Materialien zum Leben und Werk von Prof. Max Koch, eines über Berlin und Potsdam hinaus bedeutenden Künstlers und Kunstlehrers.
Samstag, 3. Februar 2018
Fenster- oder Wanddekoration: Die Malerei
Abbildung aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 2, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 107-108. Links unterhalb der Darstellung: "Max Koch erfu. gez."
Der Entwurf aus der Zeit um 1890 wurde vermutlich bei den Fenstern im Tanzsaal des Hotel Disch in Köln realisiert.
Fenster- oder Wanddekoration: Die Musik
Abbildung aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 2, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 186-187. Links unterhalb der Darstellung: "Max Koch erfu. gez."
Der Entwurf aus der Zeit um 1890 wurde vermutlich bei den Fenstern im Tanzsaal des Hotel Disch in Köln realisiert.
Tanzsaal im Hotel Disch in Köln
Tanzsaal im Hotel Disch in Köln. Abbildungen aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 2, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 105 und 106. In den Bildunterschriften die Angaben: "Kayser & von Groszheim Arch. Otto Lessing Bildhauer Max Koch und E. Lange Maler ausgef."
Nach einem Eigentümerwechsel wurde das Hotel ab 1890 durch Kayser & von Groszheim umgebaut. Die Dekorationen von Max Koch dürften daher aus diesem Jahr stammen.
Nach einem Eigentümerwechsel wurde das Hotel ab 1890 durch Kayser & von Groszheim umgebaut. Die Dekorationen von Max Koch dürften daher aus diesem Jahr stammen.
Ein Weihnachtsgeschenk für unsere Leserinnen.
"Ein Fächer von Max Koch. (Zu unserer Kunstbeilage zw. S. 480 u. 481.)
Es muß eine lustige Zeit gewesen sein, die alte Rokokozeit, so lehren uns wenigstens die damaligen Kunsterzeugnisse, wenn auch die Geschichte in anderen Tönen redet, Genial erfundene Ornamente, Ranken, Blumengewirr, fröhliches Girren und Schwirren aller möglichen und unmöglichen Tiere lacht uns an allen Ecken und Enden entgegen. Wem steigt nicht beim Anblick der Kunstwerke jener Zeit der Gedanke auf, daß damals Natur und Menschen so ganz anders gewesen seien, wie heute. Der Himmel so pinkertblau, die Bäume so blaugrün, dazwischen die schäkernden, tanzenden, springenden, süßlichen Figürchen, die uns glauben machen könnten, daß das damalige Menschengeschlecht zum Ballet gehört habe. Nun, es wird zu Urgroßvaters Zeiten ebenso gewesen sein, wie heute, nur daß der Geschmack sich mehr zum süßlichen, höfischen hinneigte. Der geniale Zug, die prächtig erfundenen Ornamente haben ihren Reiz bis heute behalten und machen das Rokoko zum gern gesehenen Stil unserer Umgebung. Mit den süßlichen Fratzen kann sich freilich unsere kraftstrotzende Jetztzeit nicht recht befreunden. Diesem Zuge folgend, sucht auch die Kunst den Ausgleich zwischen einst und jetzt zu ermöglichen. Max Koch, wohl einer der besten Vertreter ornamentaler Kunst, hat diesen Weg mit Erfolg beschritten. In das leichte, geniale Gerank setzt er frische, lebenswahre Gestalten von Fleisch und Blut; Mark und Bein statt der albernen Schäferfiguren. Blumen und Blätter lehnen sich eng an die Natur an, soweit es natürlich der ornamentale Zug gestattet. Unsere Kunstbeilage zeigt uns eine derartige frei im Rokokostil erfundene Arbeit des Meisters."
Hans Bohrdt, „Ein Fächer von Max Koch“, in: Velhagen & Klasings Neue Monatshefte, Bd. 5, Heft 4, Dezember 1890, S. 575.
Die Kunstbeilage zwischen S. 480 und 481 ist überschrieben mit: „Ein Weihnachtsgeschenk für unsere Leserinnen.“ Die Bildunterschrift lautet: „Auf Seide gemalter Fächer von Max Koch.“ Der Verbleib des originalen Fächers ist unbekannt.
Es muß eine lustige Zeit gewesen sein, die alte Rokokozeit, so lehren uns wenigstens die damaligen Kunsterzeugnisse, wenn auch die Geschichte in anderen Tönen redet, Genial erfundene Ornamente, Ranken, Blumengewirr, fröhliches Girren und Schwirren aller möglichen und unmöglichen Tiere lacht uns an allen Ecken und Enden entgegen. Wem steigt nicht beim Anblick der Kunstwerke jener Zeit der Gedanke auf, daß damals Natur und Menschen so ganz anders gewesen seien, wie heute. Der Himmel so pinkertblau, die Bäume so blaugrün, dazwischen die schäkernden, tanzenden, springenden, süßlichen Figürchen, die uns glauben machen könnten, daß das damalige Menschengeschlecht zum Ballet gehört habe. Nun, es wird zu Urgroßvaters Zeiten ebenso gewesen sein, wie heute, nur daß der Geschmack sich mehr zum süßlichen, höfischen hinneigte. Der geniale Zug, die prächtig erfundenen Ornamente haben ihren Reiz bis heute behalten und machen das Rokoko zum gern gesehenen Stil unserer Umgebung. Mit den süßlichen Fratzen kann sich freilich unsere kraftstrotzende Jetztzeit nicht recht befreunden. Diesem Zuge folgend, sucht auch die Kunst den Ausgleich zwischen einst und jetzt zu ermöglichen. Max Koch, wohl einer der besten Vertreter ornamentaler Kunst, hat diesen Weg mit Erfolg beschritten. In das leichte, geniale Gerank setzt er frische, lebenswahre Gestalten von Fleisch und Blut; Mark und Bein statt der albernen Schäferfiguren. Blumen und Blätter lehnen sich eng an die Natur an, soweit es natürlich der ornamentale Zug gestattet. Unsere Kunstbeilage zeigt uns eine derartige frei im Rokokostil erfundene Arbeit des Meisters."
Hans Bohrdt, „Ein Fächer von Max Koch“, in: Velhagen & Klasings Neue Monatshefte, Bd. 5, Heft 4, Dezember 1890, S. 575.
Die Kunstbeilage zwischen S. 480 und 481 ist überschrieben mit: „Ein Weihnachtsgeschenk für unsere Leserinnen.“ Die Bildunterschrift lautet: „Auf Seide gemalter Fächer von Max Koch.“ Der Verbleib des originalen Fächers ist unbekannt.
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Kunstdruck
Donnerstag, 1. Februar 2018
Musikzimmer im Wohnhaus Jägerstrasse 53, Berlin
Abbildung aus: Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein (Hrsg.), Der innere Ausbau. Sammlung ausgeführter Arbeiten aus allen Zweigen des Baugewerbes, Bd. 1, Berlin, Ernst Wasmuth, o.J. [1894], Tafel 35.
Bildunterschrift: "Berlin / Musikzimmer Wohnhaus Jaegerstrasse 53 / (Ernst Mendelssohn-Bartholdy) / H. Schmieden, von Weltzien & Speer Arch. erf. - Christian Lehr Bildh. Berlin und Max Koch Maler ausgef."
Wohnhaus Ernst Mendelssohn-Bartholdy Jägerstraße 53
„– Tafel 75. – Wohnhaus Mendelssohn in Berlin, Jägerstr. 53.
Das Gebäude ist als vornehmes Wohnhaus mit reich ausgestatteten Festräumen in den Jahren 1882–85 durch die Architekten Schmieden, von Weltzien und Speer errichtet worden. Seine Kunstformen nähern sich, bei eigenartiger Durchbildung, denen der heutigen französischen Renaissance. Die Fassade ist in Nesselberger Sandstein hergestellt. Im Innern sind bei den Täfelungen, Thüren und Möbeln mehrfach kostbare Hölzer verwandt worden. Zu bemerken ist, dass die Abendbeleuchtung der Halle durch Lichtkörper bewirkt wird, welche sich oberhalb der inneren Glasdecke befinden. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch eine Warmwasseranlage. Bei der künstlerischen Ausstattung waren bethätigt: Bildhauer O. Lessing und die Maler J. Schaller und Max Koch. Als an der Ausführung Beteiligte sind zu nennen: Maurermeister Ramelow, Zimmermeister Scharnweber, Tischlermeister Olm, E. Koch, Max Schulz, Schlossermeister P. Marcus und A. Z. Benecke, Bildhauer Zeyer und Drechsler und Chr. Lehr. Die gesammten Baukosten, einschließlich der Möbel, betrugen 681000 M., also bei rd. 764 qm bebauter Grundfläche, 891 M. für das Quadratmeter.“
In: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 2. Jg., Nr. 8, 1. August 1889, S. 33f. und Tafel 75.
Das Gebäude ist als vornehmes Wohnhaus mit reich ausgestatteten Festräumen in den Jahren 1882–85 durch die Architekten Schmieden, von Weltzien und Speer errichtet worden. Seine Kunstformen nähern sich, bei eigenartiger Durchbildung, denen der heutigen französischen Renaissance. Die Fassade ist in Nesselberger Sandstein hergestellt. Im Innern sind bei den Täfelungen, Thüren und Möbeln mehrfach kostbare Hölzer verwandt worden. Zu bemerken ist, dass die Abendbeleuchtung der Halle durch Lichtkörper bewirkt wird, welche sich oberhalb der inneren Glasdecke befinden. Die Heizung des Gebäudes erfolgt durch eine Warmwasseranlage. Bei der künstlerischen Ausstattung waren bethätigt: Bildhauer O. Lessing und die Maler J. Schaller und Max Koch. Als an der Ausführung Beteiligte sind zu nennen: Maurermeister Ramelow, Zimmermeister Scharnweber, Tischlermeister Olm, E. Koch, Max Schulz, Schlossermeister P. Marcus und A. Z. Benecke, Bildhauer Zeyer und Drechsler und Chr. Lehr. Die gesammten Baukosten, einschließlich der Möbel, betrugen 681000 M., also bei rd. 764 qm bebauter Grundfläche, 891 M. für das Quadratmeter.“
In: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk, 2. Jg., Nr. 8, 1. August 1889, S. 33f. und Tafel 75.
Montag, 11. Dezember 2017
Rückenakt nach dem David von Antonin Mercié
Rückenakt nach dem David von Antonin Mercié, 1882, Bleistiftzeichnung, 24,9 × 20,5 cm, nicht bezeichnet oder signiert, aber unzweifelhaft von Max Koch. Die Zeichnung befindet sich auf der Rückseite eines Aquarells von Max Koch in der Sammlung Architektur der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, Inv.-Nr.: Hdz 9521. Die sichtbare Beschriftung A.K.G.566. auf dem Blatt ist eine alte Inventarnummer. Die andere Seite des Blattes ist eine farbige Aufnahme eines Tellers aus türkischer Keramik aus dem Musée de Cluny und als solches Bestandteil einer Serie von 40 gleichartigen Aufnahmen, die Max Koch 1882 vor Ort in Paris anfertigte. Die gesamte Serie wurde im gleichen Jahr im Königlichen Kunstgewerbe-Museum zu Berlin ausgestellt und vom Kunstgewerbe-Museum angekauft. Aus dieser Zeit stammt die beidseitige Fassung des Blattes in einem ausklappbaren Passepartout, um beide Seiten sehen zu können. Die Maßangabe oben bezieht sich daher nur auf den sichtbaren Ausschnitt des Blattes.
Diese Zeichnung ist bisher die einzige bekannte originale Aktzeichnung von Max Koch. Zwei weitere sind abgebildet in der Berliner Architekturwelt HIER1 und HIER2. Eine Fotografie der Rückenansicht der Skulptur von Mercié ist HIER3 zu finden.
Diese Zeichnung ist bisher die einzige bekannte originale Aktzeichnung von Max Koch. Zwei weitere sind abgebildet in der Berliner Architekturwelt HIER1 und HIER2. Eine Fotografie der Rückenansicht der Skulptur von Mercié ist HIER3 zu finden.
Der erste Uhrmacher-Meisterbrief von 1902
lke., "Der erste Uhrmacher-Meisterbrief", in: Deutsche Uhrmacher-Zeitung, 26. Jg., Nr. 21, 1. November 1902, S. 332. Der abgebildete Meisterbrief wurde am 1. August 1902 ausgestellt.
Mittwoch, 6. Dezember 2017
Meisterbrief der Handwerkskammer zu Berlin

Meisterbrief der Handwerkskammer zu Berlin, 1902, mehrfarbige Mischdrucktechnik, im Druck signiert, Blatt 46,5 × 58,3 cm, Motiv 38,5 × 49,3 cm. Außerhalb der Darstellung links unten die Angabe der Druckerei "Bollfrass & Apel, Berlin C." Innerhalb der Darstellung links unten wahrscheinlich die Signatur des Lithografen "R. D...[unleserlich]". Druck des Hintergrundes in Creme und der Zeichnung in Schwarz, die Wappentiere sind zusätzlich mit Rot gefüllt und die Ordenskette und Krone beim Reichsadler durch weiße Füllung gehöht. Das Motto oben (Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis !), der Hintergrund des Reichsadlers, die Überschrift "Meister=Brief" und weitere Buchstaben sind in glänzendem Gold gefüllt, wobei der Hintergrund des Reichsadlers und die Überschrift zusätzlich einen gekörnten Prägedruck erfahren haben.
Der Meisterbrief in dieser Form wurde, dem bisher ältesten bekannten Exemplar zufolge, ab August 1902 ausgestellt. Verwendet wurde er über dreißig Jahre lang, zumindest bis März 1934, wobei nach dem Ende des Kaiserreichs die Zeichnung überarbeitet und vor allem der zentrale Reichsadler durch eine Darstellung des Gebäudes der Handwerkskammer ersetzt wurde.
Die Abbildung oben zeigt ein Original aus dem Besitz des Autors. Dieser Meisterbrief wurde für "Fräulein Erna Stedtnitz" 1912 ausgestellt. Er ist damit auch ein frühes Zeugnis für den sich verändernden "Ort der Frau" in der beruflichen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts, denn der Vordruck sah weibliche Handwerksmeisterinnen gar nicht vor. Es wurde der vorgedruckte "Herr" zwar gestrichen, aber dann blieb doch noch im weiteren Text "seine Befähigung" und "demselben" stehen. Der vollständige Text lautet: "Nachdem
Motivisch geht der Meisterbrief auf das Mosaik zur Weltausstellung 1900 in Paris zurück. Auch hier wachsen links und rechts zwei Eichen empor und bilden ein dichtes Blätterdach. Die beiden Bäume sind mit den Wappen von Berlin und Brandenburg konnotiert. Die Darstellungen eines Schmieds und eines begutachtenden Auftraggebers rahmen den zentralen Text. Unten sind drei kleinere Darstellungen von Architekturen zu sehen: In der Mitte das Reichstagsgebäude mit dem Brandenburger Tor, links eine Darstellung von Potsdam mit einem Segelschiff auf der Havel, der Heilig-Geist-Kirche und der Kuppel der Nikolaikirche im Hintergrund, und recht eine bisher noch nicht identifizierte Klosterkirche. (Ich bitte um Mitteilung, wenn jemand das Gebäude eindeutig identifizieren kann.)
Detail aus dem Meisterbrief: Reichsadler mit dem geprägten und dem glänzenden Goldgrund.
Detail aus dem Meisterbrief: Reichstagsgebäude mit Brandenburger Tor.
Detail aus dem Meisterbrief: Havel bei Potsdam mit Heilig-Geist-Kirche
Detail aus dem Meisterbrief: unbekannte Klosterkirche
Meisterbrief von 1934 mit der Darstellung des Gebäudes der Handwerkskammer in Berlin.
Dienstag, 5. Dezember 2017
Dank des Vereins Berliner Künstler
Erinnerungsblatt,1886.
Sammlung Deutsches Historisches Museum, Inv.-Nr.: Do 86/196. Weitere Angaben siehe dort.
Zu diesem Erinnerungsblatt erschien ein kurzer Artikel in der Kunstchronik:
"Der Verein Berliner Künstler hat allen denen, die das aus Anlaß der Jubiläumsausstellung im vergangenen Sommer veranstaltete griechische Fest durch Rat und That unterstützten, in diesen Tagen, als Ausdruck seines Dankes, ein von dem Festkomitee unterzeichnetes diplomatisches Erinnerungsblatt zugehen lassen, dessen meisterliche Zeichnung von dem Maler Max Koch herrührt. Sie umrahmt den mit roten Initialen gedruckten, den Dank des Vereins aussprechenden Text, der die rechte mittlere Hälfte des ansehnlichen Blattes einnimmt. Über Palmen und Waffentrophäen ragt oben die lichtumstrahlte Büste der Minerva auf, wie sie die Bekrönung des Vereinswappens bildet. Beflügelte Putten umschweben sie und klimmen auf schlanken Pflanzenstauden zu ihr empor, als Preis des Sieges Kranz, Palme und Lorbeerzweig darbietend. Unten aber stößt ein gerüsteter griechischer Krieger in die mit beiden Händen erhobene Tuba, und zu seinen Füßen schwingt sich in den Rauchwolken zweier gekreuzter Opferfackeln über dem Künstlerwappen und dem Wappen der Stadt Berlin der preußische Adler empor. In ihren Beziehungen sofort verständlich, in frisch bewegter, kraftvoller Komposition mit der Feder leicht und sicher ausgeführt, ist die Zeichnung ein in seiner Art so vorzüglich gelungenes Blatt, daß es auch über die Kreise der Empfänger hinaus als künstlerische Leistung interessiren und lebhaften Beifall finden wird."
Fd. unter „Vermischte Nachrichten“ in: Kunstchronik, 22.Jg., Nr. 14, 13. Januar 1887, Spalte 236.
Der Text auf dem Erinnerungsblatt lautet: "Der Verein Berliner Künstler spricht den Herrn E. und P. March in Charlottenburg seinen aufrichtigen Dank für die opferwillige Betheiligung und Unterstützung des von demselben veranstalteten griechischen Festes im Ausstellungspark aus. Möge dieses Blatt eine Erinnerung an die gemeinsam verlebten Stunden der Arbeit und Freude sein. Das Festcomité: [Unterschriften von: Joseph Kaffsack, Max Koch, Carl Röchling, R. Neumann, Gottlob Theuerkauf]"
Sammlung Deutsches Historisches Museum, Inv.-Nr.: Do 86/196. Weitere Angaben siehe dort.
Zu diesem Erinnerungsblatt erschien ein kurzer Artikel in der Kunstchronik:
"Der Verein Berliner Künstler hat allen denen, die das aus Anlaß der Jubiläumsausstellung im vergangenen Sommer veranstaltete griechische Fest durch Rat und That unterstützten, in diesen Tagen, als Ausdruck seines Dankes, ein von dem Festkomitee unterzeichnetes diplomatisches Erinnerungsblatt zugehen lassen, dessen meisterliche Zeichnung von dem Maler Max Koch herrührt. Sie umrahmt den mit roten Initialen gedruckten, den Dank des Vereins aussprechenden Text, der die rechte mittlere Hälfte des ansehnlichen Blattes einnimmt. Über Palmen und Waffentrophäen ragt oben die lichtumstrahlte Büste der Minerva auf, wie sie die Bekrönung des Vereinswappens bildet. Beflügelte Putten umschweben sie und klimmen auf schlanken Pflanzenstauden zu ihr empor, als Preis des Sieges Kranz, Palme und Lorbeerzweig darbietend. Unten aber stößt ein gerüsteter griechischer Krieger in die mit beiden Händen erhobene Tuba, und zu seinen Füßen schwingt sich in den Rauchwolken zweier gekreuzter Opferfackeln über dem Künstlerwappen und dem Wappen der Stadt Berlin der preußische Adler empor. In ihren Beziehungen sofort verständlich, in frisch bewegter, kraftvoller Komposition mit der Feder leicht und sicher ausgeführt, ist die Zeichnung ein in seiner Art so vorzüglich gelungenes Blatt, daß es auch über die Kreise der Empfänger hinaus als künstlerische Leistung interessiren und lebhaften Beifall finden wird."
Fd. unter „Vermischte Nachrichten“ in: Kunstchronik, 22.Jg., Nr. 14, 13. Januar 1887, Spalte 236.
Der Text auf dem Erinnerungsblatt lautet: "Der Verein Berliner Künstler spricht den Herrn E. und P. March in Charlottenburg seinen aufrichtigen Dank für die opferwillige Betheiligung und Unterstützung des von demselben veranstalteten griechischen Festes im Ausstellungspark aus. Möge dieses Blatt eine Erinnerung an die gemeinsam verlebten Stunden der Arbeit und Freude sein. Das Festcomité: [Unterschriften von: Joseph Kaffsack, Max Koch, Carl Röchling, R. Neumann, Gottlob Theuerkauf]"
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