Samstag, 18. August 2018

Dahlien


Dahlien, um 1920, Öl auf Leinwand, 66 × 95 cm, links unten signiert "M. K.", Privatbesitz Berlin.
Das Gemälde stammt aus einem anonymen Nachlass und wurde im August 2018 von einem Händler in Frankfurt a. M. über eBay angeboten.
    In einer Besprechung der Ausstellung mit Blumenstücken von Max Koch im Potsdamer Kunstverein im Januar 1925 wird eine "Dahlienkomposition" erwähnt. Gut möglich, dass es sich dabei um dieses Gemälde handelt. Die ganze Besprechung ist hier zu finden. 

Schiffbauerei - Innenansicht

Schiffbauerei - Innenansicht, 1907, Öl auf verstärkter Sperrholzplatte, 70 × 100 cm, rechts unten signiert und datiert "M. K. / 07.", Privatbesitz Berlin. Versteigert vom Auktionshaus Ursula Nusser in München am 20.03.2018, Auktion 358, Lot 3052, als "Arbeiter in einer Bootswerft".
Das Gemälde wurde 1908 in der Grossen Berliner Kunstausstellung gezeigt. 

Die Weisen aus dem Morgenlande


Die Weisen aus dem Morgenlande, Motiv auf einer S/W-Postkarte aus dem Verlag Meisenbach, Riffarth & Co., Berlin-Schöneberg, herausgegeben vom Künstler-Unterstützungsverein Berlin, bez. "Bild 4 / Die Weisen aus dem Morgenlande / gem. von Max Koch", Privatbesitz Schweden. Vermutlich handelt es sich um Bild 4 einer Serie von Postkarten, die Gemälde einer Weihnachtsausstellung im Berliner Künstlerhaus zeigen. Die geteilte Rückseite der Postkarte datiert die Serie auf 1907 oder später. Der Verbleib des Gemäldes selbst ist unbekannt.

Ruhe auf der Flucht nach Ägypten


Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Öl auf Leinwand, 65 × 80 cm, rechts unten signiert "M. Koch", nicht bez., o. J. (um 1900), Privatbesitz Potsdam.
Das Bild wurde am 29. April 2018 bei eBay von Kolb Antiquitäten, Neu-Ulm, unter dem Titel "Hl. Familie" versteigert. Die Hl. Familie ist zwar dargestellt, aber der Esel, die Abendstimmung in freier Natur sowie die fürsorgliche Geste von Joseph zeigen eindeutig, dass hier die Flucht nach Ägypten gemeint ist, ein Motiv, für das es zahlreiche kunsthistorische Vorbilder gibt. Religiöse Motive sind für Max Koch ungewöhnlich. Es könnte jedoch sein, dass das Bild für einen Wohltätigkeitsbasar gefertigt und gestiftet wurde, den der Verein Berliner Künster immer um die Weihnachtszeit im Künstlerhaus veranstaltet. Als Künstler-Unterstützungsverein kamen die Erlöse bedürftigen Mitgliedern zugute.

Rhododendron im Sacrower Park


Rhododendron im Sacrower Park, Öl auf Karton, 35 × 68 cm, signiert, nicht bez., o. J. (um 1920), Privatbesitz. Das Bild wurde gezeigt in der Ausstellung "Sommer Landschaften" in der Galerie Mutter Fourage, Berlin-Wannsee, vom 24. Juni bis 19. August 2018.

Mittwoch, 25. April 2018

Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden

Die Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden im großen Saale des Landesausstellungs-parkes ist die Neubelebung einer traditionellen Weihnachtsveranstaltung, die vor 30 Jahren zum festen Bestand der Weihnachtsfreuden gehörte. Damals strömte Jung und Alt zum Uhrsaal im alten Akademiegebäude, um beim Gesang des Domchores eine Stunde frommer Weihe vor den Bildern aus der Weihnachtsgeschichte zu verleben. Was jetzt unter Orgelbegleitung und dem Gesang des Nikolai-Marien-Kirchenchores in dem modernen Saal gezeigt wird, ist nicht minder schön, nur ist das andächtig-genießende Publikum viel weniger zahlreich als früher. Das ist doppelt bedauerlich, denn einmal bringt diese Darbietung eine weihevolle Note in unser immer mehr mit äußerlichem Glanz sich umhüllendes Weihnachtsfest, zum anderen haben die Künstler doch sich der Mühe der Herstellung unterzogen, um einen Ueberschuß für die Unterstützungskasse des Künstlervereins, die gewiß zu Weihnachten besonders in Anspruch genommen ist, zu erlangen.
    Es werden sieben Bilder vorgeführt. Auf Karl Wendlings etwas konventionelle „Verkündigung“ folgt „Die Geburt Jesu“ von Otto H. Engel, eine wundervoll geschlossene Komposition, die den Vorgang im Stall zu Bethlehem in schlichter, inniger Auffassung wie durchaus selbstverständlich als einen Vorgang unserer Zeit darstellt. Die liebreizenden Kinder- und Engelgruppen eroberten sich im Sturm die Herzen der kindlichen Betrachter. Weiter folgen die überlebensgroßen „Verkündigung an die Hirten“ von Arthur Kampf und die farbenprächtigen „Weisen aus dem Morgenlande“ von Max Koch. Von den beiden Bildern der „Flucht nach Egypten“ zeichnet sich das von Ernst Körner durch wundervolle Farben und einen seltenen Liebreiz von Mutter und Kind aus, während auf der „Ruheszene“ von Franz Müller-Münster Maria mit dem Kinde und den lauschenden Engeln eine sehr anmutige Gruppe bildet. Das letzte Bild von Haus Meyer bringt einen Zug naiven Humors in dem derben Riesen Christophorus, der zum Vergnügen aller Kinder das Christkindlein auf seinem breiten Hutrand durchs Wasser trägt. Die als Begleitung gesungenen Musikstücke waren außer einem Choral von Bach, einem Chor von Mozart und einem Doppelquartett aus Mendelssohns „Elias“ Kompositionen nach alten Melodien von Professor Theodor Krause, die sich sehr stimmungsvoll dem Inhalte der Bilder anschmiegen.
Anonym, „Die Weihnachtsausstellung von Transparentgemälden“, in: Berliner Tageblatt, 34. Jg.,
Nr. 632, 12. Dezember 1905, Abend-Ausgabe, S. 2

Donnerstag, 22. März 2018

Grosse Berliner Kunstausstellung 1908

"Schiffbauerei.", Abb. 49 im Katalog der Grossen Berliner Kunstausstellung 1908.
Laut Katalog (S. 26) war Max Koch mit zwei Gemälden in der Ausstellung vertreten:
Kat.-Nr.: 318, "Schiffbauerei, Hof.", und
Kat.-Nr.: 320, "Schiffbauerei, Innenansicht." Hierzu die Abbildung oben.

Samstag, 10. Februar 2018

Wahl zum gerichtlichen Sachverständigen

   "Vom Verein Berliner Künstler wurden als gerichtliche Sachverständige für Kunst folgende Herren gewählt: Für Bildnißmalerei Kiesel und Hanns Fechner: für Genre Skarbina, Schäfer, Possart; für Landschaft Jacob und Günther-Naumburg; für Marine Lindner; für Sport und Thiere Kappstein; für Geschichts- und Monumentalmalerei Arthur Kampf und Max Koch; für Graphik Hans Meyer; für Monumentalbildnerei und Porträts Ernst Herter; für Kleinplastik Riesch; für Vervielfältigungsplastik Pohlmann und Schichtmeyer; für Thierplastik Bildhauer Rusche."
Anonym, „Kleine Kunstnachrichten“ in: Berliner Tageblatt, 31. Jg., Nr. 318, 26. Juni 1902, o.p. [S, 3].

Psyche mit blauen Schmetterlingsflügeln am See

   "Dem Präsidenten der Akademie der Künste, Herrn Geh. Rath [Hermann] Ende, hat die Vereinigung Berliner Architekten eine Sammlung eigener Arbeiten dargebracht. Es find mehr als 50 fast durchgehends sehr werthvolle Blätter, die zumeist von hervorragenden Baukünstlern herrühren. Der 80jährige Altmeister C. W. Hahn widmete aus seiner Heimath „seinem lieben Ende“ ein hübsches Aquarell, Motiv aus der Nähe von Einbeck, mit einer tausendjährigen, im Absterben begriffenen Eiche als Mittelpunkt; das Bild ist 1897 entstanden. Paul Wallot stiftete eine mit der Feder gezeichnete „Hausthür eines Landhauses bei Darmstadt“; über dem Portal steht die Inschrift: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte der Liebe nicht“ u.s.w. Johannes Otzen steuerte die Originalskizze der Georgenkirche bei. Christian Hehl eine Skizze des Münzthurms von Hall in Tirol, der auch auf einem Blatte von Balcke wiederkehrt; Max Koch ein phantasiereiches Aquarell: eine Psyche mit blauen Schmetterlingsflügeln, die hinter dem Schutze eines Baumes auf einen See hinausblickt. Von Bruno Schmitz stammt ein Entwurf zur Tonhalle in Zürich, von Tiede eine Bleistiftzeichnung der farnesianischen Gärten und des Titusbogens. Die Zeichnungen, Skizzen, Entwürfe und Aquarelle sind meist so fesselnd und reizvoll, daß sie z. B. eine hübsche „Architekturabtheilung“ in der Kunstausstellung bilden würden."
Anonyme Nachricht in: Volks-Zeitung, Berlin, 47. Jg., Nr. 113, 8. März 1899, Morgenblatt, o.p. [S. 2].

Mittwoch, 7. Februar 2018

Abbruch: Panorama-Gebäude Pergamon im Landesausstellungspark zu Berlin, 1886-1896

Anzeige in: Berliner Tageblatt, 25. Jg., Nr. 441, 30. August 1896, S. 19.

   "Das Panorama-Gebäude im Landesausstellungspark wird im nächsten Monat vollständig abgebrochen werden. Mit dem zum Abbruch gestellten Gebäude sollen auch die Bilder Pergamon, Brand von Rom und Konstantinopel verkauft werden. Jedes der von Prof. Max Koch angefertigten Bilder hat eine Fläche von ca. 900 qm."
Kurznachricht in: Berliner Börsen-Zeitung, Nr. 411, 2. September 1896, Morgenausgabe, S. 6.