Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
Sonntag, 5. Juni 2016
Die Gobelins im westlichen Speisesaal der Präsidentenwohnung im Preußischen Herrenhaus
Von den Gobelins im westlichen Speisesaal der Präsidentenwohnung im Preußischen Herrenhaus sind noch keine Abbildungen bekannt. Der konkreteste Hinweis auf sie findet sich in der Biografie von Alfred Rossig vom 13. Februar 1903:
"Professor Koch wählte für ihn Jagdszenen: wir sehen das Ausweiden einer Sau, eine Hirschjagd, eine Bärenjagd, eine Fischfangszene und eine Elchjagd. Nach Kochs Entwürfen sollen Gobelins gewirkt werden, die zur Ausschmückung der Präsidentenwohnung im Herrenhaus bestimmt sind."
Samstag, 4. Juni 2016
Die Gemälde im östlichen Speisesaal der Präsidentenwohnung im Preußischen Herrenhaus
Die Gemälde im östlichen Speisesaal der Präsidentenwohnung im Preußischen Herrenhaus.
Abbildung aus: Deutsche Bauzeitung, 37. Jg., Nr. 9, 30. Januar 1904, S. 52.
"Von den letzteren [beiden Speisesälen] hat der im östlichen Gebäude belegene als besonderen Schmuck Wandgemälde von Professor Max Koch erhalten, die, in Oel auf Leinwand gemalt, landwirtschaftliche Vorgänge zur Darstellung bringen, während der entsprechende Saal im westlichen Präsidentengebäude mit Gobelins geschmückt ist, die nach Kartons von demselben Künstler durch die Firma W. Ziesch u. Komp. ausgeführt sind und altgermanische Jagdstücke zum Vorwurf haben." Zitat aus: Zentralblatt der Bauverwaltung, 24. Jg., 1904, Nr. 13, S. 81. Auf der gleichen Seite auch die folgende Abbildung:
Dienstag, 31. Mai 2016
Stadtansicht Berlin, Schlossbrücke mit Blick über die Spree zum Schloß und zum Dom
Stadtansicht Berlin, Schlossbrücke mit Blick über die Spree zum Schloß und zum Dom, 1903, Öl auf Leinwand, circa 5 x 9 Meter, mittleres Bild an der Schauwand des Sitzungssaal im Preußischen Abgeordnetenhaus, zerstört.
Die Abbildung zeigt ein stark vergrößertes und bearbeitetes Detail eines Fotos im Landesarchiv Berlin, abgebildet in: Der Preußische Landtag. Bau und Geschichte, herausgegeben von der Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Konzeption von Markus Richter, Argon Verlag, Berlin 1993, S. 41.
Die Abbildung zeigt ein stark vergrößertes und bearbeitetes Detail eines Fotos im Landesarchiv Berlin, abgebildet in: Der Preußische Landtag. Bau und Geschichte, herausgegeben von der Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Konzeption von Markus Richter, Argon Verlag, Berlin 1993, S. 41.
Stadtansicht Königsberg, erster Entwurf, Markt vor dem Schloss im Winter
Markt vor dem Schloss in Königsberg im Winter, 1903. Erster Entwurf zu dem Wandgemälde im Preußischen Abgeordnetenhaus. Abbildung aus: Vom Fels zum Meer, 1903, S. 853, Foto Franz Linkhorst.
„Diese Städtebilder als solche fanden uneingeschränkte Anerkennung: das alte Schloß Berlins mit dem Dom und der von der Burgstraße aus gesehenen Brücke gefiel ebenso wie der Magdeburger Dom und das Krönungsschloß von Königsberg. Der figurale Vorderteil dieser Kompositionen jedoch, der die Bedeutung der dargestellten Städte versinnlichen sollte, musste geändert werden. Nicht als ob künstlerische Bedenken sich geltend gemacht hätten: es waren Rücksichten innerpolitischer Art, die der Ausführung der ursprünglichen Idee Kochs entgegentraten.“ In: Vom Fels zum Meer, 1903, S. 854
Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Abgeordnetenhauses
Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Herrenhauses von 1903.
Das Gebäude des Preußischen Abgeordnetenhauses wurde 1899 eröffnet, aber erst 1903 wurden zwölf Gemälde als Dekoration im großen Sitzungssaal angebracht. "Im Abgeordnetenhause sind die zur Ausschmückung des Sitzungssaales bestimmten zwölf großen Städtebilder an den Wänden jetzt angebracht worden. Alle preußischen Provinzen sind durch diese Bilder vertreten. Frankfurt a. M., Köln, Münster i. W. sind von Konrad Lessing gemalt, Kiel, Danzig und Stettin von K. Schirm, Posen und Breslau von Otto Günther-Naumburg, Magdeburg, Berlin und Königsberg von Max Koch, Hannover hat R. v. Voigtländer dargestellt. Im allgemeinen erregen diese Gemälde als interessante Veduten aus den betreffenden Städten ein mehr sachliches als ein künstlerisches Interesse." Anonym, "Personal- und Ateliernachrichten, Berlin", in: Die Kunst für Alle, 18. Jg., Nr. 11 vom 1. März 1903, S. 267.
Die drei Gemälde von Max Koch waren durch ihre Größe und die Präsentation an der Schauwand über dem Präsidium deutlich herausgehoben. Zu sehen war links Magdeburg (Blick auf den Dom), rechts Königsberg (Blick auf das Schloss) und in der Mitte Berlin. Allein das Gemälde in der Mitte, ein Blick über die Schlossbrücke und die Spree zum Berliner Dom soll circa 45 Quadratmer, groß gewesen sein. Wahrscheinlich wurden die Gemälde im 2. Weltkrieg zusammen mit dem Sitzungssaal zerstört.
Auch von den Gemälden in Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses sind, wie von denen im Sitzungssaal des Herrenhauses, bisher dem Autor keine guten Dokumentationsfotos bekannt und man muss auf Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen. Die obige Abbildung stammt von einer Postkarte im Besitz des Autors, mit der die "neuzeitliche Beleuchtung mit Wotan-Halbwatt-Lampen" der Siemens Schuckertwerke veranschaulicht wird (Logo rechts unten).
Stadtansicht Berlin, Denkmal für Friedrich den Großen
Stadtansicht Berlin, Denkmal für Friedrich den Großen, Unter den Linden, 1906, Öl auf Leinwand, circa 5 x 5 m, Dekoration im Preußischen Herrenhaus, zerstört 1945.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto.
Stadtansicht Berlin, Denkmal für Kaiser Wilhelm I.
Stadtansicht Berlin, Denkmal für Kaiser Wilhelm I. an der Schlossfreiheit, 1906, Öl auf Leinwand, circa 5 x 10 m, Dekoration im Preußischen Herrenhaus, zerstört 1945.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto im Bundesarchiv (Bild 102-05741) vom April 1928.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto im Bundesarchiv (Bild 102-05741) vom April 1928.
Stadtansicht Berlin, Denkmal für den Großen Kurfürsten
Stadtansicht Berlin, Denkmal für den Großen Kurfürsten auf der Schlossbrücke, 1906, Öl auf Leinwand, circa 5 x 5 m, Dekoration im Preußischen Herrenhaus, zerstört 1945.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto im Bundesarchiv (Bild 102-05741) vom April 1928.
Die Dokumentationslage des Gemäldes ist, soweit mir bekannt, sehr schlecht. Das mag damit zusammenhängen, dass die Gemälde im Preußischen Herrenhaus erst zwei Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes angebracht wurden. Offizielle Dokumentationsfotos zur Eröffnung konnten daher die Gemälde noch gar nicht berücksichtigen. Man muss daher auf spätere Gesamtaufnahmen des Sitzungssaales zurückgreifen, um wenigstens einen Eindruck zu bekommen. Die Abbildung oben zeigt ein vergrößertes und bearbeitetes Detail aus dem folgenden Foto im Bundesarchiv (Bild 102-05741) vom April 1928.
Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Herrenhauses
Die drei Gemälde im großen Sitzungssaal des Preußischen Herrenhauses von
1906.
Das neue Gebäude des Preußischen Herrenhauses wurde bereits 1904 fertig gestellt, aber erst 1906 wurden die drei großen programmatischen Gemälde von Max Koch in die dafür vorgesehenen Freiflächen im großen Sitzungssaal eingebaut. Die drei Gemälde zeigten die Reiterstandbilder der drei großen Hohenzollern, die damals in Berlin vorhanden waren: links das Denkmal für den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg von Andreas Schlüter auf der Schlossbrücke, in der Mitte das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. von Reinhold Begas an der Schlossfreiheit und rechts das Denkmal für König Friedrich den Großen von Christan Daniel Rauch Unter den Linden. Max Koch hat für die drei Gemälde jeweils einen Standpunkt gesucht, bei dem sich die Reiter oben als Silhouette gegen den Himmel abheben, während unten der sie umgebende belebte Stadtraum mit Passanten wiedergegeben wurde. Wahrscheinlich wurden die Gemälde im 2. Weltkrieg zusammen mit dem Sitzungssaal zerstört.
Eine weitere Aufnahme des Sitzungssaals bei elektrischer Beleuchtung, die zwei von den drei Bildern von Max Koch zeigt. Die Fotografie befindet sich auf einer Postkarte im Besitz des Autor, die den Einsatz von Wotan-Halbwatt-Lampen der Siemens Schuckertwerke illustriert.
Ansicht der vorderen Wand des Sitzungssaals vor 1906 noch ohne die drei Gemälde.
Das neue Gebäude des Preußischen Herrenhauses wurde bereits 1904 fertig gestellt, aber erst 1906 wurden die drei großen programmatischen Gemälde von Max Koch in die dafür vorgesehenen Freiflächen im großen Sitzungssaal eingebaut. Die drei Gemälde zeigten die Reiterstandbilder der drei großen Hohenzollern, die damals in Berlin vorhanden waren: links das Denkmal für den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg von Andreas Schlüter auf der Schlossbrücke, in der Mitte das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. von Reinhold Begas an der Schlossfreiheit und rechts das Denkmal für König Friedrich den Großen von Christan Daniel Rauch Unter den Linden. Max Koch hat für die drei Gemälde jeweils einen Standpunkt gesucht, bei dem sich die Reiter oben als Silhouette gegen den Himmel abheben, während unten der sie umgebende belebte Stadtraum mit Passanten wiedergegeben wurde. Wahrscheinlich wurden die Gemälde im 2. Weltkrieg zusammen mit dem Sitzungssaal zerstört.
Eine weitere Aufnahme des Sitzungssaals bei elektrischer Beleuchtung, die zwei von den drei Bildern von Max Koch zeigt. Die Fotografie befindet sich auf einer Postkarte im Besitz des Autor, die den Einsatz von Wotan-Halbwatt-Lampen der Siemens Schuckertwerke illustriert.
Ansicht der vorderen Wand des Sitzungssaals vor 1906 noch ohne die drei Gemälde.
Dienstag, 24. Mai 2016
Verherrlichung Preußens als Schützerin von Kunst und Wissenschaft
Verherrlichung Preußens als Schützerin von Kunst und Wissenschaft, 1913, Deckengemälde im Berliner Schloss, Königinnen-Zimmer, 2. Obergeschoss, Raum 783. Zerstört.
Die Abbildung zeigt ein perspektivisch korregiertes Detail aus dem nachfolgenden Foto.
Das Königinnen-Zimmer. Abbildung aus: Richard Schneider, Das Berliner Schloss in historischen Photographien, Lukas Verlag, Berlin 2013. Abbildung S. 104, Kommentar S. 151. "Im Zusammenhang mit 1912 erfolgten Umbaumaßnahmen wurde das "translozierte" Zimmer um eine Fensterachse vergrößert. Gleichzeitig beauftragte Wilhelm II. seinen Hofarchitekten Ernst von Ihne, dem als Festsaal vorgesehenen Raum eine gänzlich neu Ausstattung zu geben. Als Resultat entstand ein Glanzstück historischer Baukunst. Wie die Aufnahmen zeigen, trifft das auf die Wanddekoration ebenso zu wie auf die Decke, deren Gestaltung in den Händen von Georg Roch und Hermann Feuerhahn lag. Das große Gemälde wurde 1913 von Max Friedrich Koch ausgeführt; es behandelt in allegorischer Form das Thema "Verherrlichung Preußens als Schützerin von Kunst und Wissenschaft"."
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