Donnerstag, 13. August 2015

Postkarte - K.Y.C.-Heim vom Wasser gesehen

Postkarte, farbiger Rasterdruck und Buchdruck, ohne Verlagsangabe, um 1925. Bezeichnet "K.Y.C.-Heim vom Wasser gesehen". Eine von sechs Postkarten einer möglicherweise privaten Postkartenedition mit dem Titel "Das Heim des Kaiserl.-Yacht-Clubs am Jungfernsee bei Potsdam. In 6 Bildern von Prof. Max Koch". Privatsammlung Potsdam.
Bei dem "Heim" des Kaiserlichen-Yacht-Clubs, heute Kieler-Yacht-Club, handelt es sich um die Matrosenstation Kongsnæs. Die Reproduktion auf der Postkarte zeigt ein Gemälde aus den frühen 1920er Jahren.  Der Verbleib des Originals ist unbekannt.

Mittwoch, 12. August 2015

Gesamtentwurf zum Grabdenkmal für Carl Bechstein

Das Grabdenkmal für Carl Bechstein und seine Frau Louise ist noch erhalten und befindet sich auf dem Friedhof II der Sophiengemeinde Berlin.


Abbildungen aus Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 13. Jg., Heft 6, S. 123 (Figur) und S. 124 (Grab).

"Wir bringen in diesem Hefte die Abbildung des Grabdenkmals wie der Grabdenkmalfigur auf dem Grabe des 1900 verstorbenen Kommerzienrats C. Bechstein, Berlin. Aus kleinen Anfängen hatte Bechstein, der ursprünglich das Tischlerhandwerk erlernt hatte, aus seiner 1854 gegründeten Instrumentenbauanstalt durch rastlosen Fleiss und geniale Veranlagung, gepaart mit einer seltenen Energie, in 43 Jahren eine der grössten und bedeutendsten der Welt geschaffen. Manch Prachtinstrument ist aus dieser Werkstätte hervorgegangen, und zu manchem lieferte Professor M. Koch, ein Freund des Hauses Bechstein, die künstlerischen Entwürfe. Wir haben früher schon Abbildungen solcher Instrumente gebracht. Professor M. Koch lieferte auch den Gesamt-Entwurf zu dem Grabdenkmal Bechstein's, bei dessen Durchbildung und Ausführung die Herren Architekt Roensch und Bildhauer W. Schwarze beteiligt waren." Zitat aus Anonym (r.), "Zu unseren Bildern." in Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 13. Jg., Heft 6, S. 123-124.
"BERICHTIGUNG. In Heft 6 ist als Bildhauer der Grabfigur des Bechstein'schen Erbbegräbnisses W. Schwarze genannt. Der Name des betreffenden Bildhauers heisst jedoch Walter Schmarje [Walther Schmarje]. Der Künstler stammt aus Hamburg." In Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 13. Jg., Heft 8, S. 164.

Einen Artikel von Juliane Bluhm zu Carl Bechstein und zur Grabanlage, sowie eine Fotodokumentation von ihr über den aktuellen Zustand der Grabanlage befindet sich auf der Internetseite der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg.

Foto: Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin Brandenburg, © Juliane Bluhm

Montag, 10. August 2015

Partie aus dem Pergamonpanorama - Emil Werner

"Partie aus dem Pergamonpanorama", Abbildung laut Bildunterschrift nach einer Fotografie von E. Werner in Vom Fels zum Meer - Wochenausgabe, 22. Jg., Nr. 25, 13. Februar 1903, S. 848.
Im Berliner Adressbuch von 1903 ist der Fotograf Emil Werner, Nieder-Schönhausen, Victoriastr. 2, angeführt. Um diesen dürfte es sich bei "E. Werner" handeln. Da diese Abbildung deckungsgleich ist mit der entsprechenden Fotografie in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin können diese fünf Fotografien Emil Werner zugeschrieben werden.
Bei dem Abzug für diese Abbildung sind die Konturen der Burg nicht durch Retusche verstärkt!

Gewandstudie zum Pergamon-Panorama


"Gewandstudie zum Panorama von Pergamon."

Abbildung nach einer Originalzeichnung in Vom Fels zum Meer - Wochenausgabe, 22. Jg., Nr. 25, 13. Februar 1903, S. 849. Möglicherweise seitenverkehrte Abbildung.

Die Figur steht im Panoramagemälde am unteren Rand des Bildes auf einem die Architektur links abschließenden Balkon mit halbrunder Brüstung und schaut nach rechts ins Tal hinab. Der Verbleib der Originalzeichnung ist unbekannt.

Bei Max Koch kann man ein gewisses Vergnügen daran beobachten, sich ungewöhnliche und perspektivisch schwierige Aufgaben zu stellen und diese dann zeichnerisch zu lösen. Hier ist es der angewinkelte muskulöse Arm in seitlicher Aufsicht, der seine Meisterschaft zeigt. Mit dem zum Betrachter ausgestreckten Ellbogen wird viel Raum vor der Figur erschlossen, mehr als die Gewandfalten erzeugen. Die Zeichnung würde ich daher eher als Ellenbogenstudie bezeichnen.    

Das Pergamon-Panorama von 1886 Pressespiegel

"Oben erhebt sich auf dem mächtigen Unterbau der Tempel des Zeus von Olympia. Auf dorischen Säulen ruht der Giebel, in dessen blau grundirtem Felde ein Werk des Paionios, 13 Figuren, in bunter Bemalung nachgebildet ist; in goldigem Schein schaut vom Giebelfirst Nike, die Göttin des Sieges herab. Hinter dieser, von den Bauräthen Kyllmann und Heyden aufgeführten Tempelfront, bei deren Bau die Kunstgelehrten mit Rath zur Seite standen, befindet sich das Pergamon-Panorama. Von dem Altan einer römischen Villa aus, blicken wir auf die Stadt des Attalos, eines Freundes der Römer und Förderers der Künste; sie baut sich amphitheatralisch vor unseren Augen auf, den Hintergrund fassen Berge, Thäler und Flüsse im Glanze der Abendsonne ein, vom pergamenischen Altar lodert das Opferfeuer zum Himmel empor. Kenner sagen, unter den vielen in der letzten Zeit entstandenen Panoramen gäbe es kein schöneres. Die Studien dazu sind von den Malern Kips und Koch an Ort und Stelle gemacht worden. Die bemalte Leinewand ist 64 Meter lang und 14 Meter hoch."
Zitat aus: Anonym, "Die Jubiläumsausstellung in Berlin. Ein Gang in's klassische Dreieck." in: Neueste Mittheilungen. Hrsg. Dr. H. Klee, 5. Jg., Nr. 60,  Berlin, Sonnabend, den 29. Mai 1886, S.4

„Auf das aus dem Pronaos des Tempels zugängliche Panorama von Pergamon, ein gewaltiges Halbrundbild von 60m Länge und 14m Höhe, können wir an dieser Stelle nur flüchtig eingehen, trotzdem dasselbe unter allen in jüngster Zeit entstandenen Werken dieser Art unserem Interesse insofern besonders nahe steht, als nicht nur der Hauptgegenstand des Bildes, sondern auch der Vordergrund desselben im wesentlichen architektonischer Art sind. Als Standpunkt für den Beschauer ist eine antike Villa auf dem Burgberge gegenüber liegenden Abhange des Selinos-Thales angenommen. Ueber dieses mit Villen bedeckten, in reichem Pflanzenwuchs prangenden Thals hinweg stellt sich ihm die von der Akropolis und den an diese angeschlossenen Prachtbauten aus der Attaliden- und der ersten römischen Kaiserzeit – dem Trajans-Tempel, der Bibliothek und dem Athena-Tempel, dem Altar des Zeus, den Gebäuden am oberen Marktplatz, endlich der großen Fest-Terrasse mit dem Theater – überragte Stadt in dem Umfange und der Erscheinung dar, welche sie gegen die Mitte des 2. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung etwa gehabt haben dürfte; nach rechts schweift der Blick über die Ausläufer der Stadt hinweg nach der von fernen Gebirgszügen begrenzten Kaikos-Ebene. Es ist eine ausgezeichnete Leistung, welche die Maler Hrn. Kips und Max Koch auf Grund örtlicher Landschafts-Studien nach den ihnen von dem Leiter der pergamenischen Ausgrabungen, Hrn. Reg.-Bmstr. R. Bohn zur Verfügung gestellten architektonischen Darstellungen hier geliefert haben, und der Reiz, welchen dieses Bild auf das Publikums ausüben wird, dürfte jedenfalls die ungünstige Meinung über antike Kunst wieder ausgleichen, welche die Malerei der Tempelfaçade in nicht sachverständigen Kreisen etwa wecken könnten. Noch niemals ist uns die Erscheinung einer großen antiken Stadt in einer den Hauptzügen nach so echten und überzeugenden Form vor Augen geführt worden. Dass in die aus der Phantasie hinzugefügten architektonischen Einzelheiten unwillkürlich eine gewisse Vorahnung der Berliner Schule des 19. Jahrh. hinein getragen worden ist, kann diesen Eindruck nicht ernstlich stören.
Zitat aus: F. (K.E.O. Fritsch), "Von der Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste zu Berlin", in Deutsche Bauzeitung, 20. Jg., Nr. 41, S.244, in zahlreichen Fortsetzungen bis Nr. 86, S. 515. Zitat in Nr. 45, vom 5. Juni 1886, S. 268. 

Sonntag, 9. August 2015

Das Pergamon-Panorama von 1886 Zeichnung

"Das Pergamon-Panorama in der Berliner Jubiläums-Kunstausstellung." Autotypie nach einer Zeichnung von Max Koch von 1886 nach dem Panoramagemälde von Max Koch und Alexander Kips. Druck in Deutsche Illustrirte Zeitung, 2. Jg., 1885/86, Nr. 52, S. 524-525 (Doppelseite). Motiv 25,6 × 50,5 cm, Blatt 39,3 × 56,5 cm. Privatsammlung Berlin.
Der Verbleib der Originalzeichnung ist unbekannt. Die Autotypie hat nach dem Titel die Bildunterschrift "Originalzeichnung von Max Koch und Alexander Kips." Wahrscheinlich bezieht sich das auf das Gemälde selbst, denn die Zeichnung nach dem Gemälde zeigt rechts unten nur die Signatur von Max Koch, die Datierung "86" und eben keine Signatur von Kips.
Die hier abgebildete Zeichnung ist offensichtlich nur der zentrale Ausschnitt einer Zeichnung, die die Gesamtansicht wiedergibt und die im Führer durch das Pergamon-Panorama, sowie durch das Kaiser-Diorama der centralafrikanischen Erforschungs-Expeditionen von Fabricius und Pietsch abgebildet ist.
Offen ist die Frage, ob diese Zeichnung als Dokumentation nach dem Gemälde gefertigt wurde, oder ob sie eine Entwurfszeichnung für das Gemälde war.  

Samstag, 8. August 2015

Das Pergamon-Panorama von 1886 Fotomontage


Rekonstruktion des halbrunden Pergamon-Panoramas durch eine Fotomontage des Blog-Autors.
Im Archiv des Alten Museums in Berlin werden fünf Fotografien eines unbekannten Fotografen aufbewahrt, deren Zusammenhang und Bedeutung  wohl noch niemandem aufgefallen ist. (Zum Fotografen siehe HIER.) Tatsächlich sind diese fünf Fotografien zusammen eine einzigartige Dokumentation des verloren gegangenen Pergamon-Panoramas von 1886, das Max Koch zusammen mit Alexander Kips (1858-1910) gemalt hat.
Anläßlich der Ausstellung des 360°-Pergamon-Panoramas von Yadegar Asisi in Berlin vom 30.09.2011 bis zum 30.09.2012 wurde ein Themenblog erstellt, in dem der renommierte Panoramaspezialist Dr. Stephan Oettermann in 18 Teilen die Geschichte des historischen Vorbilds umfassend erzählt. Unter den zahlreichen historischen Dokumenten, die Oettermann in diesem Kontext präsentiert, ist auch eine von den besagten fünf Fotografien. Ihr direkter Zusammenhang scheint aber auch ihm entgangen zu sein.
Die Reproduktion einer Grafik im Führer durch das Pergamon-Panorama, sowie durch das Kaiser-Diorama der centralafrikanischen Erforschungs-Expeditionen von Ernst Fabricius und Ludwig Pietsch (3. Aufl., Berlin, Dominik, 1887) war bisher die einzige Dokumentation der Gesamtansicht:
Im Vergleich ergänzen sich die beiden Darstellungen. Die Fotografien zeigen links und unten mehr von dem Gemälde. Aber vor allem in der zweiten Fotografie ist der obere Bereich überbelichtet und die Detail sind durch eine Retusche ergänzt. In diesen Bereichen liefert die Zeichnung mehr Informationen.
Das Pergamon-Panorama ist 1888 verbrannt, nachdem es sich an den aufgestellten neuartigen Lichtbogenlampen  entzündet hatte. Es wurde ab Mai 1888 an gleicher Stelle ersetzt durch das Halbpanorama Der Brand Roms unter Nero, das ebenfalls von Max Koch, zusammen mit seinem Bruder Georg Koch und einigen jüngeren Malern, ausgeführt wurde.

Hier die fünf Fotos mit den Links zur Quelle in der Deutschen Digitalen Bibliothek:


Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer AV898

Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer AV899

Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer AV900

Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer AV901

Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Inventarnummer AV897

Meldorf Kreishaus Sitzungssaal Entwurfszeichnungen

Entwurfszeichnungen zu der Neugestaltung des Sitzungssaals im Kreishaus in Meldorf, 1909, Bleistift auf gelblichgrauem Pauspapier, wohl drei Zeichnungen "Vorhandene Einteilung", "Vorschlag zur Neugestaltung" und kleine Skizze "Schlacht bei Hemmingstedt" auf einem Blatt aus gelblich-grauem Pauspapier, 37,4 × 29,7 cm. Das Blatt gehört seit 1919 zum Bestand der Handzeichnungen-Sammlung der Berliner National-Galerie, es wird aber seit 1945 vermisst. Verbleib unbekannt.


S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung in: Berliner Architekturwelt, 12. Jg., 1910, Heft 7, Abb. 319, S. 270. In dem engeren Wettbewerb um die Ausschmückung des Kreishaus-Saales ging es auch um die "architektonische Neuaufteilung des Saales in Form und Farbe". Ob der Saal insgesamt nach dem Entwurf von Max Koch gestaltet wurde ist unbekannt. Bei der Abbildung könnte es sich um die Zeichnung "Vorschlag zur Neugestaltung" auf dem vermissten Blatt aus der National-Galerie handeln.

Die Schlacht bei Hemmingstedt Entwurfszeichnung

Entwurfzeichnung zum Wandgemälde "Die Schlacht bei Hemmingstedt", 1909,  Bleistift- und Federzeichnug, Wasser- und Deckfarben auf gelbgrünem Papier, 32,7 × 87,6 cm, signiert "Max Koch 09". Die Zeichnung gehört seit 1919 zum Bestand der Handzeichnungen-Sammlung der Berliner National-Galerie, sie wird aber seit 1945 vermisst. Verbleib unbekannt.
 
S/W-Abbildung einer Entwurfszeichnung zur Schlacht bei Hemmingstedt in Berliner Architekturwelt, 12. Jg., 1910, Heft 7, Abb. 320, S. 271. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der abgebildeten Zeichnung um das vermisste Blatt aus der National-Galerie.

Donnerstag, 6. August 2015

Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche bei vollem Sonnenlicht

Die Alte Fahrt in Potsdam mit Blick auf die Nikolaikirche bei vollem Sonnenlicht, nicht datiert (um 1915), Öl auf Sperrholz, 50 × 65 cm, links unten signiert. Versteigert in Berlin bei Leo Spik am 28.09.2006, Lot 147. Verbleib unbekannt.