die Entwicklung der Stadt Berlin vom Mittelalter bis zu Gegenwart darstellen sollen. Also ein ähnliches Unternehmen, wie es für die Stadt Paris in dem Panoramengebäude der Champs-Elysées geschaffen ist. Die Dioramen werden von Georg Koch und Günther-Naumburg ausgeführt.
Anonym, „Personal- und Ateliernachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 3, 1. November 1888,
S. 44-48, Zitat S. 46.
Berlin. Ein mächtiges Halb-Panorama „Die Sintflut“ wird gegenwärtig hierselbst von den Malern Saltzmann und Max Koch ausgeführt. Der plastische Vordergrund wird von den Bildhauern Bergmeister und Nisch hergestellt. Das neue Werk soll seine Heimstätte in den ehemaligen Räumen des Panoptikum in der Passage Unter den Linden finden. Für dieselben Ausstellungsräume wird eine Reihe von Dioramen gemalt werden, welche die Entwicklung der Stadt Berlin vom Mittelalter bis zu Gegenwart darstellen sollen. Also ein ähnliches Unternehmen, wie es für die Stadt Paris in dem Panoramengebäude der Champs-Elysées geschaffen ist. Die Dioramen werden von Georg Koch und Günther-Naumburg ausgeführt.
Anonym, „Personal- und Ateliernachrichten“, in: Die Kunst für Alle, 4. Jg., Heft 3, 1. November 1888,
S. 44-48, Zitat S. 46.
Montag, 17. August 2015
Panorama - Der Brand von Rom unter Nero, 1888 Rekonstruktionsversuch
Der Verbleib des Panorama "Der Brand von Rom unter Nero" ist unbekannt. Wahrscheilich ist es nicht erhalten. Hier mein erster Rekonstruktionsversuch durch eine Montage verschiedener Bildquellen.
Sonntag, 16. August 2015
Biographie Max Koch in: Berliner Architekturwelt (1901)
Der Schöpfer des grossen, in Glasmosaik ausgeführten Gemäldes in der deutschen kunstgewerblichen Abteilung in Paris, MAX KOCH, kann, obwohl er erst im 41. Lebensjahre steht, bereits auf eine weit ausgedehnte Thätigkeit auf dem Gebiete der dekorativen Malerei zurückblicken. In Berlin enthalten zahlreiche Bierpaläste, Kaffeehäuser, Theater und Festsäle in Privathäusern Werke seiner Hand, die ebensosehr für den Reichtum seiner Erfindungskraft und den leichten Schwung seiner Phantasie, wie für die gediegene Sorgfalt seiner Ausführung sprechen. Dabei ist er auf allen Gebieten der Malerei heimisch, wovon er in seinen Malereien für das Vereinshaus der Berliner Künstler besonders glänzende Proben abgelegt hat. Die Decke des Treppenhauses hat er mit sechs Darstellungen aus der nordischen Sage geschmückt, über der Bühne im Festsaal hat er den heiligen Georg im Kampfe mit dem Drachen dargestellt und an der Wand gegenüber den nordischen Sonnengott Baldur, der den Menschen mit dem Licht und der Wärme auch Dichtung und Kunst bringt. In der Erinnerung leben noch die imposanten Panoramen, die er für den Ausstellungspark gemalt und in denen er eine gründliche Kenntnis der antiken wie der modernen Architektur entfaltet hat: die alte Königsstadt Pergamon in ihrer ursprünglichen Pracht, der Brand von Rom unter Nero und die Einfahrt Kaiser Wilhelm II. in Konstantinopel. Ausserdem hat Koch an der Ausschmückung mehrerer Monumentalbauten Anteil gehabt: an der Buchhändlerbörse in Leipzig, wo er mehrere Deckenbilder ausgeführt hat, am dortigen Reichsgerichtsgebäude und am Reichstagsgebäude in Berlin, wo der Fries im Lesesaal von ihm herrührt. Endlich hat er im alten Rathause zu Lübeck das Treppenhaus und den Sitzungssaal mit einem Cyklus von Gemälden aus der Geschichte der Stadt vom 13. bis zum 15. Jahrhundert geschmückt, und für die Stadttheater in Halle a. S. und Bromberg hat er die Vorhänge gemalt.
Max Koch ist ein Berliner Kind. Als zweiter Sohn des bekannten, noch jetzt in fast jugendlicher Frische thätigen Malers und Illustrators Karl Koch am 24. November 1859 geboren, hat er seine ersten Kunststudien bei einem Stubenmaler gemacht, bei dem er ein Jahr in der Lehre war, und sie dann in der Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums fortgesetzt, wo Ewald, J. Schaller und M. Meurer seine Lehrer waren. Seine Begabung für die dekorative Malerei wurde schon so frühzeitig offenbar, dass er bereits 1877 ein Staatsstipendium zu einem Studienaufenthalt in Italien erhielt und im nächsten Jahre in Frankfurt a. M. unter Thiersch an der Dekoration des neuen Opernhauses thätig sein konnte. Nachdem er seiner Militärpflicht genügt, ging er 1882 nach Paris, und als er 1883 seine dort gemachten Studien in Berlin ausstellte, erzielte er damit einen so grossen Erfolg, dass er als Nachfolger Meurers am Kunstgewerbemuseum angestellt wurde. Zwölf Jahre lang hat er diese Lehrthätigkeit geübt, ohne dass sein eigenes Schaffen darunter litt, und in dieser Zeit hat er zahlreiche Schüler für die dekorative Malerei herangebildet. Mit den erwähnten dekorativen Malereien ist der Umfang seiner Thätigkeit noch nicht erschöpft. Er hat in früheren Jahren auch lithographiert, radiert, Illustrationen gezeichnet und Vorlagen für den Buntdruck gemacht und sich gelegentlich auch in Entwürfen für Möbel und für Musikinstrumente bewährt.
Das höchste Ziel seines künstlerischen Strebens ist aber stets die Darstellung des schönen nackten Menschen im dekorativ-architektonischen Sinne geblieben.
Auf wie ernsthaften und gründlichen Vorarbeiten seine dekorativen Malereien beruhen, zeigt die Fülle seiner Einzelstudien, die sich wesentlich auch mit dem nackten menschlichen Körper in den schwierigsten Stellungen und Bewegungen beschäftigen. Aus ihnen haben wir einige ausgewählt, die zugleich eine Anschauung von der Vielseitigkeit seines auf alle Gebiete der Malerei erprobten Könnens gewähren.
Anonym, "Zu unseren Bildern - Malerei", in: Berliner Architekturwelt, 3. Jg., Heft 3, 1901, S. 82-87.
Max Koch ist ein Berliner Kind. Als zweiter Sohn des bekannten, noch jetzt in fast jugendlicher Frische thätigen Malers und Illustrators Karl Koch am 24. November 1859 geboren, hat er seine ersten Kunststudien bei einem Stubenmaler gemacht, bei dem er ein Jahr in der Lehre war, und sie dann in der Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums fortgesetzt, wo Ewald, J. Schaller und M. Meurer seine Lehrer waren. Seine Begabung für die dekorative Malerei wurde schon so frühzeitig offenbar, dass er bereits 1877 ein Staatsstipendium zu einem Studienaufenthalt in Italien erhielt und im nächsten Jahre in Frankfurt a. M. unter Thiersch an der Dekoration des neuen Opernhauses thätig sein konnte. Nachdem er seiner Militärpflicht genügt, ging er 1882 nach Paris, und als er 1883 seine dort gemachten Studien in Berlin ausstellte, erzielte er damit einen so grossen Erfolg, dass er als Nachfolger Meurers am Kunstgewerbemuseum angestellt wurde. Zwölf Jahre lang hat er diese Lehrthätigkeit geübt, ohne dass sein eigenes Schaffen darunter litt, und in dieser Zeit hat er zahlreiche Schüler für die dekorative Malerei herangebildet. Mit den erwähnten dekorativen Malereien ist der Umfang seiner Thätigkeit noch nicht erschöpft. Er hat in früheren Jahren auch lithographiert, radiert, Illustrationen gezeichnet und Vorlagen für den Buntdruck gemacht und sich gelegentlich auch in Entwürfen für Möbel und für Musikinstrumente bewährt.
Das höchste Ziel seines künstlerischen Strebens ist aber stets die Darstellung des schönen nackten Menschen im dekorativ-architektonischen Sinne geblieben.
Auf wie ernsthaften und gründlichen Vorarbeiten seine dekorativen Malereien beruhen, zeigt die Fülle seiner Einzelstudien, die sich wesentlich auch mit dem nackten menschlichen Körper in den schwierigsten Stellungen und Bewegungen beschäftigen. Aus ihnen haben wir einige ausgewählt, die zugleich eine Anschauung von der Vielseitigkeit seines auf alle Gebiete der Malerei erprobten Könnens gewähren.
Anonym, "Zu unseren Bildern - Malerei", in: Berliner Architekturwelt, 3. Jg., Heft 3, 1901, S. 82-87.
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