Samstag, 19. Dezember 2015

Neues Theater am Schiffbauerdamm Foyer Farbskizze

Abbildung in: Kunstgewerbeblatt, NF 4. Jg., 1893, Heft 7, S. 108. Bildunterschrift: "Entwurf zu einem Deckenbilde. Nach Farbskizze von Prof. Max Koch, gezeichnet von R. Guhr."
Richard Guhr (1873-1956) war von 1892 bis 1893 Schüler an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbe-Museums, unter anderem bei von Max Koch. Der Verbleib der originalen Farbskizze vom Max Koch, nach der diese Zeichnung entstand, ist unbekannt. Sie zeigt einen Entwurf für das Deckengemälde im Foyer des Neuen Theaters am Schiffbauerdamm in Berlin.

Samstag, 12. Dezember 2015

Fontainebleau - Salon Louis XIII.

Fontainebleau Salon Louis XIII., 1882, Aquarell mit Bleistiftvorzeichnungen, 37,3 × 51,7 cm, links am Rand deutlich bezeichnet mit "Fontainebleau / salon Louis XIII.", signiert und datiert mit "M. Koch. 82.", Archiv der Bibliothek der Universität der Künste Berlin.
Abgebildet in "Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen" (Kat.), Ausstellung der Akademie der Künste und der Hochschule der Künste vom 9.6.-15.9.1996, Henschel Verlag, Berlin 1996, S. 348, Kat.Nr.: IV 7/17. Bei der Ausstellung wurden zwei weitere Aufnahmen aus Fontainebleau von Max Koch aus der Sammlung der UdK gezeigt: Salle des Garde (Kat.Nr.: IV 7/16) und Escalier de l'Honneur (Kat.Nr.: IV 7/18). Beide sind nicht im Katalog abgebildet sind.
Dietmar Schenk, der Leiter des Archivs der Bibliothek der UdK, schreibt dazu im Katalog auf S. 349: "Die von Max Koch im Schloß Fontainebleau hergestellten 'Aufnahmen' von Wand- und Deckengemälden gingen 1883 in die an der Unterrichtsanstalt angelegte Sammlung von Vorlagen für den kunstgewerblichen Unterricht ein. Der Maler Max Friedrich Koch, ein gelernter Dekorateur, war 1875/76 Schüler der Unterrichtsanstalt am Berliner Kunstgewerbemuseum (bei Ernst Ewald, Ernst Johannes Schaller und Moritz Meurer) und stellte dort 1882 Reiseskizzen seines Aufenthalts in Frankreich (1881/82) aus. 1883 wurde er als Nachfolger seines Lehrers Meurer an die Unterrichtsanstalt berufen, an der er bis 1924 lehrte."

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Der Erzengel Michael beschützt Arbeit und Ernte

Der Erzengel Michael beschützt Arbeit und Ernte, Entwurfszeichnung zum großen Mosaik für die Weltausstellung in Paris 1900, Verbleib unbekannt.
Abbildung aus: Berliner Architekturwelt, 3. Jg., 1901, Heft 3, S. 79, Abb. 128.

   "Die deutsche kunstgewerbliche Abteilung hat einen bedeutsamen Schmuck durch ein an der Hauptwand angebrachtes, von der Deutschen Glasmosaikgesellschaft PUHL & WAGNER in Rixdorf ausgeführtes Gemälde erhalten, dessen Entwurf und Karton Professor MAX KOCH in Potsdam geschaffen hat. Unsere Abbildung 129 giebt das sich in leuchtenden Farben von goldenem Grunde abhebende Mosaik wieder, das, 9 Meter in der Breite und 6½ Meter in der Höhe messend, zu den grössten gehört, die bis jetzt in Deutschland ausgeführt worden sind. Nach der Idee des Künstlers soll es die Entwicklung des deutschen Kunstgewerbes unter dem Schütze des einigen Deutschlands darstellen, das durch den Erzengel Michael mit der Friedenspalme versinnlicht wird. Zwei mächtige Eichen zu beiden Seiten des Erzengels breiten ihre Aeste über zwei Gruppen aus, von denen die eine Baukunst und Bauhandwerk, die andere das Kunstgewerbe im Verkehr mit den Käufern darstellt. Auch der Regenbogen, der sich über den drei Bildern spannt, soll ein Symbol des Friedens sein, unter dessen Schutz Kunst und Kunstgewerbe blühen.
   In einem früheren, in manchem Betracht interessanteren Entwurf (Abb. 128) hatte der Künstler den Gedanken, die Segnungen des Friedens in den alten Symbolen der Arbeit und der Ernte zu schildern, allgemeiner gefasst und den Erzengel, der den Frieden schirmt, als „deutschen Michel“ etwas wehrhafter und entschlossener dargestellt. Aber mit Rücksicht auf den besonderen Zweck wurde von den Auftraggebern eine engere Beziehung zum Kunstgewerbe verlangt, die in dem ausgeführten Gemälde auch zum Ausdruck gekommen ist. In zwei kleineren, ebenfalls in Glasmosaik ausgeführten Seitenfeldern hat Max Koch als weitere Vertreter des Kunstgewerbes einen Buchbinder und eine Stickerin dargestellt."
Zitat aus: Berliner Architekturwelt, 3. Jg., 1901, Heft 3, S. 80-82.

Die von den "Auftraggebern" gewünschte Änderung geschah wohl eher aus politischer Rücksicht auf Frankreich. Nach dem für Frankreich verlorenen Deutsch-Französischem Krieg von 1870/71 war anzunehmen, dass die zentrale Gruppe mit dem Erzengel Michael auf dem getöteten Drachen in Paris zwangsläufig mißverstanden werden musste, zumindest als ein symbolisches Nachtreten hätte verstanden werden können. Max Koch hat auf den Einwand hin den Entwurf nicht nur entschärft, sondern sogar in eine aktive Friedensbotschaft umgewandelt. Während im Entwurf, ganz national gedacht, der Erzengel Michael eher den Frieden unter den Eichen im Deutschen Reich schützt, wendet er sich in der als Mosaik ausgeführten Version direkt an den fränzösischen Betrachter und präsentiert ihm mit redender und auch beruhigender Geste die Friedenspalme.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Das Gedeihen des deutschen Kunstgewerbes unter dem Schutz des Friedens, Weltausstellung in Paris, 1900

Das Gedeihen des deutschen Kunstgewerbes unter dem Schutz des Friedens, 1900, Mosaik, Mittelteil (abgebildet) 6,5 × 9,0 m, zwei Seitenteile 3,0 × 1,8 m, ausgeführt von Puhl & Wagner.

   „Die vor etwa einem Jahrzehnt in Deutschland eingeführte Glasmosaiktechnik tritt zum ersten Male auf der Weltausstellung in Wettbewerb mit der älteren italienischen Schwester, die ihre Hauptstütze in Venedig fand. Ausser kleineren für die deutsche Abteilung bestimmten Arbeiten, wie das Porträt Kaiser Wilhelms von Max Koner, zwei byzantinischen Lunetten nach A. Bembe, Mainz, mehreren Christusbildern nach älteren Motiven und dekorativen Säulen und Kapitälen schuf die Deutsche Mosaikgesellschaft eine gewaltige Mosaikdekoration für die kunstgewerbliche Gruppe. Sie besteht, nach den Kartons von Max Koch angefertigt, aus einer 9 m breiten und 6 ½ m hohen Hauptgruppe, der sich zwei 1,80 m breite und 3 m hohe Seitenbilder anschliessen. Die mittlere Komposition verherrlicht das Gedeihen germanischen Kunstfleisses unter dem Schutze des bewaffneten Friedens; zwischen zwei kräftigen Eichenstämmen schreitet unter einem Regenbogen ein kräftiger Jüngling, geflügelt, mit dem Schwert umgürtet, eine Palme in der erhobenen Rechten, zwischen aufspriessen- den Lilien herab. Auf der einen Seite erläutert der Künstler dem ausführenden Handwerker seine Ideen, auf der anderen erklärt der Goldschmied einem kauflustigen Paare den Wert seiner Arbeit. Die kleineren Bilder veranschaulichen in leichterer Farbengebung die Kunststickerei und die weibliche Kunstfertigkeit.“
Georg Malkowsky (Red.), Die Pariser Weltausstellung in Wort und Bild, Berlin 1900, Zitat S. 36, obige Abb. auf S. 24. Eine weiter Abbildung des Mosaiks in: Berliner Architekturwelt, 3. Jg., 1901, Heft 3, S. 79, Abb. 129.

Pfauenfedermosaik

Pfauenfedermosaik, 1902, ausgeführt von der Deutschen Glasmosaik-Gesellschaft Puhl & Wagner, Verbleib unbekannt.
Das Mosaik wurde entworfen und realisiert für die Jubiläums-Ausstellung des Vereins für Kunst- gewerbe in Berlin, der 1903 sein 25-jähriges Bestehen feierte und dessen Mitglied Max Koch war.
Die Ausstellung fand an zwei Orten, in der Räumen der Akademie der Künste und in denen der Hochschule für Bildende Künste statt. Das Mosaik war der Blickfang im ersten Hauptsaal der Akademie der Künste, da es direkt gegenüber dem Eingang zur Ausstellung angebracht war. Die Skulptur vor dem Mosaik hat Walther Schmarje (1872-1921) gefertigt. Der Gesamtentwurf des Ensembles dürfte jedoch von Max Koch stammen (nicht die Vitrinen und Lampen).
   „Der erste Hauptsaal (»Uhrsaal«) kommt um so besser zur Wirkung. Sein feines, auf Weiss und metallisches Grau gestimmtes, aber stellenweis durch Gold und satte Töne kontrastiertes Farbenensemble fliesst in Max Koch's Pfauenfedermosaik der Rückwand (Puhl & Wagner) harmonisch zusammen, und die modern gehaltenen weissen Vitrinen der hier vereinten Goldschmiedearbeiten geben kräftige Noten.“
Alfred G. Meyer, "Die Jubiläums-Ausstellung des Vereins für Kunstgewerbe in Berlin", in: Kunstgewerbeblatt, NF 14, 1903, Heft 4, S. 65-74, Zitat S. 68, Abb. S. 65 über dem Titel.
Die obere Abbildung (Ausschnitt) aus: Architekturwelt, 5. Jg., 1903, Heft 10, S. 339, Abb. 534.

Zur Datierung (Ende 1902) der anonyme Artikel "Die letzte Ausstellung im alten Akademiegebäude", in: Berliner Tageblatt, 31. Jg., Nr. 544, 25. Oktober 1902, Abend-Ausgabe, S. 2.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Aufbruch zur Jagd - Mosaik

Aufbruch zur Jagd unter Kurfürst Joachim II. vom Jagdschloss Grunewald, 1910, Karton zu einem von August Wagner (Puhl & Wagner) ausgeführten Mosaik. Rechts unten im Mosaik bezeichnet: "KARTON: MAX KOCH 1910" und links unten "MOSAIK: AUGUST WAGNER (PUHL u. WAGNER) 1910/1963".
Das Mosaik wurde ursprünglich für den Schmuck der Hohenzollerndammbrücke von 1910 in Berlin-Wilmersdorf konzipiert und dort, zusammen mit einem zweiten Mosaik von Max Koch, das die "Übergabe der Stadt Teltow" zeigte, auch ausgeführt. Mitte der 1950er Jahre wurde die Brücke abgerissen. Das Mosaik "Übergabe der Stadt Teltow" wurde dabei vernichtet. Das erhaltene Mosaik "Aufbruch zur Jagd" wurde abgenommen und an der Straßenfassade des Seniorenheim Koenigsallee in Berlin-Grunewald, Koenigsallee 15, neu und etwas verändert angebracht.     

Samstag, 5. Dezember 2015

Das Neue Theater am Schiffbauerdamm - Mosaik

Muse der Kunst, 1892, Entwurf und Karton für das von Puhl & Wagner ausgeführte Mosaik an der Ecke des Wohnhauses vor dem Neuen Theater am Schiffbauerdamm (heute Berliner Ensemble).
Das Mosaik war seit den späten 1950er Jahren bis 1997 zugemauert, um eine einheitliche Reklamefläche an der Fassade zu gewinnen. Nach seiner Wiederentdeckung wurde Die Muse der Kunst durch Carsten Hüttich (Wandwerk) 1999 restauriert.

Samstag, 28. November 2015

Enten auf dem Dorfteich


Enten auf dem Dorfteich, Öl auf Malpappe, 52,5 × 41,5 cm, links unten signiert, Verbleib unbekannt.
Versteigert beim Auktionshaus Neumeister, München, 20.09.2007, Lot 2820. Die Angaben und die Abbildung stammen von dort.

Norddeutsche Landschaft mit Gehöft am See


Norddeutsche Landschaft, Öl auf Leinwand, 40 × 61 cm, rechts unten signiert, Verbleib unbekannt. Versteigert beim Auktionshaus Arnold, Frankfurt, 01.03.2008, Lot 478. Die Angaben und die Abbildung stammen von dort.

Moschee in Pergamon


Moschee in Pergamon, Aquarell, um 1895/96 ?, 48 × 31 cm, nicht signiert oder datiert, Verbleib unbekannt.
Verso auf einem separaten Passepartoutstreifen undeutlich bezeichnet. Die Angaben und die Abbildung entstammen einem Hinweis auf lottissimo.com zu Max Koch.